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Baufinanzierung: Ist die Zinswende da?

Finanzierung 25.01.2017 Claudia Lindenberg
Bauzinsen

Die Zinsen für Immobiliendarlehen sind nach einem Rekordtief im Herbst vergangenen Jahres wieder leicht gestiegen. Ist damit bereits eine Trendwende hin zu einem deutlich steigenden Zinsniveau eingeleitet? Von geldpolitischer Seite sei kurzfristig nicht mit Aufwärtsimpulsen zu rechnen, heißt es vom Baufinanzierungsvermittler Interhyp. Dafür spricht auch die jüngste Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), den Leitzins unverändert bei null Prozent zu belassen. Doch die US-Notenbank Federal Reserve hat mit der leichten Leitzinsanhebung um 0,25 Prozentpunkte bereits im Dezember einen ersten Schritt in Richtung Zinswende unternommen. Zudem hat Notenbankchefin Janet Yellen bis zu drei Zinsschritte für dieses Jahr angekündigt. Dem kann sich die EZB auf Dauer nicht verschließen, auch wenn sie vorerst an ihrem Kurs festhält: Sie würde sonst riskieren, dass zu viel Kapital statt in Europa in den USA angelegt wird, da es dort höher verzinst wird.

Inflation könnte Zinsanstieg nach sich ziehen

Ausgelöst wurde der US-Zinsschritt unter anderem durch die anziehende Konjunktur und die steigende Inflation, die zum großen Teil auf den gestiegenen Ölpreis zurückgeht. Gleiches gilt für die Inflation in Europa, die mit 1,1 Prozent den höchsten Wert seit 2013 erreicht hat. Die EZB sieht aktuell dennoch keinen Handlungsbedarf, drosselt aber ihr monatliches Anleihekaufprogramm, das mindestens noch bis Ende dieses Jahres fortgesetzt werden soll. Die Folge: Ein größerer Anstieg der Rendite europäischer Anleihen wird damit bis auf weiteres verhindert. Dies wirkt sich auch auf die Verzinsung von Immobilienkrediten aus, denn diese ist eng an die Entwicklung der Renditen von Pfandbriefen gekoppelt. Über die Vergabe dieser Anleihen besorgen sich die Banken das Geld für die Immobiliendarlehen, die sie vergeben. Da sich Pfandbriefe und Staatsanleihen zur gleichen Anlagekategorie gehören, entwickeln sich auch die Renditen ähnlich.

Mittel- bis langfristig steigende Zinsen erwartet

Angesichts dieser Rahmenbedingungen zeigt auch das jüngste Bauzins-Trendbarometer – eine Umfrage, die Interhyp monatlich unter zehn Banken durchführen lässt – für die kommenden Wochen zunächst keinen eindeutigen Aufwärtstrend. Auf Sicht von sechs bis zwölf Monaten hingegen geht die Mehrheit der Befragten von einem Zinsanstieg aus. Der Chefvolkswirt der ING-Diba etwa erwartet übers Jahr gesehen einen Anstieg um 0,5 bis hin zu einem Prozentpunkt. Im historischen Vergleich dürfte Baugeld auch dann noch sehr günstig bleiben. Extrem niedrige Zinsen deutlich unterhalb der Ein-Prozent-Marke wie zuletzt im Herbst 2016 dürften allerdings der Vergangenheit angehören.

Tipp:
Angesichts der Zinsentwicklung sollten Immobilienbesitzer mit einem Darlehen, dessen Sollzinsbindung demnächst ausläuft, die Bauzinsentwicklung genau verfolgen und über eine Anschlussfinanzierung nachdenken. Damit das Thema nicht vergessen wird, kann es sinnvoll sein, schon einmal unverbindlich ein Angebot der finanzierenden Bank für die Prolongation des Darlehens einzuholen. Falls die Zinsbindung erst in ein bis drei Jahren ausläuft, lassen sich die derzeit gegen einen kleinen Aufschlag noch sehr günstige Konditionen über Forward-Darlehen festzurren. In beiden Fällen ist es aufgrund der Zinsunterschiede unbedingt ratsam, einen Bauzinsvergleich durchzuführen und die Konditionen mehrerer Anbieter zu prüfen.

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