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Immobilienmakler finden & die 10 wichtigsten Fragen & Antworten

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Die 10 wichtigsten Fragen & Antworten zum Makler

1. Was ist ein Immobilienmakler und was sind seine Aufgaben?

Laut Definition präsentiert ein Immobilienmakler als Gewerbetreibender auf selbstständiger Basis Immobilien zum Kauf oder zur Miete und wird als Vermittler zwischen Immobilieninteressent und Immobilieneigentümer tätig.

  • Die wichtigsten Maklerleistungen in Kurzform:
  • Aufgaben eines Maklers bei Verkauf:

Ein Immobilienmakler bespricht zunächst die Verkaufsziele und Verkaufsbedingungen mit dem Eigentümer. Diese können stark variieren, je nachdem ob es sich um einen Hausverkauf, einen Wohnungsverkauf, den Verkauf einer Kapitalanlage oder einen Grundstücksverkauf handelt. Die Art der Immobilie ist dafür ausschlaggebend. Im nächsten Schritt nimmt er eine Wertermittlung vor Ort vor und entwickelt eine Verkaufsstrategie. Ist diese mit dem Eigentümer abgestimmt, trägt der Makler alle Informationen zur Immobilie zusammen und bereitet ein Verkaufsexposé vor.

Im Rahmen der Vermarktung bietet der Immobilienmakler die Immobilie sowohl vorgemerkten Kunden aus seiner Datenbank als auch der breiten Öffentlichkeit an, indem er unterschiedlichste Vermarktungswege wählt (Immobilienportale, gedruckte Werbemittel, Zeitungen, Verkaufsgalgen vor Ort, etc.). Er koordiniert Immobilienbesichtigungen, führt diese durch und berät Kaufinteressenten. Der Makler prüft die Bonität von Kaufinteressenten und unterstützt bei der Baufinanzierung. Er führt Verkaufsverhandlungen und balanciert Verkäufer- und Käuferinteressen aus. Ist ein Käufer gefunden, bereitet der Makler den Kaufvertrag vor und klärt die weitere Abwicklung. Er ist bei der notariellen Beurkundung und bei der Objektübergabe dabei.

  • Aufgaben des Immobilienmaklers bei Vermietung:

Bei der Vermietung von Immobilien hilft der Immobilienmakler nach Besichtigung des Objektes bei der Kalkulation eines angemessenen Mietpreises. Er erstellt ein Exposé der Immobilie und macht hierfür die Fotos. Der Makler inseriert die Immobilie auf Internetportalen und bewirbt sie auch offline, zum Beispiel durch Zeitungsannoncen. Weiterhin stellt er die Immobilie potenziellen Mietern aus seiner Kartei vor und koordiniert die Besichtigungen.

Der Immobilienmakler hat bei der Vermietung besonderes Augenmerk auf die Bonitätsprüfung der Mieter zu legen. Das Risiko eines Einzuges von Mietnomaden oder zahlungsunwilligen bzw. zahlungsunfähigen Mietern wird so minimiert. Er gibt dem Vermieter einen vermieterfreundlichen Mietvertrag an die Hand, übernimmt die Übergabe der Wohnung oder des Hauses und kümmert sich um die Zahlung einer Mietkaution.

2. Welche Leistungen bietet ein guter Makler darüber hinaus?

Wer sich genauer mit den Aufgaben eines Immobilienmaklers befasst, stellt schnell fest, dass diese sehr umfangreich sind. Um ein Top-Makler zu sein, muss man die Kundenerwartungen übertreffen und viel mehr Leistungen als der Durchschnittsmakler erbringen.

  • Beispiele für Aufgaben von Top-Maklern:
  • Top-Makler kümmern sich nicht nur um den Verkauf der Immobilie, sondern helfen den Eigentümern auch eine neue Immobilie zu finden.
  • Sie bitten nicht die Eigentümer alle Verkaufsunterlagen zusammenzustellen, sondern kümmern sich selbst um die notwendigen Voraussetzungen (z. B. Verwalterzustimmung bei Wohnungsverkauf einholen, Energieausweis erstellen, aktuelle Grundbuchauszüge organisieren, Flurkarte beschaffen, Grundrisse einholen/zeichnen, mit dem Bauamt sprechen, etc.).
  • Sie nehmen nicht einfach einen Auftrag entgegen, sondern hinterfragen die persönliche und finanzielle Situation des Eigentümers genau (z. B. Wie hoch ist die Restschuld des Immobiliendarlehens?, Was würde die Ablösung an Vorfälligkeitsentschädigung kosten?, Muss ein Entrümpelungsunternehmen beauftrag werden?, etc.).
  • Sie bewerten die Immobilie nicht nach Gefühl, sondern ziehen die Kaufpreissammlung des örtlichen Gutachterausschusses zu Rate und nehmen eine Detailbetrachtung unter Anwendung unterschiedlichster Bewertungsmethoden vor.
  • Top-Makler bieten die Immobilie nicht einfach so an, sondern machen sich auch Gedanken über die Objektpräsentation oder greifen sogar auf Konzepte wie Homestaging zurück, um die Immobilie von Ihrer besten Seite zu präsentieren.
  • Sie machen nicht einfach Fotos und stellen die Immobilie mit ein paar Standardtexten ins Internet. Stattdessen machen sie erst einmal ein Vermarktungskonzept und bereiten die Informationen für jeden Vermarktungsweg gezielt auf.
  • Sie warten nicht einfach auf Besichtigungswünsche, sondern sprechen proaktiv Suchkunden an und telefonieren allen Interessenten hinterher, die ein Exposé abgefordert haben.
  • Sie nehmen nicht Kaufpreisangebote entgegen, sondern beraten Käufer, verhandeln hart für den Eigentümer, etc.
  • Und natürlich bringt sich ein Top-Makler auch bei der Gestaltung von Kaufverträgen und beim Notar mit seinem Wissen ein, um den Eigentümer rechtlich abzusichern.

immoverkauf24 hat zum Vergleich der Maklerqualität eine 37-Punkte Checkliste entwickelt, anhand der man einen guten Makler erkennen kann. Weiterhin bieten wir Ihnen eine kostenlose und unverbindliche Maklerempfehlung an.

3. Wie findet man einen guten Immobilienmakler?

Maklersuche 1

Als Laie ist es schwierig, einen guten von einem weniger guten Immobilienmakler zu unterscheiden. Zwar können Hinweise wie eine Mitgliedschaft im IVD (Immobilienverband Deutschland) positive Zeichen sein, doch wie genau die Erfahrung und das Verkaufs- bzw. Präsentations- und Verhandlungsgeschick des Immobilienmaklers sind, ist nicht ersichtlich. Die auf Immobilien- und Bewertungsportalen veröffentlichten Maklerbewertungen sind häufig gefälscht und wurden von Freunden und Familie erstellt. Der "Platzhirsch" in der Region muss nicht zwangsläufig der beste Makler sein, sondern könnte auch einfach nur das größte Werbebudget haben. Um ein Top-Makler zu sein, muss man die Kundenerwartungen übertreffen und viel mehr Leistungen als der Durchschnittsmakler erbringen.

Bei der Auswahl des für Sie passenden Maklers achten wir explizit auf:

  • Vermarktungsleistungen und –erfolge: eine regelmäßige Verkaufsaktivität des Maklers in Ihrer Region
  • Kenntnisse des Immobilienmaklers bzgl. Art und Lage Ihrer Immobilie
  • Qualitätsnachweise wie z.B. IVD-Mitgliedschaft, Ausbildung als Gutachter, Auszeichnungen etc.
  • Service- und Dienstleistungskompetenz: hohe Servicequalität (gute telefonische Erreichbarkeit, kostenlose Immobilienbewertung, kostenloser Energieausweis)
  • Weiterempfehlung von Bestandskunden, positive Kundenbewertungen
Kostenlose Maklerempfehlung

Schnell & einfach seriösen Immobilienmakler finden.

4. Was kostet ein Immobilienmakler? Welche Provision ist angemessen?

  • Vergütung bei Immobilienverkauf

Ein Immobilienmakler erhält im Falle eines erfolgreichen Verkaufs einer Maklercourtage. Die Höhe der Provision ist grundsätzlich frei verhandelbar. Je nach Bundesland beträgt sie zwischen brutto 3,57 bis 7,14% des Kaufpreises der Immobilie. Meistens tragen sowohl Verkäufer als auch Käufer die Provision hälftig (siehe auch Maklerprovision), es gibt aber auch Bundesländer, wo nur der Käufer die Maklerprovision bezahlt. Mit dem im August 2019 beschlossenen Wohnpaket wurde jedoch eine bundesweite Neuregelung der Maklerprovision für Mitte 2020 angekündigt. Mit der Einführung des entsprechenden Gesetzesentwurfs teilen sich Käufer und Verkäufer künftig die Maklerprovision..

  • Bezahlung des Maklers bei Vermietung

Seit 2015 gilt das sogenannte Bestellerprinzip: Wer den Immobilienmakler beauftragt, bezahlt ihn auch. Da dies in der Regel der Vermieter ist, muss dieser die Kosten für den Makler übernehmen. Wie auch beim Verkauf gilt: Die Maklergebühren sind frei vereinbar und nicht in Stein gemeißelt. Eigentümer, die eine Wohnung oder ein Haus vermieten möchten, sollten folglich über die Höhe der Provision verhandeln.

 

5. In welchen Fällen darf keine Maklerprovision verlangt werden?

Makler Provision bezahlen

Laut Gesetz dürfen Maklergebühren nur berechnet werden, wenn Immobilienmakler und Eigentümer bzw. Immobilienverkäufer unterschiedliche Personen sind. Der Hauptvertrag muss mit "Dritten" abgeschlossen werden. Auch Ehepaare können hier nicht tricksen, denn aus der Vermittlung der Immobilie des Ehepartners zur Vermietung an einen Dritten entsteht kein Provisionsanspruch. Da bei der Vermietung ohnehin das Bestellerprinzip gilt und der den Makler bezahlt, der ihn beauftragt hat, erübrigt sich die Problematik hier.

Bei Kaufverträgen ist die rechtliche Situation unklar, allgemein gilt auch hier das, was bei Vermietung gilt, der Kaufvertrag muss mit einer dritten Person abgeschlossen werden. Es gibt jedoch Ausnahmen, war z.B. dem Käufer bekannt, dass Vermittler/Makler und Eigentümer ein Ehepaar sind, so hat die Rechtssprechung bereits entschieden, dass trotzdem eine Provision fällig werden kann.

Für den Immobilienmakler ist es wichtig, seine Provisionsforderung dem Kaufinteressenten ausdrücklich zu vermitteln. Eine einfache Erwähnung in Exposé oder Maklervertrag reicht nicht aus.

6. Wie wird man Immobilienmakler? Welche Ausbildung ist erforderlich?

Bislang konnte Immobilienmakler werden, wer ein unbelastetes Vorstrafenregister hatte und ein Gewerbe für die Maklertätigkeit anmeldete. Die geringen Einstiegsbarrieren wurden vielfach kritisiert, schließlich handelt es sich bei Immobiliengeschäften um finanzielle Investitionen von großer Höhe und eine gewisse Sachkunde sollte seitens des Maklers vorhanden sein. Darum wurde seit Jahren ein Sachkundenachweis für Immobilienmakler gefordert. Allerdings ist ein entsprechendes Gesetz so nicht umgesetzt worden. Das neue Gesetz beinhaltet nunmehr lediglich eine Weiterbildungspflicht für Immobilienmakler und –verwalter und ist am 1. August 2018 in Kraft getreten.

Wer Immobilienmakler werden möchte, sollte sich jedoch nicht auf der aktuell geltenden Regelung ausruhen, sondern den Weg über eine fundierte Ausbildung wählen. Einerseits ist damit zu rechnen, dass der Sachkundenachweis künftig erforderlich sein wird, um den Beruf auszuüben, andererseits wird nur, wer ein sehr gutes Fachwissen hat, Kunden akquirieren können.

  • Ausbildung zur Immobilienkauffrau bzw. Immobilienkaufmann

Der Deutsche Immobilienverband empfiehlt eine dreijährige Ausbildung zur Immobilienkauffrau / zum Immobilienkaufmann als Grundlage für die Ausübung des Maklerberufes. Die Ausbildung erfolgt dual und neben dem theoretischen Wissen aus der Berufsschule wird die Praxis in einem Maklerbüro erlernt. Auch wenn es keine gesetzliche Vorgabe gibt: Für die meisten Betriebe sind ein Realschulabschluss oder das Abitur Voraussetzung für die Vergabe einer Ausbildungsstelle. Die Prüfungen nimmt die Industrie- und Handelskammer ab.

  • Studium

Die Studiengänge Immobilienwirtschaft und Immobilienmanagement vermitteln tiefes Immobilienwissen und bereiten auf den Beruf des Immobilienmaklers vor. Zu berücksichtigen ist hierbei jedoch, dass der Praxisanteil weitestgehend fehlt und somit die Erfahrung im Maklerberuf außerhalb des Studiums gesammelt werden muss.

  • Fernlehrgänge

Zahlreiche Institute bieten Fernlehrgänge an, die die erforderlichen Fachkenntnisse an künftige Immobilienmakler vermitteln sollen. Hierbei ist zu bedenken, dass die praktische Ausbildung in der Regel fehlt und sich mit Fernkursen gutes Geld verdienen lässt, schließlich werden hierfür zwischen 1.500 und 2.000 € pro Kurs aufgerufen. Die Chancen, mit einer solchen "Ausbildung" einen Job zu bekommen, sind denkbar gering. Sinnvoll ist ein Fernlehrgang für diejenigen, die bereits eine branchennahe Ausbildung absolviert haben und sich auf die Prüfung der IHK zum Immobilienfachwirt vorbereiten möchten.

7. Warum hat der Makler-Beruf einen so schlechten Ruf?

Immobilienmakler genießen in Deutschland nicht den besten Ruf. Kritisiert wird, dass Immobilienmakler ihr Geld leicht verdienen würden, oft zu wenig über die Wohnungen und Häuser aus ihren Karteien wüssten und sich auf der großen Nachfrage nach Immobilien ausruhten. Schwarze Schafe der Branche sorgen immer wieder dafür, dass der Berufsstand der Immobilienmakler nicht mit Seriosität in Verbindung gebracht wird. Trotzdem ist der Maklerberuf Traum vieler und wer eine Immobilie verkaufen oder kaufen, vermieten oder mieten möchte, profitiert von Erfahrung und Können eines guten Immobilienmaklers.

8. Was verdient ein Immobilienmakler?

Die Frage nach dem Verdienst eines Immobilienmaklers lässt sich nicht pauschal beantworten, schließlich sind Makler selbständig tätig und arbeiten in einem Provisionsgeschäft. Ein Immobilienmakler, der hochpreisige Objekte akquirieren kann, der gute Kontakte zu Investoren, Bauträgern und anderen Branchenkollegen hat, sich einen Namen aufbauen konnte und weiterempfohlen wird sowie über ein hervorragendes Verkaufs- und Verhandlungsgeschick verfügt, kann sicher viel Geld verdienen.

"Normale" Immobilienmakler haben ein "normales" Einkommen. Schlechte Immobilienmakler ein geringes Einkommen. Wer sich für den Beruf des Immobilienmaklers interessiert, sollte sich ein realistisches Bild von diesem Beruf machen. Ein Praktikum bei einem Immobilienmakler ist ein guter Einstieg. Wer den Beruf ergreifen möchte, um schnell oder einfach viel Geld zu verdienen, sollte die Jobwahl noch einmal überdenken.

9. Privat verkaufen oder Immobilienmakler einschalten?

Ein Haus privat zu verkaufen bietet sich an, wenn der Verkäufer so erfahren und versiert ist, dass er kaum Fehler macht. Das ist aber meistens nicht der Fall. Ein Makler verkauft tagtäglich Immobilien und kann die Vermarktung daher professioneller als eine Privatperson steuern. So gibt ein Immobilienmakler z.B. mehr Geld für die Bewerbung einer Immobilie aus als der durchschnittliche Privatverkäufer. Mit einer breiten Vermarktung steigt die Wahrscheinlichkeit, den Käufer zu finden, der bereit ist, den höchsten Preis zu bezahlen.

Zudem organisiert ein Immobilienmakler den Verkaufsprozess von A bis Z und sichert den Verkauf rechtlich ab. Privatverkäufer unterschätzen oftmals den Zeit- und Kostenaufwand. Im Endeffekt ist ein guter Immobilienmakler sein Geld wert.

10. Worauf sollten Sie im Maklervertrag achten?

Grundsätzlich ist es für Eigentümer empfehlenswert, einen qualifizierten Alleinauftrag mit einem Makler abzuschließen, damit sich der Immobilienmakler auch wirklich voll für den Immobilienverkauf einsetzt.

Hinweis!

Hat der Eigentümer schon selbst Interessenten für die Immobilie, können diese separat im Maklervertrag aufgenommen werden und vom Provisionsanspruch des Immobilienmaklers freigestellt werden bzw. gesondert behandelt werden.

Der Maklervertrag sollte in der Regel eine Laufzeit von 4 bis 6 Monaten haben, in Einzelfällen auch bis zu einem Jahr. Weitere Informationen, wann ein Maklervertrag zu Stande kommt und wie man diesen ggf. kündigen bzw. wiederrufen kann, finden Sie ausführlich auf unsere Seite Maklervertrag.

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