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Käuferprovision: alles Wichtige zur Käufercourtage

Bei der Beauftragung eines Maklers mit der Vermittlung einer Immobilie, fällt nach dem Verkauf und mit Abschluss des Kaufvertrags eine Provision an. Wie hoch diese für den Käufer ausfällt und ob diese verhandelbar ist, erfahren Sie hier - die wichtigsten Informationen zum Provisionsanteil des Käufers.

1. Was ist die Käuferprovision?

Hat der Käufer beim Immobilienverkauf eine Maklerprovision zu entrichten, so wird diese auch als Käufercourtage oder Außenprovision bezeichnet. Die Außenprovision wird offen ausgewiesen. Sie bemisst sich als bestimmter Prozentsatz auf den Verkaufspreis der Immobilie und ist alleine vom Käufer zu zahlen. Für die Höhe der Käuferprovision gibt es keine gesetzlichen Vorgaben. In der Regel variiert die Courtage von Bundesland zu Bundesland und liegt zwischen 3 und 7 Prozent. Die Käuferprovision fällt insbesondere dann niedrig aus, wenn zusätzlich eine Verkäufercourtage zwischen Eigentümer und Makler vereinbart wurde.

Das der beauftragende Verkäufer die Provision vollständig auf den Käufer abwälzt, ist nur noch bis zum 23.12.2020 zulässig, dann greift das „Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser“. Dieses sieht vor, dass sich Verkäufer und Käufer die Maklercourtage im Regelfall teilen. Eine reine Innenprovision ist jedoch auch möglich. Ebenfalls eine reine Außenprovision, falls der Käufer dem Makler einen Suchauftrag erteilt und dieser das Kaufobjekt zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Portfolio bzw. an der Hand hatte.

immoverkauf24 Info: Aufteilung der Maklerprovision - was Makler, Käufer und Verkäufer jetzt schon bedenken müssen

Die wichtigsten Informationen zur Neuregelung der Maklercourtage ab 23.12.2020 finden Sie unter "Maklerprovision- neues Gesetz: Wer zahlt bei Verkauf/Kauf?". Aber schon jetzt sollten Makler und Verkäufer Vereinbarungen im Vertrag aufnehmen, was nach dem Inkrafttreten des Gesetzes für ihr Vertragsverhältnis gilt. Das ist für den Fall wichtig, dass der Makler erst nach diesem Datum einen Käufer findet. Ein Entwurf für eine entsprechende Vertragsklausel finden Sie unter Muster-Maklervertrag für Immobilienverkauf und Vermietung

2. Käufercourtage nach Bundesländern: Wie hoch fällt sie aus?

In folgenden Bundesländern übernimmt üblicherweise noch außschließlich der Käufer die Courtage, d. h. die Maklerleistungen werden komplett vom Käufer bezahlt:

Bundesland
Käufercourtage in %
Berlin 7,14 %
Brandenburg 7,14 %
Bremen 5,95 %
Hamburg 6,25 %
Hessen 5,95 %

Alle Angaben inkl. 19 % MwSt.

Diese Regelung endet am 23.12.2020 (siehe oben). In allen anderen Bundesländern wird die Maklerprovision zwischen Verkäufer und Käufer üblicherweise geteilt. So zahlen Immobilienverkäufer und Käufer anteilig jeweils 3,57 % inkl. MwSt. Maklercourtage.

Die Höhe der Maklercourtage bemisst sich an der Höhe des Kaufpreises, d. h. je höher der Kaufpreis, desto höher die Courtage. Wie der Tabelle zu entnehmen ist, wird aktuell in Berlin und in Brandenburg die höchste Käuferprovision erhoben. So muss der Immobilienkäufer in Berlin 7,14 % inkl. MwSt. des Kaufpreises Provision an den Makler zahlen.

3. Ist die Käuferprovision verhandelbar?

Da die Höhe der Maklerprovision in Deutschland gesetzlich geregelt ist, kann diese grundsätzlich frei verhandelt werden. Immobilienkäufer können deshalb immer versuchen mit dem Makler über die Höhe zu verhandeln. Ob ein Makler dann bereit ist auf einen Teil seiner Provision zu verzichten, hängt von vielen Faktoren ab. Gibt es beispielsweise weitere Interessenten für das Objekt, die bereit sind den Kaufpreis zu zahlen und nicht über die Maklergebühren verhandeln, dann könnte der Makler in diesem Fall geneigt sein, dem anderen Interessenten den Vorzug zu geben.

Derzeit hängt die Höhe der Käuferprovision vom Bundesland ab. Dies könnte sich jedoch ändern, sollten die Überlegungen zur Einführung des Bestellerprinzips beim Immobilienkauf, die Bundesjustizministerin Katharina Barley (SPD) im August 2018 äußerte, umgesetzt werden. Eine Käufercourtage würde dann nur noch anfallen, wenn der Erwerber den Makler mit der Immobiliensuche beauftragt hat. Üblicherweise erteilt jedoch der Verkäufer einen Maklerauftrag.

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