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Grunderwerbsteuer in Schleswig-Holstein erreicht neue Rekordhöhe

Steuer 27.03.2013 Kirsten Ohlendorf
Grunderwerbsteuer

In den letzten Tagen sorgte nicht nur der neuerliche Wintereinbruch in Schleswig-Holstein für Schlagzeilen, sondern auch die Ankündigung der Landesregierung zur geplanten Erhöhung der Grunderwerbsteuer. Satte 6,5 Prozent sollen ab dem 1. Januar 2014 auf den Kaufpreis von Immobilien im nördlichsten Bundesland erhoben werden und das gerade mal ein Jahr nach der letzten Anhebung: Erst 2012 wurde die Grunderwerbsteuer von 3,5 auf 5 Prozent erhöht. Wenn der Landtag den Regierungsplänen zustimmt, wird sich die Steuerbelastung beim Immobilienkauf innerhalb von nur zwei Jahren fast verdoppeln.

Auch in anderen Bundesländern kräftige Anstiege der Grunderwerbsteuer

Mit dem neuen Rekord-Steuersatz katapultiert sich Schleswig-Holstein im Ländervergleich an die Spitzenposition in Deutschland und überholt sogar den aktuellen Spitzenreiter, das Saarland. Zum Jahresbeginn 2013 hat dieses Bundesland die Grunderwerbsteuer von 4,5 auf 5,5 Prozent angehoben, gerade mal ein Jahr nach der letzten Erhöhung. Auch in Hessen müssen Immobilienkäufer seit Jahreswechsel tiefer in die Tasche greifen, dort stieg der Steuersatz gleich um 1,5 Prozentpunkte von 3,5 auf 5 Prozent.

Des einen Leid ist des anderen Freud – die Länder haben mit der Steuererhöhung scheinbar ein probates Mittel gefunden, um ihre leeren Haushaltskassen aufzufüllen. Ein Blick in die Steuerstatistik des Bundesfinanzministeriums zeigt, dass die Grunderwerbsteuer im Gesamtjahr 2012 trotz erstmaliger Aufkommenseinbußen von 2,9 Prozent immer noch um 16,1 Prozent über den Vorjahreseinnahmen liegt. Und so könnte das neuerliche Vorpreschen Schleswig-Holsteins schnell Nachahmer unter den übrigen Bundesländern finden. In Niedersachsen ließ die neue rot-grüne Landesregierung bereits Pläne verlauten, die Grunderwerbsteuer in der laufenden Legislaturperiode von derzeit 4,5 Prozent auf 5 Prozent anzuheben.

Auswirkungen der Steuererhöhung

Doch wie wirken sich diese Maßnahmen auf das Kaufverhalten im Immobiliensektor aus? Zusätzlich zu den in den letzten Jahren teils drastisch gestiegenen Immobilienpreisen müssen Immobilienkäufer nun auch noch deutlich höhere Kaufnebenkosten bei ihrer Budgetplanung berücksichtigen. Die Kaufnebenkosten setzen sich aus Grunderwerbsteuer, Maklerprovision sowie Notar- und Grundbuchkosten zusammen und erreichen in einigen Bundesländern bereits heute knapp 13 bis 14 Prozent, die zum eigentlichen Kaufpreis kalkuliert werden müssen.

Übersicht Kaufnebenkosten nach Bundesländern:

Bundesland Steuersatz Käufercourtage Notarkosten 1) Gesamtkosten
Baden-Württemberg 5,0 % 3,57 % 1,5 % 10,1 %
Bayern 3,5 % 3,57 % 1,5 % 8,6 %
Berlin 5,0 % 7,14 % 1,5 % 13,6 %
Brandenburg 5,0 % 7,14 % 1,5 % 13,6 %
Bremen 4,5 % 5,95 % 1,5 % 12,0 %
Hamburg 4,5 % 6,25 % 1,5 % 12,3 %
Hessen 5,0 % 5,95 % 1,5 % 12,5 %
Mecklenburg-Vorpommern 5,0 % 3,57 % 1,5 % 10,1 %
Niedersachsen 4,5 % 3,57-5,95 % 1,5 % 9,57-11,95 %
Nordrhein-Westfalen 5,0 % 3,57 % 1,5 % 10,1 %
Rheinland-Pfalz 5,0 % 3,57 % 1,5 % 10,1 %
Saarland 5,5 % 3,57 % 1,5 % 10,6 %
Sachsen 3,5 % 3,57 % 1,5 % 8,6 %
Sachsen-Anhalt 4,5 % 3,57 % 1,5 % 9,6 %
Schleswig-Holstein 6,5 % 2) 3,57 % 1,5 % 11,6 % 2)
Thüringen 5,0 % 3,57 % 1,5 % 10,1 %

1) Notar- und Grundbuchkosten (ca. Angaben)
2) Geplante Erhöhung

Quelle und Copyright: immoverkauf24

Hinzu kommt, dass die meisten Kreditinstitute bei einer Immobilienfinanzierung verlangen, dass der Käufer die Kaufnebenkosten aus Eigenmitteln bezahlen muss. Geht man beispielsweise von einem Kaufpreis von 300.000 Euro aus, so müsste der Käufer zusätzliche Kaufnebenkosten bis zu einer Höhe von 39.000 bis 42.000 Euro veranschlagen. Wen wundert es da, dass so mancher Traum vom Eigenheim zerplatzt, weil die potenziellen Käufer noch stärker überlegen, wie viel sie sich überhaupt leisten können bzw. wollen. Daran dürfte auch die Begründung der Finanzministerin Monika Heinold (Bündnis90/Die Grünen) für die Steuererhöhung „Für private Immobilienkäufer wird die höhere Belastung gegenwärtig durch das sehr niedrige Zinsniveau aufgefangen.“ nicht viel ändern.

Niels Jacobsen, Geschäftsführer von immoverkauf24, berichtet: „Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass die Zeit nach einer Anhebung der Grunderwerbsteuer stets von einer gewissen Zurückhaltung beim Immobilienkauf geprägt ist. Oftmals versuchen Kaufinteressenten auch, die gestiegenen Kaufnebenkosten beim Kaufpreis wieder einzusparen und erweisen sich als zähe Verhandlungspartner. Eigentümer, die ohnehin planen, ihr Haus oder ihre Wohnung in Schleswig-Holstein in nächster Zeit zu verkaufen, sind daher gut beraten, den Zeitpunkt des Immobilienverkaufs noch vor die geplante Steuererhöhung zu legen.“

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