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Bauzinsentwicklung 2016

Die Bauzinsentwicklung ist die große Unbekannte, mit der Bauherren und Immobilienkäufer sich befassen müssen. Sie beeinflusst die Immobilienfinanzierung nämlich in zweierlei Hinsicht: So muss einerseits die Länge der Zinsbindung gewählt werden und andererseits steht für eine anstehende Anschlussfinanzierung die Frage im Raum, ob und wann ein Forward-Darlehen sinnvoll sein könnte. Für beide Entscheidungen muss der Immobilienkäufer bestimmte Annahmen treffen, denn sie stellen letztlich eine Art Wette auf steigende oder fallende Bauzinsen dar.

1. Was beeinflusst die Bauzinsentwicklung?

Die Bauzinsen hängen nicht direkt vom Leitzins ab, den die Europäische Zentralbank (EZB) vorgibt und der seit März 2016 bei null Prozent liegt. Indirekt gibt es aber einen Zusammenhang über die Pfandbriefrenditen und die Verzinsung von Staatsanleihen. Dies geschieht dadurch, dass sich die Banken die Mittel für die Baudarlehen unter anderem über die Vergabe von Pfandbriefen besorgen, deren Rendite wiederum von der Verzinsung von Staatsanleihen abhängt. Und diese wird letztlich auch vom Leitzins beeinflusst – und davon, dass die EZB aktuell massiv Anleihen aufkauft.

Vereinfacht gesagt führt eine schwächere wirtschaftliche Entwicklung zu einem niedrigen Zinsniveau, da die EZB dann versucht, über billiges Geld die Konjunktur zu beleben. Doch auch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) gibt den Takt mit vor: Erhöht sie den Leitzins, gerät auch die EZB in Zugzwang, ihre Zinspolitik anzupassen, da sonst Kapital nach Übersee abwandert.

Achtung!

Verlässlich vorhersehbar ist die Bauzinsentwicklung nicht. Es gilt also abzuwägen, wie viel Risiko man bei der Baufinanzierung eingehen kann und will. So muss beispielsweise eher auf eine Absicherung gegen steigende Zinsen achten, wer wenig Spielraum bei der Finanzierung hat. Ist mehr Spielraum vorhanden, bestehen auch mehr Möglichkeiten, den Schwerpunkt auf das Ergattern der bestmöglichen Konditionen zu legen – mit dem Risiko, dass die Wette eventuell nicht ganz aufgeht.

2. Bauzinsentwicklung Prognose: Womit rechnen Experten?

Um sich eine Meinung darüber bilden zu können, wohin die Reise mit den Hypothekenzinsen gehen könnte, empfiehlt es sich, die Nachrichten zur Zinspolitik genauer zu verfolgen. Oftmals lassen sich aus der Bauzinsentwicklung der Vergangenheit die richtigen Schlüsse ziehen, doch eine Gewähr hierfür gibt es nicht.

Tipp von immoverkauf24:

Die meisten Experten rechnen angesichts der EZB Politik des "billigen Geldes" und der hohen Staatsverschuldung vieler Haushalte mit einem dauerhaft niedrigen Zinsniveau. Somit könnten Europa japanische Verhältnisse drohen. Allerdings können die Zinsen auch wieder steigen, z.B. im Falle von Zinsanstiegen in den USA oder bei Umbrüchen an den Finanzmärkten wie z.B. bei einem Zerfall der Eurozone.

3. Was tun, wenn die Bauzinsentwicklung steigende Zinsen erwarten lässt?

Wer davon ausgeht, dass die Hypothekenzinsen eher steigen als fallen werden, fühlt sich mit einer längeren Zinsbindung auf der sicheren Seite, um sich aktuell niedrige Zinsen langfristig zu sichern. Hierfür verlangen die Banken einen Aufschlag auf den Sollzins, der aktuell beispielsweise für 10 statt 5 Jahre Zinsbindung bei rund 0,3 Prozentpunkten liegt. Damit kostet ein Darlehen mit fünf Jahren Zinsfestschreibung derzeit rund 1 Prozent, eines mit zehn Jahren Zinsbindung rund 1,3 Prozent.

Wer bereits eine Immobilie besitzt und über eine Anschlussfinanzierung nachdenkt, sollte bei der Erwartung steigender Zinsen ein Forward-Darlehen in Erwägung ziehen. Auch hierfür verlangen Banken einen Zins-Zuschlag, der umso höher ausfällt, je weiter der Zeitpunkt der Anschlussfinanzierung in der Zukunft liegt.

4. Was tun, wenn die Bauzinsentwicklung sinkende Zinsen erwarten lässt?

Wer von eher sinkenden als steigenden Bauzinsen ausgeht, kann sich für eine kürzere Zinsbindung entscheiden und Kosten sparen, denn die Hypothekenzinsen sind umso niedriger, je kürzer die Zinsen festgeschrieben werden. Wer ganz gezielt auf sinkende Zinsen setzen will, kann dies über ein variabel verzinstes Darlehen tun und dieses dann in eines mit Zinsfestschreibung umschichten, wenn ein weiteres Sinken der Bauzinsen nicht mehr erwartet wird. Ein Forward-Darlehen ist eher uninteressant, wenn man eine solche Entwicklung erwartet.

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