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Deutschland - Kleinvermieterland

Vermietung 20.10.2017 Claudia Lindenberg
Wohnung

Deutschland ist ein Mieterland. So weit, so bekannt. Doch wie sieht eigentlich der typische Vermieter aus? Unter anderem dieser Frage ist das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) im Rahmen der Studie „Perspektiven für private Kleinvermieter“ nachgegangen. Das Ergebnis: Rund 60 Prozent aller deutschen Mietwohnungen – insgesamt 15 Millionen - gehören insgesamt rund 3,9 Millionen Kleinvermietern. Und im Bundesdurchschnitt besitzen neun Prozent der deutschen Haushalte mindestens eine Wohnung, die sie vermieten. Wie das IW mitteilt, ist die Zahl der Vermieter seit 2000 um 750.000 gestiegen – diese Form der Kapitalanlage hat also an Bedeutung gewonnen.

Überdurchschnittlich viele Vermieterhaushalte in Süddeutschland

Der Studie zufolge gibt es in Süddeutschland deutlich mehr Vermieter-Haushalte als in anderen Bundesländern: So liegt ihr Anteil in Baden-Württemberg mit 15 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt, auch in Bayern ist sie mit etwa 12 Prozent spürbar höher. In Hessen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Niedersachsen liegt der Anteil leicht über dem Bundesdurchschnitt, in Nordrhein-Westfalen nur unwesentlich niedriger. Um die fünf Prozent und weniger beträgt die Quote in allen übrigen Bundesländern, mit einem Vermieter-Anteil von nur drei Prozent ist Sachsen-Anhalt Schlusslicht.

Nur jeder zweite erwirtschaftet mit Vermietung mehr als 5.000 Euro

Wie die Auswertung weiter zeigt, schaffen es nur wenige Kleinvermieter, ihr Einkommen über die Vermietung von Wohnungen deutlich zu steigern: Pro Vermieter lagen die Mieteinnahmen vor Steuern bei 8.900 Euro jährlich. Lediglich knapp jeder fünfte Vermieter erzielt aus der Miete ein Einkommen von mehr als 10.000 Euro jährlich, knapp 30 Prozent generieren über Immobilien als Kapitalanlage ein Einkommen in Höhe von 5.000 bis 10.000 Euro. Rund die Hälfte aller Vermieter erzielt also nur sehr niedrige Einnahmen, knapp sieben Prozent verbuchten unterm Strich sogar ein Minus, wie die Auswertungen des IW zeigen. Besonders schwer haben es Vermieter auf dem Land: Ihre Einkünfte aus Vermietung liegen rund 40 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt.

Klischee vom reichen Vermieter stimmt nicht

Dass Vermieter automatisch auch wohlhabend sind – dieses Klischee trifft laut IW längst nicht immer zu: So besitzen unter den 20 Prozent der einkommensschwächsten Haushalte immerhin sechs Prozent eine Wohnung, die sie vermieten. Und insgesamt gehören 22 Prozent der Haushalte, deren Nettoeinkommen unterhalb des Medians liegt, zur Gruppe der privaten Vermieter. Diese setzt sich insgesamt überproportional häufig als Rentnern und Selbstständigen zusammen, Auszubildende, Arbeiter und Arbeitslose sind erwartungsgemäß unterrepräsentiert. Der typische Kleinvermieter ist eher verheiratet als alleinstehend und im Schnitt 59 Jahre alt.

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