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Grunderwerbsteuer 2016

Grunderwerbsteuer

Beim Erwerb einer Immobilie fällt zumeist für den Käufer die Grunderwerbsteuer an. Bemessungsgrundlage ist der Kaufpreis, auf den je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5% Grunderwerbsteuer zu zahlen sind. Diese Steuer gehört zu den Kaufnebenkosten. Bis August 2006 betrug die zu zahlende Grunderwerbsteuer einheitlich 3,5% in Deutschland, doch seit dem 01. September 2006 dürfen die Bundesländer den zu zahlenden Steuersatz selbst bestimmen. Was dazu geführt hat, dass in den meisten Ländern die Grunderwerbsteuer erhöht wurde (siehe Tabelle unten).

Fälligkeit der Grunderwerbsteuer

Nachdem ein Immobilienverkäufer einen Käufer für seine Immobilie gefunden hat, muss der Verkauf notariell beurkundet werden. Im Kaufvertrag sollte eindeutig festgelegt werden, ob der Käufer oder der Verkäufer die Grunderwerbsteuer zu entrichten hat, da per Gesetz zunächst der bisherige Eigentümer und der Erwerber Steuerschuldner sind (§13 Nr. 2 GrESt). Nach der Beurkundung schickt der Notar den unterschriebenen Kaufvertrag an das zuständige Finanzamt, welches dann die zu belastende Partei mit dem Grunderwerbsteuerbescheid anschreibt. Die Steuer ist einen Monat nach Bekanntgabe des Steuerbescheides fällig. Das Finanzamt darf aber ggf. eine längere Zahlungsfrist setzen.

Nur in Ausnahmefällen kann die Grunderwerbsteuer vermieden werden. So fällt beim Grundstückserwerb im Todesfall oder beim Grundstückserwerb im Rahmen einer Schenkung keine Grunderwerbsteuer an. Aber auch diese Vorgänge können eine Besteuerung nach sich ziehen. Grundlage hierfür sind die Bestimmungen im Erbschafts- und Schenkungssteuergesetz (siehe Erbschaftssteuer). Ebenso steuerbefreit ist der Erwerb eines Grundstücks von unter 2.500 Euro (laut §3 Nr.1 des Grunderwerbsteuergesetzes).

Sobald die Grunderwerbsteuer vom Käufer beglichen wurde, stellt das Finanzamt die sogenannte Unbedenklichkeitsbescheinigung aus, welche die Voraussetzung ist für die Eigentumsumschreibung im Grundbuch.

Erhöhung der Grunderwerbsteuer

Erst seit dem 01. September 2006 können die Bundesländer den Steuersatz selbst festlegen (siehe Art. 105 Abs. 2a Satz 2 GG). Diese Neuregelung machen sich die Länder zu Nutze, sie führte zu einer beinahe flächendeckenden Erhöhung der Grunderwerbsteuer. Als Ursache für die Erhöhung gilt die Konsolidierung der Landesfinanzen. Hintergrund ist die schlechte Haushaltslage der Länder und damit der Wunsch, mehr Geld in die Kassen zu spülen.

Immobilienkäufer müssen seit 2013 in Hessen und im Saarland mehr Grunderwerbsteuer zahlen. Seit 2014 ist die Grunderwerbsteuer in vielen weiteren Bundesländern erhöht worden. Nordrhein-Westfalen erhöhte zum 01.01.2015 die Steuer auf Grunderwerb von 5,0% auf 6,5%. Ebenso das kleinste Bundesland Saarland erhöht erneut die Grunderwerbsteuer auf 6,5%. Spitzenreiter sind im aktuellen Vergleich mit 6,5% die Länder Brandenburg, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und das Saarland.

Übersicht Grunderwerbsteuer nach Bundesländern (Stand 20.04.2016):

Bundesland Steuersatz alt Erhöhung ab Steuersatz neu
Baden-Württemberg 3,5 % 05.11.2011 5,0 %
Bayern 3,5 % keine Änderung
Berlin 4,5 % 01.01.2014 6,0 %
Brandenburg 5,0 % 01.07.2015 6,5 %
Bremen 4,5 % 01.01.2014 5,0 %
Hamburg 3,5 % 01.01.2009 4,5 %
Hessen 5,0 % 01.08.2014 6,0 %
Mecklenburg-Vorpommern 3,5 % 01.07.2012 5,0 %
Niedersachsen 4,5 % 01.01.2014 5,0 %
Nordrhein-Westfalen 5,0 % 01.01.2015 6,5 %
Rheinland-Pfalz 3,5 % 01.03.2012 5,0 %
Saarland 5,5 % 01.01.2015 6,5 %
Sachsen 3,5 % . keine Änderung
Sachsen-Anhalt 3,5 % 01.03.2012 5,0 %
Schleswig-Holstein 5,0 % 01.01.2014 6,5 %
Thüringen 3,5 % 07.04.2011 5,0 %
Quelle und Copyright: immoverkauf24
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