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Prolongation Darlehen

Prolongation

Das Wort "Prolongation" – abgeleitet vom lateinischen prolungare (verlängern) – klingt komplizierter als der Vorgang, um den es eigentlich geht. Der Begriff steht dafür, dass ein bestehender Darlehensvertrag nach Ablauf der Sollzinsbindung bei der bisherigen Bank mit einem neu vereinbarten Sollzins fortgeführt wird. Üblicherweise unterbreitet die Bank einige Wochen vor Ablauf der Sollzinsbindung ein Prolongationsangebot für die Anschlussfinanzierung – spätestens dann stellt sich für den Darlehensnehmer die Frage, ob er das Angebot annimmt oder nicht. Falls nein, ist allerdings eine Finanzierungszusage einer anderen Bank erforderlich, denn es muss zum Ablauf der Zinsbindung gewährleistet sein, dass die Restsumme anderweitig finanziert wird.

Gut zu wissen: Eine Prolongation ist auch im Voraus über ein Forward-Darlehen möglich – also bereits mehrere Jahre vor der Anschlussfinanzierung.

Vorteile der Prolongation

  • 1. Einfach und unkompliziert

Für die Prolongation spricht auf jeden Fall die einfache Handhabung. Man muss sich um nichts kümmern, der Darlehensvertrag bleibt bestehen, lediglich die Zinsen werden angepasst. Man weiß, mit wem man es bei der Bank zu tun hat, die Konditionen sind hinreichend bekannt, was Sondertilgungen und den Tilgungssatz angeht – denn die anfangs vereinbarten Bedingungen der Baufinanzierung gelten auch weiterhin.

  • 2. Keine erneute Prüfung von Bonität und Immobilie

Ein entscheidender Vorteil besteht zudem darin, dass keine erneute Bonitätsprüfung stattfindet. Die Bank hat ja bereits ihre Erfahrungen mit dem Darlehensnehmer gemacht und weiß, dass er pünktlich die Darlehensraten zahlt. Auch die Immobilie wird nicht erneut einer Prüfung unterzogen. Beides kann durchaus vorteilhaft sein und spart zumindest den Aufwand, die Unterlagen zusammenzutragen, die für eine Finanzierungszusage erforderlich sind.

  • 3. Keine zusätzlichen Kosten

Für die Prolongation spricht außerdem, dass keine Kosten im Zusammenhang mit dem Darlehen anfallen, denn an der im Grundbuch eingetragenen Grundschuld muss nichts geändert werden.

Tipps von immoverkauf24:

Wer seit dem Abschluss des ursprünglichen Darlehensvertrags finanziell deutlich besser dasteht – beispielsweise über ein weit höheres Gehalt – sollte dies der Bank ruhig unaufgefordert mitteilen. Gleiches gilt auch für die Immobilie: Gab es zwischenzeitliche Wertsteigerungen oder wurde sie umfassend renoviert, lassen sich im besten Fall bessere Konditionen für die Prolongation erzielen, da beides zu einem niedrigeren Risiko für die Bank führt.

Einspar-Tipp

Vor der Prolongation empfiehlt es sich, noch einmal durchzurechnen, ob nicht ein Teil der Restschuld mit Sparguthaben getilgt werden kann und ein geringerer Betrag weiterfinanziert wird. Dies kann bei einer Prolongation berücksichtigt werden, ein zusätzlicher Darlehensbedarf – beispielsweise für eine zwischenzeitlich erforderliche Modernisierung – kann hingegen nicht berücksichtigt werden. In diesem Fall kommt eher eine Umschuldung infrage.

Nachteile der Prolongation

  • 1. Höherer Sollzins

So weit, so einfach. Doch die bequeme Abwicklung hat gegebenenfalls ihren Preis – in Form eines unattraktiven Sollzinssatzes. Oftmals spekulieren die Banken auf die Bequemlichkeit ihrer Kunden und unterbreiten für die Anschlussfinanzierung ein Angebot mit schlechteren Konditionen, als dies bei Neukunden der Fall wäre. Da andere Banken wiederum durchaus ein Interesse daran haben, als Anschlussfinanzierer mit besseren Konditionen zu überzeugen, kann sich ein Wechsel rentieren. Daher sollte vor der Annahme eines Prolongationsangebots ein Baugeld-Vergleich durchgeführt werden. Dieser Angebotsvergleich ist mit unserem Anschlussfinanzierungsrechner einfach möglich und zeigt, ob sich eine Umschuldung und der damit verbundene Aufwand lohnen. Generell lohnt eine Prolongation umso eher, je niedriger die Restschuld ist, die zum Zeitpunkt der Anschlussfinanzierung noch zu finanzieren ist. Denn dann fallen etwas ungünstigere Zinskonditionen nicht ganz so sehr ins Gewicht.

  • 2. Andere Konditionsnachteile

Wer sein Darlehen einfach bei seiner bestehenden Bank verlängert ohne Konkurrenzangebote zu vergleichen, kann über einen schlechten Darlehenszins hinaus weitere Nachteile erleiden. So kann es sein, dass eine andere Bank Ihnen nicht nur günstigere Zinsen bietet, sondern auch eine höhere Sondertilgung oder einen Tilgungssatzwechsel – ohne dafür extra Gebühren bzw. einen Aufschlag auf den Sollzins zu verlangen. Möglicherweise lässt sich auch durch die Einbeziehung weiterer Banken das Finanzierungskonzept insgesamt besser aufstellen, z.B. Kombination von Festdarlehen und variablen Darlehen (bietet nicht jede Bank an), andere Darlehenslaufzeiten oder durch die Einbeziehung von Fördermitteln.

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