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Haus verkaufen: Was beim Hausverkauf 2026 zu beachten ist

Ein Haus verkauft sich nicht nebenbei – schon kleine Fehler können Zeit, Geld und Nerven kosten. Wer 2026 sein Haus verkaufen möchte, braucht einen klaren Plan für Vorbereitung, Vermarktung, Vertragsabschluss und Übergabe. Hier erfahren Sie, was Sie rund um das große Projekt „Haus verkaufen“ beachten sollten – plus detailliertem Ratgeber mit 25 Praxistipps und hilfreichen Checklisten zum Download.

Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Hausverkauf dauert in der Regel 6 bis 12 Monate. Beachten Sie, dass die Vorbereitung die aufwändigste Phase ist und den Erfolg des Hausverkaufs maßgeblich beeinflusst.
  • Überlegen Sie gut, ob Sie Ihr Haus privat verkaufen oder einen Makler beauftragen. Die Entscheidung beeinflusst Verkaufserlös, Arbeitsaufwand, Vermarktungsqualität und rechtliche Sicherheit im gesamten Verkaufsprozess.
  • Suchen Sie einen professionellen Makler für Ihren Hausverkauf, nutzen Sie unsere kostenlose und unverbindliche Maklerempfehlung. Wir finden den passenden Makler für Ihren Hausverkauf!
Inhaltsverzeichnis

1. Schritt für Schritt: Wie ist der Ablauf beim Hausverkauf?

Ein Hausverkauf lässt sich grob in drei Phasen gliedern: die Vorbereitung, die Immobilienvermarktung und die rechtliche sowie finanzielle Abwicklung. Wer den Ablauf beim Hausverkauf früh strukturiert, reduziert Verzögerungen, Preisabschläge und unnötige Risiken. Die folgende Grafik zeigt alle Schritte im Überblick und verdeutlicht, was Sie beim Hausverkauf beachten sollten.

Haus richtig verkaufen - Hausverkauf Ablauf
1
Immobilienwert des Hauses ermitteln

Am Anfang eines Hausverkaufs steht die realistische Immobilienbewertung. Online-Rechner und eigene Vergleiche liefern erste Richtwerte, berücksichtigen Besonderheiten wie Mikrolage, Modernisierungsstand oder Rechte im Grundbuch jedoch nur eingeschränkt. Für einen belastbaren Angebotspreis können Sie einen qualifizierten Sachverständigen oder einen erfahrenen regionalen Makler mit der Hausbewertung beauftragen.

2
Verkaufsstrategie planen

Definieren Sie Verkaufsziel, Zeitrahmen, Zielgruppe und Vermarktungsweg. Ein familiengerechtes Einfamilienhaus wird anders präsentiert als ein vermietetes Anlageobjekt. Legen Sie außerdem fest, ob Sie den Hausverkauf mit Makler oder privat durchführen, welche Preisstrategie Sie verfolgen und welcher Zeitpunkt zu Ihrer persönlichen sowie zur regionalen Marktsituation passt.

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Der Immobilienwert als Grundlage

Lassen Sie den Marktwert Ihres Hauses vor der Vermarktungsplanung prüfen, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Über immoverkauf24 erhalten Sie eine kostenlose Ersteinschätzung und auf Wunsch Kontakt zu einem erfahrenen regionalen Immobilienexperten.

3
Unterlagen und Verkauf vorbereiten

Beschaffen und prüfen Sie die verkaufsrelevanten Unterlagen, bevor das Haus online geht. Dazu zählen insbesondere Angaben zum Eigentum, zur Bausubstanz, zu Flächen, Belastungen und zur Energieeffizienz. Fehlende Dokumente erhalten Sie je nach Unterlage etwa bei Behörden, Banken oder beauftragten Fachleuten.

4
Exposé erstellen und Haus vermarkten

Erstellen Sie ein aussagekräftiges Exposé mit korrekten Objektangaben, professionellen Fotos, Grundrissen, Lageinformationen und einem nachvollziehbaren Angebotspreis. Wählen Sie passende Immobilienportale und ergänzende regionale Kanäle. Pflichtangaben aus dem Energieausweis müssen bereits in kommerziellen Immobilienanzeigen erscheinen, sofern ein gültiger Ausweis vorliegt. Eine vollständige und ehrliche Darstellung stärkt das Vertrauen.

5
Interessenten auswählen und Besichtigungen durchführen

Koordinieren Sie Anfragen, qualifizieren Sie Interessenten vor und planen Sie Besichtigungen effizient, beispielsweise in gebündelten Einzelterminen. Bereiten Sie Haus, Grundstück und Unterlagen sorgfältig vor, beantworten Sie Fragen sachlich und dokumentieren Sie wesentliche Informationen. Spätestens bei der Besichtigung ist der Energieausweis vorzulegen – selbiges gilt für die Kommunikation bekannter erheblicher Mängel.

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Tipp zur Interessentenauswahl

Lassen Sie sich vor verbindlichen Zusagen eine Finanzierungsbestätigung oder einen geeigneten Kapitalnachweis vorlegen. Ein hoher Preis nützt wenig, wenn die Käuferseite den Erwerb nicht zuverlässig finanzieren kann.

6
Kaufpreis verhandeln und Notartermin vereinbaren

Vergleichen Sie Angebote nicht nur nach dem Kaufpreis, sondern auch nach Finanzierungsnachweis, gewünschtem Übergabetermin und möglichen Bedingungen. Sind Sie sich einig, übermitteln Sie dem Notariat alle Vertragsdaten. Ein Hausverkauf wird erst durch die notarielle Beurkundung des Kaufvertrags rechtswirksam. Prüfen Sie den Vertragsentwurf sorgfältig und lassen Sie Kaufpreis, Übergabe, Inventar, Mängelangaben und Lastenfreistellung eindeutig regeln.

7
Kaufpreiszahlung und Hausübergabe abwickeln

Nach der Beurkundung veranlasst das Notariat unter anderem die Auflassungsvormerkung und organisiert die Löschung nicht übernommener Belastungen. Erst nach der Fälligkeitsmitteilung zahlt die Käuferseite den Kaufpreis. Anschließend erfolgen die Besitz- und Schlüsselübergabe. Die Eigentumsumschreibung im Grundbuch wird erst nach vollständiger Zahlung beantragt. Halten Sie den Zustand des Hauses in einem Übergabeprotokoll fest.

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Wichtig!

Wenn Sie Ihr Haus verkaufen, sollten Sie die Immobilie erst nach Zahlung des kompletten Kaufpreises übergeben. An diesem Tag übergeben Sie nämlich auch viele wichtige Dokumente und haben danach keinen Zugriff mehr. Warten Sie also mit der Übergabe, bis das Geld auf Ihrem Konto ist. In Ausnahmefällen können Sie auch eine frühere Übergabe vereinbaren, wenn der Käufer den Kaufpreis bereits auf ein Notaranderkonto überwiesen hat.

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Wie lange dauert ein Hausverkauf?

Für einen Hausverkauf sollten Sie häufig sechs bis zwölf Monate einplanen. Wie lange es tatsächlich dauert, hängt vor allem von Vorbereitung, Lage, Zustand, Nachfrage und Angebotspreis ab und kann im Einzelfall erheblich variieren. Ein marktgerechter Preis, vollständige Unterlagen und eine professionelle Vermarktung können den Prozess deutlich beschleunigen.

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2. Welche wichtigen Unterlagen benötigt man beim Hausverkauf?

Wer ein Haus verkaufen möchte, benötigt nicht nur die Unterlagen, die bei jedem Immobilienverkauf relevant sind. Zusätzlich fallen haus- und grundstücksspezifische Nachweise an, etwa zu Bauzustand, Grundstücksgrenzen oder Modernisierungen. Vollständige Hausverkauf-Unterlagen schaffen Vertrauen, erleichtern die Prüfung durch Kaufinteressenten und verhindern unnötige Verzögerungen bis zum Notartermin.

Checkliste der wichtigsten Unterlagen beim Hausverkauf:

3. Welche Kosten und Steuern fallen bei einem Hausverkauf an?

Beim Hausverkauf entscheidet nicht nur der Kaufpreis darüber, wie viel Geld Ihnen am Ende bleibt. Maklerprovision, Grundschuldlöschung, eine mögliche Vorfälligkeitsentschädigung und Steuern können den Nettoerlös spürbar mindern. Prüfen Sie daher frühzeitig, welche Kosten beim Hausverkauf tatsächlich anfallen, wer sie vertraglich trägt und welche Steuerbefreiungen genutzt werden können.

Kostenart 

Wer zahlt? 

Details und Höhe in Deutschland 2026 

Maklerprovision 

Verkäufer und gegebenenfalls Käufer 

 

 

Die Höhe der Maklerprovision ist gesetzlich nicht festgelegt und grundsätzlich verhandelbar. Häufig beträgt die Gesamtprovision bis zu 7,14 % inklusive Mehrwertsteuer, bei hälftiger Teilung also jeweils 3,57 %. 

Notar- und Grundbuchkosten 

In der Regel der Käufer 

Für Beurkundung, Auflassungsvormerkung, Eigentumsumschreibung und weitere Vollzugsschritte werden insgesamt meist etwa 1,5 bis 2 % des Kaufpreises angesetzt. Die Notar- und Grundbuchkosten sind bundesweit gesetzlich geregelt. Kosten für die Lastenfreistellung trägt üblicherweise der Verkäufer. 

Löschung alter Grundschulden und Belastungen 

Verkäufer 

Soll die Käuferseite ein lastenfreies Grundstück erhalten, müssen nicht übernommene Grundschulden oder andere Rechte gelöscht werden. Für Notariat und Grundbuchamt entstehen abhängig vom eingetragenen Grundschuldbetrag häufig ungefähr 0,2 bis 0,4 % der Grundschuldsumme. Maßgeblich ist nicht die noch offene Darlehensschuld.

Spekulationssteuer bzw. Einkommensteuer 

Verkäufer 

Eine private Veräußerung kann steuerpflichtig sein, wenn zwischen Anschaffung und Verkauf nicht mehr als zehn Jahre liegen. Versteuert wird nicht der gesamte Kaufpreis, sondern der steuerpflichtige Gewinn mit dem persönlichen Einkommensteuersatz. Von der Spekulationssteuer befreit bleibt der Verkauf unter anderem bei ausschließlicher Eigennutzung oder bei Eigennutzung im Verkaufsjahr und in den beiden vorherigen Kalenderjahren. 

Vorfälligkeitsentschädigung 

Verkäufer 

Wird ein laufendes Immobiliendarlehen wegen des Verkaufs vorzeitig zurückgezahlt, kann die Bank eine angemessene Entschädigung verlangen. Einen festen Prozentsatz gibt es für die Vorfälligkeitsentschädigung nicht – entscheidend sind unter anderem Restschuld, verbleibende Zinsbindung und Zinsentwicklung. Nach zehn Jahren seit vollständiger Auszahlung kann ein Darlehen grundsätzlich mit sechsmonatiger Frist entschädigungsfrei gekündigt werden. 

Energieausweis und weitere Verkaufsunterlagen 

Verkäufer 

Fehlt ein gültiger Energieausweis, entstehen je nach Ausweisart, Gebäude und Aufwand meist Kosten von ungefähr 100 bis 500 €. Hinzu können Gebühren für Grundbuchauszüge, Flurkarten, Bauakten, Grundrisse oder eine neue Wohnflächenberechnung kommen. 

Grunderwerbsteuer 

In der Regel der Käufer 

Die Grunderwerbsteuer gehört nicht zu den unmittelbaren Verkäuferkosten, beeinflusst aber die finanzielle Belastbarkeit potenzieller Käufer. Sie beträgt 2026 abhängig vom Bundesland 3,5 bis 6,5 % des Kaufpreises. Eine abweichende Kostenregelung im Kaufvertrag ändert grundsätzlich nichts an der Steuerschuld gegenüber dem Finanzamt. 

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immoverkauf24 Hinweis

Wie hoch die Kosten beim Hausverkauf tatsächlich ausfallen, hängt von Kaufpreis, Vermarktungsart, Finanzierung und Eigentumsdauer ab. Wer sein Haus verkaufen will, sollte beachten, dass insbesondere Maklerprovision, Vorfälligkeitsentschädigung und Spekulationssteuer nicht pauschal berechnet werden können. Entscheidend sind die individuelle Vertrags- und Steuersituation.

4. Welche Gründe sprechen dafür, sein Haus in 2026 zu verkaufen?

Ein Hausverkauf kann 2026 sinnvoll sein, wenn Marktbedingungen und persönliche Ziele zusammenpassen. Die Immobilienpreise lagen im ersten Quartal 2026 deutschlandweit 1,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Wer sein Haus verkaufen möchte, sollte allerdings mehr beachten als den durchschnittlichen Immobilienpreis für ganz Deutschland: Regionale Preisunterschiede, Gebäudezustand, steuerliche Folgen und die eigene Lebensplanung können einen Hausverkauf sinnvoll oder unpassend werden lassen.

Gründe für einen Hausverkauf in 2026

  • Erholtes Preisniveau nutzen: Nach den deutlichen Preiskorrekturen früherer Jahre setzte sich die Erholung des deutschen Wohnimmobilienmarktes Anfang 2026 fort. Eigentümer können deshalb vielerorts wieder bessere Verkaufsbedingungen vorfinden, wobei Lage, Zustand und Energieeffizienz entscheidend bleiben.
  • Begrenztes Neubauangebot kann Bestandsimmobilien attraktiver machen: Im Jahr 2025 wurden deutschlandweit 18 Prozent weniger Wohnungen fertiggestellt als im Vorjahr. Insbesondere in nachgefragten Regionen kann das knappe Neubauangebot das Interesse an bezugsfertigen Bestandsimmobilien unterstützen.
  • Anstehende Sanierungen vermeiden: Stehen eine Dach-, Heizungs- oder Fassadensanierung und weitere kostspielige Arbeiten bevor, kann ein Hausverkauf vor Beginn der Maßnahmen sinnvoll sein. Dabei sollten Sie den Renovierungsbedarf transparent darstellen und im Angebotspreis angemessen berücksichtigen.
  • Steigendes Mietniveau nutzen: Die Mieten stiegen insbesondere in den beliebten Ballungsräumen weiter an. Eine solche Mietsituation kann die Nachfrage nach Kaufobjekten steigern und somit noch bessere Verkaufspreise ermöglichen.
  • Eine günstige regionale Marktsituation ausnutzen: Die deutschlandweite Preisentwicklung sagt wenig über den konkreten Wert eines einzelnen Hauses aus. Besteht in Ihrer Region eine hohe Nachfrage nach vergleichbaren Objekten, kann 2026 ein geeigneter Verkaufszeitpunkt sein. Eine aktuelle Immobilienbewertung schafft hierfür die notwendige Entscheidungsgrundlage.
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Persönliche Ziele entscheiden mit

Marktdaten, Steuerfragen und Instandhaltungskosten liefern wichtige Argumente, ersetzen aber keine persönliche Entscheidung. Berücksichtigen Sie auch Ihre Bindung an das Haus, familiäre Pläne, den gewünschten Wohnort und den passenden Zeitpunkt. Ein wirtschaftlich attraktiver Hausverkauf ist nur sinnvoll, wenn er zu Ihrer Lebenssituation passt.

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5. Welche Risiken und Fehler gibt es beim Hausverkauf zu beachten?

Ein Hausverkauf betrifft meist einen erheblichen Teil des privaten Vermögens und lässt sich nachträglich nur schwer korrigieren. Wer sein Haus verkaufen möchte, sollte deshalb Preisfindung, Unterlagen, Käuferauswahl und Vertragsgestaltung sorgfältig vorbereiten. Die folgenden Hausverkauf-Tipps zeigen, was Sie beim Hausverkauf beachten sollten, um finanzielle Verluste, Verzögerungen und rechtliche Auseinandersetzungen zu vermeiden.

Die fünf größten Risiken und Fehler beim Hausverkauf

  1. Einen unrealistischen Angebotspreis festlegen: Ein überhöhter Preis verlängert häufig die Vermarktung und macht spätere Preissenkungen erforderlich, während ein zu niedriger Preis dazu führen kann, dass Sie einen Teil des erzielbaren Verkaufserlöses verschenken.
  2. Mit unvollständigen oder fehlerhaften Angaben werben: Fehlende Unterlagen, unzutreffende Flächenangaben oder ein nicht rechtzeitig vorgelegter Energieausweis können Interessenten verunsichern, die Finanzierung verzögern und gesetzliche Pflichten verletzen.
  3. Bekannte Mängel oder rechtliche Belastungen verschweigen: Wer versteckte Mängel wie beispielsweise Feuchtigkeitsschäden, nicht genehmigte Umbauten oder bestehende Nutzungsrechte bewusst verheimlicht, kann sich trotz eines vertraglichen Haftungsausschlusses erheblichen Gewährleistungs- und Schadensersatzansprüchen aussetzen.
  4. Die Zahlungsfähigkeit der Kaufinteressenten nicht prüfen: Ohne Finanzierungsbestätigung oder geeigneten Kapitalnachweis besteht das Risiko, dass der ausgewählte Käufer den Kaufpreis nicht aufbringen kann und der Hausverkauf nach langen Verkaufsverhandlungen scheitert.
  5. Vertragsentwurf und Verkaufsabwicklung nicht sorgfältig prüfen: Kaufpreisfälligkeit, Übergabetermin, Inventar, Lastenfreistellung und bekannte Mängel müssen eindeutig geregelt sein, wobei der Grundstückskauf erst durch die notarielle Beurkundung rechtswirksam wird.

6. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um ein Haus zu verkaufen?

Der richtige Zeitpunkt für einen Hausverkauf ist erreicht, wenn Marktbedingungen, persönliche Ziele und Verkaufsbereitschaft zusammenpassen. Wer sein Haus verkaufen und einen möglichst hohen Verkaufspreis erzielen möchte, sollte daher nicht allein auf bundesweite Preisprognosen achten. Entscheidend sind vor allem die regionale Nachfrage, die Finanzierungsmöglichkeiten potenzieller Käufer sowie Zustand, Präsentation und Vorbereitung der Immobilie. Auch steuerliche Fristen und der geplante Übergabetermin können die Entscheidung und den idealen Verkaufszeitpunkt beeinflussen.

Regionale Nachfrage und Bauzinsen berücksichtigen

Ob 2026 ein guter Zeitpunkt für hohe Verkaufserlöse ist, entscheidet sich vor allem am regionalen Immobilienmarkt. Steigende oder stabile Preise können den Verkauf unterstützen, sind aber keine Garantie für den Bestpreis. Wichtiger ist, wie viele vergleichbare Häuser angeboten werden, wie hoch die Nachfrage ist und welche Kaufpreise tatsächlich erzielt werden. Auch die Bauzinsen wirken sich auf den Erfolg beim Immobilienverkauf aus: Höhere Finanzierungskosten begrenzen häufig das Budget potenzieller Käufer, während günstigere Kredite den Interessentenkreis vergrößern können. Beobachten Sie deshalb nicht nur bundesweite Trends, sondern vor allem Ihren lokalen Teilmarkt. Frühjahr und früher Herbst erleichtern häufig die Präsentation, doch ein gut vorbereitetes Haus lässt sich grundsätzlich ganzjährig erfolgreich verkaufen.

Verkaufsbereitschaft des Hauses prüfen

Ein guter Marktzeitpunkt allein reicht nicht aus. Für einen möglichst hohen Verkaufspreis sollte das Haus vollständig verkaufsbereit sein. Prüfen Sie vor dem Verkaufsstart insbesondere:

  • vollständige und aktuelle Verkaufsunterlagen
  • nachvollziehbare Wohn- und Grundstücksflächen
  • geklärte Eigentums- und Grundbuchverhältnisse
  • einen gültigen Energieausweis
  • einen realistischen Angebotspreis
  • professionelle Fotos und eine zielgruppengerechte Vermarktung
  • Beachten Sie: Kleinere Mängel mit überschaubarem Aufwand können vor dem Verkauf behoben werden, größere Sanierungen rechnen sich dagegen nicht automatisch. Außerdem kann Warten sinnvoll sein, wenn wichtige Unterlagen fehlen oder die regionale Nachfrage ungewöhnlich schwach ist. Der beste Zeitpunkt ist meist erreicht, wenn ein überzeugend vorbereitetes Angebot auf ausreichend zahlungsfähige Interessenten trifft. 
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Expertenkommentar
Was ist Verkäufern in der aktuellen Marktsituation zu raten?

Vom Verkäufermarkt zum Käufermarkt: "Wer verkaufen muss oder möchte, sollte sich die Preissteigerung anschauen, die seit Erwerb stattgefunden haben. [...] Trotz Preiskorrekturen machen Verkäufer meist hohe Gewinne."

Constanze Zumbaum 2023
Constanze Zumbaum | Immobilienmaklerin

7. Haus verkaufen mit Makler oder privat – was ist besser?

Ob Sie Ihr Haus privat verkaufen oder einen Immobilienmakler beauftragen sollten, hängt von Ihren Erfahrungen, zeitlichen Möglichkeiten und der Komplexität des Verkaufs ab. Beide Wege können erfolgreich sein, bieten jedoch unterschiedliche Vorteile und Einschränkungen. Entscheidend ist, welche Aufgaben Sie selbst zuverlässig übernehmen können und wie viel Unterstützung Sie beim Hausverkauf benötigen. Beachten Sie außerdem, dass die Entscheidung für einen privaten Hausverkauf weder die notarielle Beurkundung noch gesetzliche Informationspflichten ersetzt.

Für einen Makler entscheiden Sie sich, wenn …
  • Sie wenig Erfahrung mit Immobilienbewertung, Vermarktung und Verkaufsverhandlungen haben.
  • Ihnen Zeit für Unterlagenbeschaffung, Interessentenkommunikation und Besichtigungen fehlt.
  • Sie Unterstützung bei der Ermittlung eines marktgerechten Angebotspreises benötigen.
  • Ihr Haus schwer einzuschätzen, sanierungsbedürftig, vermietet oder rechtlich besonders komplex ist.
  • Sie Kaufinteressenten vorqualifizieren und Verhandlungen professionell führen lassen möchten.
  • Ihnen die fachliche Begleitung und Arbeitsentlastung wichtiger sind als die Einsparung der Maklerprovision.
Ihr Haus privat verkaufen können Sie, wenn …
  • Sie den Ablauf eines Immobilienverkaufs kennen oder sich gründlich in alle Aufgaben einarbeiten können.
  • Sie ausreichend Zeit für Vorbereitung, Anfragen, Besichtigungen und Verhandlungen einplanen können.
  • Sie den Immobilienwert realistisch einschätzen und Ihre Preisentscheidung mit belastbaren Marktdaten begründen können.
  • Ihr Haus und die Eigentumsverhältnisse überschaubar sind und alle wichtigen Unterlagen vollständig vorliegen.
  • Sie Interessenten, Finanzierungsnachweise und Kaufangebote selbst sorgfältig prüfen können.
  • Sie die Vermarktung selbst übernehmen und dadurch eine mögliche Verkäuferprovision vermeiden möchten.
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Sicherheitsrisiken beim privaten Hausverkauf

Beim privaten Hausverkauf prüfen Sie Interessenten ohne professionelle Vorauswahl. Kontrollieren Sie deshalb Identität und Finanzierung, lassen Sie unbekannte Personen nicht unbeaufsichtigt durch das Haus und versenden Sie sensible Dokumente nur geschützt und geschwärzt. Vorsicht ist außerdem bei verdächtigen Links, ausländischen Zahlungsmodellen und ungewöhnlichen Geldforderungen geboten – hier kann es sich um Betrug handeln.

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8. Tipps vom Experten: Was sollten Sie beim Hausverkauf noch beachten?

Beim Hausverkauf entscheiden häufig Details über Verkaufserlös, Haftungsrisiken und eine reibungslose Abwicklung. Professionelle Hausverkauf-Tipps setzen deshalb nicht nur bei Unterlagen oder Immobilienfotos an. Wer ein Haus verkaufen möchte, sollte insbesondere seine Verhandlungsgrenzen berechnen, den Marktstart strategisch planen und mündliche Absprachen beweissicher im Kaufvertrag festhalten.

  • 1. Berechnen Sie einen Netto-Mindestpreis

Legen Sie Ihre Preisuntergrenze nicht nach Gefühl fest, sondern ziehen Sie vom erwarteten Verkaufspreis die Darlehensrestschuld, eine mögliche Vorfälligkeitsentschädigung, Steuern, Maklerkosten und die Kosten der Lastenfreistellung ab, damit Sie in Verhandlungen stets wissen, welcher Betrag Ihnen tatsächlich verbleibt.

  • 2. Behandeln Sie den Marktstart nicht als Testphase

Starten Sie direkt mit einem marktgerechten Angebotspreis und einem festgelegten Verhandlungskorridor, denn eine lange Vermarktungsdauer mit wiederholten Preissenkungen kann Kaufinteressenten misstrauisch machen und Ihre spätere Verhandlungsposition schwächen.

  • 3. Dokumentieren Sie bekannte Mängel im Kaufvertrag

Informieren Sie Kaufinteressenten nicht nur mündlich über Feuchtigkeit, Altlasten, ungenehmigte Umbauten oder andere wesentliche Besonderheiten, sondern lassen Sie die Aufklärung möglichst konkret in der notariellen Urkunde festhalten, da ein allgemeiner Gewährleistungsausschluss bei arglistig verschwiegenen Mängeln nicht schützt.

  • 4. Übergeben Sie die Schlüssel erst nach vollständiger Zahlung

Vereinbaren Sie Besitz-, Nutzen-, Lasten- und Schlüsselübergang grundsätzlich erst nach Eingang des vollständigen Kaufpreises, da Sie bei einer vorzeitigen Übergabe weiterhin Eigentümer sein können, während die Käuferseite das Haus bereits nutzt und zusätzliche Haftungs- oder Räumungsrisiken entstehen. 

9. Fazit: Wie gelingt Ihr Hausverkauf in 2026 besonders gut?

Ein guter Hausverkauf entsteht nicht dadurch, dass jeder einzelne Schritt maximal optimiert wird, sondern dass Preis, Zeitpunkt und Vorgehen zusammenpassen. Wer 2026 sein Haus erfolgreich verkaufen möchte, sollte deshalb zuerst ein klares Verkaufsziel definieren: Soll es schnell gehen, soll der höchste realistische Preis erzielt werden oder zählt vor allem Planungssicherheit? Diese Priorität bestimmt den gesamten Ablauf.

Darauf aufbauend sollten Eigentümer alle Entscheidungen konsequent an diesem Ziel ausrichten – von der Preisstrategie, über die Vermarktung, bis zur Wahl zwischen Privatverkauf und Hausmakler. Entscheidend ist, Unsicherheiten früh zu reduzieren und nicht erst unter Zeitdruck zu reagieren. Wer beim Hausverkauf vorausschauend handelt, behält Verhandlungsspielraum, erkennt Risiken früher und schafft die besten Voraussetzungen für einen Abschluss, der wirtschaftlich, rechtssicher und persönlich überzeugt.

Haus verkaufen – was beachten? Tipps, Checkliste & Ratgeber 2026

Sie möchten genauer wissen, was Sie beim Hausverkauf beachten sollten? Noch ausführlicher begleitet Sie unser kostenloser Ratgeber durch den gesamten Verkaufsprozess – von der Vorbereitung und Immobilienbewertung, bis zur Auswahl eines geeigneten Maklers und zum sicheren Verkaufsabschluss. Neben einem konkreten Leitfaden und 25 Praxistipps erhalten Sie zusätzliche Checklisten für den Hausverkauf sowie verständliche Antworten auf wichtige Fragen wie:

  • Welche Faktoren bestimmen den Wert Ihres Hauses?
  • Was ist bei der Beauftragung eines Maklers zu beachten?
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Die wichtigsten Fragen & Antworten zum Hausverkauf
Ist es sinnvoll, sein Haus jetzt zu verkaufen?

Ein Verkauf kann derzeit sinnvoll sein, wenn der erzielbare Marktpreis zu Ihren persönlichen und finanziellen Zielen passt. Die Wohnimmobilienpreise lagen im ersten Quartal 2026 bundesweit 1,4 Prozent über dem Vorjahr, entscheidend bleiben jedoch Lage, Zustand und regionale Nachfrage.

Was muss ich beachten, wenn ich mein Haus verkaufe?

Ermitteln Sie zunächst den realistischen Marktwert Ihres Hauses, klären Sie Grundbuch, Finanzierung sowie mögliche Steuern und verwenden Sie korrekte Objektangaben. Bekannte wesentliche Mängel müssen offengelegt werden, der Energieausweis ist spätestens bei der Besichtigung vorzulegen und der Kaufvertrag notariell zu beurkunden.

Was sind die größten Risiken beim Hausverkauf?

Zu den größten Risiken beim Hausverkauf zählen ein falscher Angebotspreis, fehlerhafte Angaben, ungeprüfte Käuferbonität, unklare Vertragsregelungen und eine Schlüsselübergabe vor vollständiger Zahlung. Besonders teuer kann das Verschweigen bekannter Mängel werden, weil ein vereinbarter Haftungsausschluss dann nicht schützt.

Wie kann ich mein Haus 2026 am besten verkaufen?

Am besten verkaufen Sie Ihr Haus 2026 mit einer aktuellen regionalen Bewertung, einer klaren Preisstrategie und einer professionell vorbereiteten Vermarktung. Prüfen Sie Interessenten frühzeitig auf Finanzierbarkeit und wählen Sie zwischen Privatverkauf und Makler nach Ihren fachlichen und zeitlichen Möglichkeiten.

Was muss ich ans Finanzamt zahlen, wenn ich mein Haus verkaufe?

Liegen zwischen Anschaffung und Verkauf Ihres Hauses weniger als zehn Jahre, kann der Gewinn mit Ihrem persönlichen Einkommensteuersatz steuerpflichtig sein (Spekulationssteuer). Ausnahmen gelten insbesondere bei durchgehender Eigennutzung oder Eigennutzung im Verkaufsjahr und den beiden vorherigen Kalenderjahren. Auch bei mehr als zehn Jahren im Besitz fällt keine Spekulationssteuer an.

Wann ist der beste Zeitpunkt für den Hausverkauf?

Den besten Zeitpunkt bestimmt nicht ein bestimmter Monat, sondern das Zusammenspiel aus regionaler Nachfrage, marktgerechtem Preis und Verkaufsbereitschaft. Starten Sie, wenn Unterlagen, Präsentation und Strategie stehen und genügend zahlungsfähige Interessenten erreichbar sind. Auf einen sicher vorhersehbaren Markthöhepunkt sollten Sie nicht warten.

Wie kann ich ein Haus schnell verkaufen?

Ein Haus verkauft sich meist schneller, wenn der Angebotspreis von Beginn an marktgerecht ist, alle prüfungsrelevanten Unterlagen vorliegen und das Exposé die Zielgruppe überzeugt. Qualifizieren Sie Anfragen vor Besichtigungen, fordern Sie einen Finanzierungsnachweis an und beseitigen Sie vermeidbare Verzögerungen vor dem Marktstart.

Brauche ich einen Hausmakler, um mein Haus zu verkaufen?

Ein Hausmakler ist für den Hausverkauf nicht vorgeschrieben. Ein Immobilienmakler mit Spezialisierung auf Häuser lohnt sich besonders bei wenig Erfahrung, knapper Zeit oder komplexen Objekten. Privat verkaufen können Sie, wenn Sie Bewertung, Vermarktung, Interessentenprüfung und Verhandlungen sicher beherrschen.

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