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Wohnungspreise in Deutschland: Aktuelle Quadratmeterpreise und Entwicklung 2026

Wer beim Wohnungspreis in 2026 nur auf den Durchschnitt schaut, kann schnell mehrere Zehntausend Euro danebenliegen. Die Wohnungspreise in Deutschland unterscheiden sich je nach Standort, Baujahr und Zustand erheblich. Wer kaufen oder verkaufen möchte, sollte deshalb wissen, wie sich der Quadratmeterpreis einer Wohnung zusammensetzt und welche Faktoren den tatsächlichen Wert bestimmen.

Das Wichtigste in Kürze
  • Der durchschnittliche Wohnungspreis pro Quadratmeter liegt bei ca. 3.286 Euro. Für eine Wohnung mit 90 m² ergibt sich daraus im Jahr 2026 ein Preis von etwa 295.740 Euro.
  • Besonders hoch sind die Wohnungspreise 2026 in München, Berlin und Hamburg. Der Wohnungspreis pro Quadratmeter liegt dort bis zu 146 % über dem bundesweiten Durchschnitt.
  • Der Quadratmeterpreis einer Wohnung hängt davon ab, ob es sich um Neubau oder Bestand handelt und ob die Immobilie in einer Stadt oder ländlich liegt. Auch Lage, Zustand und Ausstattung zählen.
Inhaltsverzeichnis

1. Wie hoch sind die Wohnungspreise in Deutschland?

Der durchschnittliche Quadratmeterpreis einer Wohnung liegt im Jahr 2026 bei ca. 3.286 Euro. Damit kostet eine 90-m²-Eigentumswohnung rechnerisch etwa 295.740 Euro. Diese Durchschnittswerte bilden jedoch nur einen groben Rahmen, denn je nach Lage, Baujahr, Ausstattung und Zustand reichen die Wohnungspreise von rund 1.957 bis 5.698 Euro pro Quadratmeter. Diese Unterschiede haben folglich auch einen großen Einfluss auf die Höhe der Mietpreise für Wohnungen in Deutschland.

Wohnungspreise für Bestandswohnungen und Neubauwohnungen

Beim Preis einer Wohnung spielt das Baujahr eine wichtige Rolle. Neubauwohnungen werden meist teurer angeboten als vergleichbare Bestandswohnungen, da moderne energetische Standards, aktuelle Grundrisse und eine zeitgemäße Ausstattung im Preis berücksichtigt werden. Auch bei Bestandswohnungen können Sanierungszustand, Modernisierungen und das Baujahr den Wohnungspreis pro Quadratmeter deutlich verändern. Aktuell liegen die Quadratmeterpreise bei folgenden Werten:

  • Bestandswohnung: durchschnittlich 2.645 €/m²
  • Neubauwohnung: durchschnittlich 4.168 €/m²

Wo sind die Wohnungspreise in Deutschland am höchsten?

Der bundesweite Durchschnitt des Wohnungspreises bedeutet nicht, dass Wohnungen an den meisten Standorten tatsächlich rund 3.286 Euro pro Quadratmeter kosten. Vielmehr konzentrieren sich hohe Wohnungspreise in Deutschland auf wirtschaftsstarke Großstädte, Ballungsräume und gefragte Wohnlagen. Das obere Preisniveau liegt hier bei durchschnittlich 5.698 Euro pro Quadratmeter. Am teuersten sind die Wohnungspreise dabei in München mit ca. 7.500 Euro pro Quadratmeter.

Besonders teuer sind häufig Premium-Lagen in Metropolen, etwa zentrale oder besonders gefragte Wohnviertel in München, Hamburg, Berlin oder Frankfurt am Main. Deutlich günstiger können Wohnungen dagegen in strukturschwächeren Regionen, kleineren Städten und ländlichen Randlagen sein.

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Angebotspreise und tatsächliche Verkaufspreise unterscheiden

Bei der Betrachtung von Wohnungspreisen ist die Unterscheidung zwischen Angebots- und Verkaufspreis wichtig. Der Angebotspreis ist der Wert, zu dem eine Wohnung am Markt angeboten wird. Der tatsächliche Verkaufspreis entsteht erst durch die Einigung zwischen Käufer und Verkäufer, wird im Kaufvertrag festgehalten und kann mitunter stark vom ursprünglichen Angebotspreis abweichen.

2. Wo liegen die Wohnungspreise in Metropolen wie Berlin, Hamburg und München?

Auch innerhalb der größten deutschen Städte unterscheiden sich die Wohnungspreise erheblich. Besonders deutlich wird das beim Vergleich des Quadratmeterpreises für Wohnungen zwischen München und Leipzig. Zwischen beiden Großstädten liegen bei aktuellen Vergleichswerten mehr als 5.000 Euro pro Quadratmeter. Die folgende Übersicht zeigt das Preisniveau im Jahr 2026 und berechnet beispielhaft, was eine durchschnittliche 90-m²-Wohnung kosten würde.

Stadt

Quadratmeterpreis

Wohnungspreis bei 90 m²

München

ca. 7.829 €/m²

ca. 704.610 €

Frankfurt am Main

ca. 5.124 €/m²

ca. 461.160 €

Hamburg

ca. 4.855 €/m²

ca. 436.950 €

Stuttgart

ca. 4.730 €/m²

ca. 425.700 €

Düsseldorf

ca. 4.378 €/m²

ca. 394.020 €

Köln

ca. 4.256 €/m²

ca. 383.040 €

Berlin

ca. 4.189 €/m²

ca. 377.010 €

Dortmund

ca. 2.681 €/m²

ca. 241.290 €

Essen

ca. 2.630 €/m²

ca. 236.700 €

Leipzig

ca. 2.620 €/m²

ca. 235.800 €

Quelle: ImmoScout24, Stand: September 2026

Sie möchten wissen, was eine Immobilie in Ihrer Stadt kostet?

Hier erhalten Sie einen Überblick über die Immobilienpreise in den größten Städten Deutschlands. Ist Ihre Stadt nicht dabei? Mit unserer Suchfunktion für Immobilienpreise können Sie die aktuellen Werte für Ihre Stadt, Ihren Stadtteil oder Ihre PLZ abrufen. 

3. Wie unterscheiden sich die Wohnungspreise in Deutschland im Vergleich?

Betrachtet man die Wohnungspreise Deutschlands im Vergleich, fallen starke Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern auf. Während die Quadratmeterpreise für Wohnungen in Hamburg mit durchschnittlich 4.855 Euro extrem hoch sind, kann eine Wohnung in Sachsen-Anhalt mit 1.345 Euro pro Quadratmeter noch deutlich günstiger gekauft werden. Diese Durchschnittswerte sind jedoch mit Vorsicht zu betrachten, denn das regionale Gefälle setzt sich auch innerhalb der Bundesländer fort. So können Großstädte und wirtschaftsstarke Regionen deutlich über dem jeweiligen Landesdurchschnitt liegen.

Wohnungspreise in Deutschland je Bundesland 2026

Wohnungspreise pro Quadratmeter je Bundesland 2026

Bundesland

Quadratmeterpreis

Wohnungspreis bei 90 m²

Baden-Württemberg

ca. 3.297 €/m²

ca. 296.730 €/m²

Bayern

ca. 3.541 €/m²

ca. 318.690 €/m²

Berlin

ca. 4.189 €/m²

ca. 377.010 €/m²

Brandenburg

ca. 2.437 €/m²

ca. 219.330 €/m²

Bremen

ca. 2.639 €/m²

ca. 237.510 €/m²

Hamburg

ca. 4.855 €/m²

ca. 436.950 €/m²

Hessen

ca. 2.857 €/m²

ca. 257.130 €/m²

Mecklenburg-Vorpommern

ca. 2.170 €/m²

ca. 195.300 €/m²

Niedersachsen

ca. 2.300 €/m²

ca. 207.000 €/m²

Nordrhein-Westfalen

ca. 2.588 €/m²

ca. 232.920 €/m²

Rheinland-Pfalz

ca. 2.425 €/m²

ca. 218.250 €/m²

Saarland

ca. 1.893 €/m²

ca. 170.370 €/m²

Sachsen

ca. 1.528 €/m²

ca. 137.520 €/m²

Sachsen-Anhalt

ca. 1.345 €/m²

ca. 121.050 €/m² 

Schleswig-Holstein

ca. 2.965 €/m²

ca. 266.850 €/m² 

Thüringen

ca. 1.455 €/m²

ca. 130.950 €/m² 

Quelle: ImmoScout24, Stand: September 2026

Kaufpreise von Wohnungen vs. Mietpreise in Deutschland 2026

Bei Wohnungspreisen muss dringend zwischen Kauf und Miete unterschieden werden. Ein Kaufpreis wird üblicherweise als Gesamtpreis beziehungsweise Quadratmeterpreis angegeben, während bei Mietwohnungen die monatliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter maßgeblich ist. Beide Werte beschreiben unterschiedliche Märkte und lassen sich nicht direkt miteinander vergleichen. Für 2026 liegen die bundesweiten Preise für Eigentumswohnung, Haus und Mietwohnung weit auseinander: 

Immobilienart

Durchschnittspreis

Günstiges Segment

Gehobenes Segment

Eigentumswohnung (Kaufpreis)

ca. 3.286 €/m²

ca. 1.957 €/m²

ca. 5.698 €/m²

Haus (Kaufpreis)

ca. 2.883 €/m²

ca. 1.373 €/m²

ca. 5.186 €/m²

Mietwohnung (Nettokaltmiete)

ca. 9,23 €/m²

ca. 4,51 €/m²

ca. 37,14 €/m²

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4. Welche aktuellen Markttrends wirken sich auf die Wohnungspreise aus?

Die Wohnungspreise in Deutschland werden nicht nur durch dauerhaft wirkende Faktoren wie Lage, Baujahr oder Ausstattung bestimmt. Auch das Marktumfeld verändert sich laufend. Finanzierungskosten, verfügbares Angebot, Baukosten und die Nachfrage beeinflussen, wie viel Käufer bereit und in der Lage sind zu zahlen. Deshalb kann sich der Wohnungspreis selbst bei unveränderter Immobilie im Zeitverlauf verändern. Die wichtigsten Markttrends 2026 wirken sich wie folgt auf den Wohnungspreis aus:

  • Wohnungspreise stabilisieren sich nach der Korrektur

Nach den deutlichen Preisrückgängen 2023 und der anschließenden Stabilisierung zeigt der Wohnimmobilienmarkt wieder moderates Wachstum. Die Preise für Wohnimmobilien lagen im 1. Quartal 2026 bundesweit 1,4 % über dem Vorjahresquartal. Neugebaute Eigentumswohnungen verzeichneten einen Preisanstieg von 2,1 %, bei bestehenden Wohnungen betrug der Anstieg immerhin 1,2 %.

  • Finanzierungskosten bleiben ein wichtiger Preisfaktor

Bauzinsen beeinflussen unmittelbar, welches Kaufbudget sich Interessenten leisten können und damit auch die Nachfrage nach Wohnungen. Steigende Kosten für die Immobilienfinanzierung können den Wohnungspreis pro Quadratmeter unter Druck setzen, während günstigere Kredite die Nachfrage und damit das Preisniveau stützen können. Gleichzeitig bleiben die Finanzierungskosten 2026 ein wichtiger Unsicherheitsfaktor.

  • Knappes Angebot stützt die Preise in gefragten Regionen

Vor allem in wirtschaftsstarken Städten und Ballungsräumen trifft eine anhaltend hohe Nachfrage auf ein begrenztes Wohnungsangebot. Wo nur wenige passende Wohnungen verfügbar sind, kann dieser Nachfrageüberhang die Preise erhöhen – während Regionen mit schwächerer Nachfrage deutlich weniger Preisdruck und damit verbunden günstigere Angebote aufweisen.

  • Hohe Baukosten verteuern Neubauwohnungen

Die Kosten für den Neubau bleiben ein wichtiger Faktor für das Preisniveau: Im Mai 2026 lagen die Baupreise für Wohngebäude 5,0 % über dem Vorjahresmonat. Hohe Baukosten können Neubauwohnungen verteuern und gleichzeitig dazu beitragen, dass weniger neue Wohnungen entstehen, was insbesondere in angespannten Märkten das bestehende Angebot zusätzlich verknappen kann.

  • Energieeffizienz gewinnt bei der Preisbildung an Bedeutung

Der energetische Zustand einer Wohnung wird für Käufer wichtiger, weil Energieverbrauch und mögliche Sanierungskosten stärker in die Gesamtkosten einfließen. Moderne Wohnungen beziehungsweise Gebäude mit guter Energieeffizienz können deshalb einen Nachfragevorteil haben, während bei energetisch schwachen Objekten erwartete Modernisierungskosten den erzielbaren Preis begrenzen können.

5. Welche Entwicklung zeigen die Wohnungspreise in Deutschland bis 2026?

Preisindex Wohnungen 2026

Die Wohnungspreise in Deutschland sind über viele Jahre deutlich gestiegen. Auf die starke Aufwärtsphase bis 2022 folgte mit dem Anstieg der Baufinanzierungszinsen eine spürbare Korrektur. Der amtliche Preisindex für Eigentumswohnungen ging 2023 im Jahresdurchschnitt um 8,5 % zurück und gab 2024 nochmals um 1,5 % nach. Seit 2025 erholt sich der Markt wieder, wodurch die Preise für Wohnimmobilien 2025 im Jahresdurchschnitt um 3,2 % stiegen.

Auch 2026 setzt sich diese Erholung bislang fort. Im ersten Quartal lagen die Preise für Eigentumswohnungen 1,4 % über dem Vorjahreswert. Dabei verteuerten sich neu errichtete Wohnungen mit 2,1 % etwas stärker als bestehende Eigentumswohnungen mit 1,2 %. Der Markt bewegt sich damit wieder leicht nach oben, erreicht das Preisniveau von 2022 jedoch noch nicht.

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Expertenkommentar
Welche Wohnungspreise werden für die kommenden Jahre erwartet?

Für die kommenden Jahre erwarten Immobilienexperten eine moderate Aufwärtsbewegung der Wohnungspreise in Deutschland. Realistisch scheint dabei aktuell eine Preissteigerung von ca. 3 % pro Jahr. Dafür sprechen vor allem der anhaltende Wohnungsmangel und die weiterhin niedrige Neubautätigkeit. Gleichzeitig begrenzen vergleichsweise hohe Bauzinsen, steigende Baukosten und die wirtschaftliche Unsicherheit das Tempo der Erholung.

Diese gegensätzlichen Markttrends werden voraussichtlich zu einem immer größer werdenden Unterschied zwischen Städten und ländlichen Regionen führen. Besonders in Metropolen und wirtschaftsstarken Regionen dürfte der Preisdruck steigen, während in strukturschwächeren Gebieten auch stagnierende oder rückläufige Wohnungspreise möglich sind.

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Jasmin Löhr | Expertin für Vermietung & Verwaltung

6. Wie kann man den Wohnungspreis realistisch ermitteln?

Ein erster Näherungswert des Wohnungspreises lässt sich aus Wohnfläche und Quadratmeterpreis einer Wohnung berechnen. Die Rechnung ist einfach, berücksichtigt aber weder die individuellen Eigenschaften der Wohnung noch die konkrete Lage innerhalb einer Stadt oder Gemeinde.

Taschenrechner Icon blau
Allgemeine Formel für den Wohnungspreis:

Wohnungspreis = Wohnfläche × Quadratmeterpreis

Eine professionelle Wohnungsbewertung ist deshalb deutlich aussagekräftiger. Dabei werden unter anderem Lage, Wohnfläche, Baujahr, Zustand, Ausstattung, energetische Qualität, Etage, Balkon oder Stellplatz sowie aktuelle Vergleichsangebote und Marktdaten berücksichtigt. Das Ergebnis ist ein individueller Marktwert beziehungsweise eine fundierte Einschätzung des erzielbaren Preisniveaus. Gerade beim Wohnungsverkauf hilft das, einen zu hohen oder zu niedrigen Angebotspreis zu vermeiden und die Vermarktung so erfolgreich wie möglich zu gestalten. 

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7. Welche Faktoren beeinflussen den Quadratmeterpreis für Wohnungen?

Der Quadratmeterpreis für Wohnungen entsteht aus dem Zusammenspiel vieler Eigenschaften der Immobilie und des lokalen Marktes. Manche Faktoren sind dauerhaft prägend, andere verändern sich mit der Nachfrage oder dem wirtschaftlichen Umfeld. Für die konkrete Preisermittlung sollten deshalb immer alle Merkmale gemeinsam betrachtet werden. Besonders stark prägen die folgenden Faktoren den Preis einer Wohnung:

  • Lage: Die Lage ist häufig der wichtigste Einflussfaktor auf den Wohnungspreis. Entscheidend sind unter anderem Stadt oder Gemeinde, Mikrolage, Verkehrsanbindung, Infrastruktur, Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, Freizeitangebote, Lärm und das unmittelbare Wohnumfeld.
  • Baujahr: Das Baujahr gibt Hinweise auf Bauweise, Grundriss, technische Standards und den voraussichtlichen Modernisierungsbedarf. Neuere Wohnungen erzielen häufig höhere Preise, wobei eine hochwertige Sanierung älterer Gebäude den Preisunterschied deutlich verringern kann.
  • Baulicher Zustand und Energieeffizienz: Dach, Fassade, Fenster, Heizung, Leitungen und andere Bauteile beeinflussen, welche Investitionen nach dem Kauf zu erwarten sind. Eine gute Energieeffizienz kann die laufenden Kosten reduzieren, während ein hoher Sanierungsbedarf den erzielbaren Wohnungspreis pro Quadratmeter entsprechend begrenzen kann.
  • Art der Immobilie: Auch die konkrete Immobilienart spielt eine Rolle. Eine Eigentumswohnung im Altbau, ein Neubau, eine Maisonette, ein Penthouse oder eine Erdgeschosswohnung mit Garten sprechen unterschiedliche Käufergruppen an und können deshalb bei vergleichbarer Wohnfläche erheblich unterschiedliche Preise erzielen.
  • Ausstattung: Balkon, Terrasse, Aufzug, Einbauküche, hochwertiges Bad, Fußbodenheizung, Stellplatz oder Tiefgarage können den Wert einer Wohnung erhöhen. Entscheidend ist dabei nicht nur die Anzahl der Ausstattungsmerkmale, sondern auch deren Qualität, Zustand und Nachfrage am jeweiligen Standort.
  • Angebot und Nachfrage: Der lokale Markt bestimmt, wie viele Interessenten auf wie viele vergleichbare Wohnungen treffen. Bei knappem Angebot und hoher Nachfrage können Verkäufer höhere Preise durchsetzen, bei einem großen Angebot oder einer schwachen Nachfrage müssen sie häufig stärker über den Preis konkurrieren. 

8. Wann ist ein Makler bei Preisgestaltung und Wohnungsverkauf sinnvoll?

Ein Immobilienmakler kann beim Wohnungsverkauf weit mehr leisten als die Erstellung eines Exposés. Er kann den Wohnungspreis anhand von Vergleichsobjekten und Marktdaten einschätzen, die Vermarktungsstrategie entwickeln, Interessenten vorqualifizieren und die Preisvorstellung in den Verkaufsverhandlungen vertreten. Ob die Unterstützung eines Wohnungsmaklers sinnvoll ist, hängt jedoch von der Immobilie, der Marktsituation, der eigenen Erfahrung und dem gewünschten Aufwand ab.

Die Entscheidung ist damit keine grundsätzliche Frage von „Mit oder ohne Makler verkaufen?“. Entscheidend ist, welche Leistungen Sie beim Verkauf benötigen und welchen Aufwand Sie selbst übernehmen können. Bei einer hochwertigen oder schwer vergleichbaren Wohnung kann insbesondere die professionelle Preisermittlung und Verhandlungsführung einen relevanten Mehrwert bieten. 

Ein Makler beim Wohnungsverkauf ist sinnvoll, wenn …
  • Sie den lokalen Immobilienmarkt und die Preisbildung nicht genau kennen.
  • Sie einen möglichst marktgerechten Angebotspreis ermitteln möchten.
  • Sie viele Interessenten erreichen und die Vermarktung professionell aufsetzen möchten.
  • Sie Verhandlungen nicht selbst führen möchten.
  • Sie wenig Zeit für Anfragen, Besichtigungen und Unterlagen haben.
  • die Wohnung besondere Merkmale, einen hohen Wert oder eine schwierige Marktsituation aufweist.
Ein Wohnungsverkauf ohne Makler kann möglich sein, wenn …
  • Sie den regionalen Markt gut kennen und vergleichbare Verkaufspreise zuverlässig einschätzen können.
  • Sie ausreichend Zeit für Bewertung, Vermarktung und Besichtigungen haben.
  • Sie bereits geeignete Kaufinteressenten haben oder selbst eine große Reichweite erzielen.
  • Sie sicher und sachlich über Preis und Vertragsbedingungen verhandeln können.
  • Sie den organisatorischen Aufwand und die Erstellung des Exposés selbst übernehmen können.
  • die Wohnung unkompliziert zu bewerten und am lokalen Markt gut vergleichbar ist.
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9. Fazit: Wie kann ich den aktuellen Wohnungspreis bestmöglich nutzen?

Ob für Immobilienverkauf, Kauf oder Vermietung – wer sich mit dem Wohnungspreis beschäftigt, sollte vor allem darauf achten, dass es nicht den einen bundesweiten Durchschnittswert gibt. Der Preis einer Wohnung entsteht vielmehr aus dem Zusammenspiel von Lage, Immobilie und dem aktuellen Markt. Eigentümer sollten deshalb den Angebotspreis nicht allein aus einem allgemeinen Quadratmeterpreis ableiten. Eine individuelle Immobilienbewertung und die Analyse vergleichbarer Angebote schaffen eine wesentlich bessere Grundlage, um weder unnötig auf Verkaufserlös zu verzichten noch mit einem überhöhten Preis potentielle Käufer abzuschrecken.

Käufer können Durchschnittswerte dagegen nutzen, um Angebote zunächst einzuordnen und regionale Preisunterschiede besser zu verstehen. Für die konkrete Kaufentscheidung sollten zusätzlich jedoch Zustand, Energieeffizienz, Lage, Hausgeld, anstehende Sanierungen und Finanzierungskosten geprüft werden. So wird aus dem allgemeinen Wohnungspreis eine realistische Einschätzung, ob ein konkretes Angebot zum eigenen Budget und zur Immobilie passt.

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Wie hoch sind die durchschnittlichen Wohnungspreise in Deutschland?

Im September 2026 liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Eigentumswohnungen in Deutschland bei rund 3.286 Euro. Die tatsächlichen Wohnungspreise unterscheiden sich jedoch erheblich nach Lage, Baujahr, Ausstattung und Zustand. Aktuell reichen die Preise von etwa 1.957 bis 5.698 Euro pro Quadratmeter.

Werden die Immobilienpreise 2026 sinken?

Eine flächendeckende Preissenkung ist 2026 bislang nicht erkennbar. Hier ist vielmehr das Gegenteil der Fall: In 71 von 80 deutschen Großstädten sind die Angebotspreise für Eigentumswohnungen binnen Jahresfrist gestiegen. Gleichzeitig entwickeln sich die Regionen unterschiedlich, sodass einzelne wirtschaftsschwache Märkte durchaus Preisrückgänge verzeichnen.

Welche Prognosen gibt es für Immobilienpreise in 2027?

Für 2027 erwarten Experten einen weiteren Anstieg der durchschnittlichen Wohnungspreise. Entscheidend bleiben insbesondere Finanzierungskosten, Wohnungsangebot, Baukosten und die regionale Nachfrage. Angespannte Wohnungsmärkte könnten demnach weiterhin Preiszuwächse verzeichnen, während schwächere Regionen oder Immobilien mit hohem Sanierungsbedarf zukünftig möglicherweise sogar an Wert verlieren.

Was sind die 10 teuersten Städte in Deutschland für Wohnungen?

Bei den aktuellen Angebotspreisen für Eigentumswohnungen zählen vor allem München, Hamburg, Frankfurt am Main, Berlin, Köln, Düsseldorf, Stuttgart, Nürnberg, Hannover und Bremen zu den hochpreisigen Großstädten. München liegt mit einem durchschnittlichen Wohnungspreis von ca. 7.829 €/m² vorne, gefolgt von Frankfurt am Main mit ca. 5.124 €/m². Die genaue Reihenfolge hängt jedoch vom Stichtag ab.

Wie viel kostet ein Quadratmeter Wohnung in Deutschland?

Der durchschnittliche Quadratmeterpreis einer Wohnung beträgt in Deutschland im Jahr 2026 rund 3.286 Euro. Das ist jedoch nur ein Orientierungswert, denn in günstigen Segmenten liegen die Angebotspreise für Eigentumswohnungen bei etwa 1.957 Euro, während sie im oberen Segment bis durchschnittlich 5.698 Euro erreichen.

Kann ich den Preis einer Wohnung steigern?

Bestimmte Maßnahmen können den erzielbaren Wohnungspreis erhöhen. Besonders relevant sind ein gepflegter Zustand, eine zeitgemäße Ausstattung und energetische Verbesserungen. Ob sich eine Investition tatsächlich lohnt, hängt jedoch von Kosten, Lage und Zielgruppe ab, denn nicht jede Modernisierung lässt sich vollständig über den Verkaufspreis zurückgewinnen.

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