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Weniger Darlehen vergeben – Auswirkungen der Wohnimmobilienkreditrichtlinie?

Trends 06.09.2016 Lea Melcher
Wohnimmobilienkreditrichtlinie

Die Sparkassen haben im ersten Halbjahr 2016 erheblich weniger Immobiliendarlehen vergeben als im Vorjahreszeitraum. Die Wohnimmobilienkreditrichtlinie (WIKR) der Europäischen Union wird als Grund für die neue Vorsicht der Banken bei der Baufinanzierung vermutet. 8,9% Rückgang bei der Kreditvergabe wurden verzeichnet, so der Deutsche Sparkassen- und Giroverband. Im ersten Halbjahr dieses Jahres wurden 24 Milliarden Euro an Immobilienkrediten vergeben – dies ist zwar noch immer ein sehr hoher Wert, vergleicht man die vergangenen Jahre, doch der Rückgang ist spürbar. Einen anderen Grund als die neue EU-Regelung, die seit März 2016 im deutschen Recht verankert ist, können Branchenkenner nicht finden.

Seit die WIKR in Kraft getreten ist, müssen Darlehensnehmer sehr viel stärker hinsichtlich ihrer zukünftigen Zahlungskraft überprüft werden. Der Wert von Haus oder Wohnung bei einem späteren Immobilienverkauf verliert an Bedeutung. Obwohl die Bank durch eine Grundschuld im Falle der Zahlungsunfähigkeit des Darlehensnehmers die Immobilie als Sicherheit hat, darf sie dies nicht als Faktor bei der Darlehensvergabe berücksichtigen. Immobilienvermögen hat an Wert verloren, ein hohes Einkommen des Kreditnehmers ist wichtiger geworden. Besonders junge Familien und ältere Menschen bekommen seltener Darlehen, da sich ihre Einkommenssituation durch Wegfall eines Gehaltes oder Renteneintritt zum schlechteren verändern kann und die Banken hier vorsichtig mit der Darlehensvergabe sind. Kritiker halten die Auswirkungen der Wohnimmobilienkreditrichtlinie für falsch. In Deutschland wurden Verbraucher aus ihrer Sicht auch bisher ausreichend vor Überschuldung geschützt, die neue Regelung der EU führe dazu, dass eigentlich kreditwürdige Antragsteller keine Darlehen bekommen.

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