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Crowdfunding in Immobilien - Gut informiert sein & Risiken abwägen

Ob Crowdfunding oder Crowdfinanzierung – die sogenannte Schwarmfinanzierung ist in den letzten Jahren immer populärer geworden. immoverkauf24 erläutert, was es mit dieser Form der Kapitalanlage in Immobilien auf sich hat, und was Sie bei einer Investition beachten sollten.

1. Was bedeutet "Crowdfunding"?

Der Begriff Crowdfunding klingt zunächst sperrig, lässt sich jedoch einfach anhand der Übersetzung erklären: „Crowd“ steht für eine (Menschen-)Menge, „Funding“ wiederum für Mittelbeschaffung oder das Aufbringen von Geldern. Im Deutschen ist hierfür auch der Begriff „Schwarmfinanzierung“ üblich. Die Idee dahinter: Viele Geldgeber stellen Kapital für ein bestimmtes Projekt bereit, das damit finanziert wird. Das bietet den Initiatoren des Projekts die Möglichkeit der Kapitalbeschaffung, da Banken nicht einfach Fremdkapital in beliebiger Höhe vergeben. Schon 1885 wurde dieses Prinzip der Schwarmfinanzierung umgesetzt: Frankreich schenkte damals den USA die Freiheitsstatue, doch die Stadt New York war nicht in der Lage, für die Statue einen Sockel zu finanzieren. Der US-Zeitungsverleger Joseph Pulitzer hatte daraufhin die Idee, die Bürger über die „New York World“ zum Spenden aufzurufen. Rund 160.000 Menschen folgtem dem Aufruf und es kamen rund 10.000 US-Dollar zusammen.

Als Möglichkeit der Kapitalanlage in Immobilien ist Crowdfunding hier in Deutschland noch nicht lange bekannt. Zunächst beschränkte sich Crowdfunding vorwiegend auf die StartUp-Szene, die sich auf diesem Weg während der Anfangsphase – auch Seed-Phase genannt – mit Kapital versorgt. 

2. Crowdfunding für Immobilien – für wen ist das geeignet? Chancen & Risiken

Wer in ein Crowdfunding-Projekt investiert, ist meist "Fan" dieser Idee und am Gelingen des Projekts sehr interessiert – also weniger an einer Rendite seiner Anlage. Daher nutzen auch viele Startups Crowdfunding-Plattformen, um Spenden für Ihre Idee einzusammeln – wie z.B. auf Kickstarter.com. Dort finden sie Unterstützer, die an ihre Idee glauben und bei der Finanzierung helfen. Statt Zinsen erhalten die Investoren oft das finanzierte Produkt als "Belohnung" für die Unterstützung. 

Sollten Sie mit dem Gedanken spielen, als Geldgeber in ein per Crowdfunding finanziertes Immobilienprojekt investieren zu wollen, dann machen Sie sich bitte folgende Risiken bewusst: 

  • Sie haben als Kapitalanleger kein Mitspracherecht bei der Gestaltung der Immobilienprojekte.
  • Planen Sie auch immer das Risiko eines kompletten Kapitalverlustes mit ein, denn es besteht hier keine Haftung für Ihr eingesetztes Geld. 
  • Muss der Crowdfunding-Geber Insolvenz anmelden, dann werden zunächst die finanzierenden Banken bedient, da diese eine sog. erstrangige Sicherheit (meist in Form eines Grundpfandrechts im Grundbuch) erhielten. Nur wenn nach Rückzahlung der Bankdarlehen noch Geld vorhanden ist, erhalten Sie als Kapitalanleger Ihren Anteil komplett oder teilweise zurück. Dies ist jedoch seltener der Fall. 
  • Sie haben keine vorzeitige Kündigungsmöglichkeit und sind somit mit Ihrem Kapital bis zum Ende der Laufzeit gebunden.

Für Kapitalanleger, bei denen die Rendite Ihrer Geldanlage im Vordergrund steht, sind andere Anlageformen vorteilhafter. Wer in Immobilien investieren möchte findet auf unserer Übersichtsseite zum Thema "Immobilie als Kapitalanlage" weitere Informationen.  

immoverkauf24 Tipp: Risiken abwägen & gut informieren

Die Kapitalanlage in crowdfundingbasierte Immobilienprojekte ist eher für risikofreudige und ideelle Anleger gedacht – und hier auch nur in Ergänzung zu sichereren Anlagemöglichkeiten. Zudem sollten Sie sich wirklich umfassend vor einer Investition über das Immobilienprojekt informieren: Kann das Projekt nach Fertigstellung wirklich mit Gewinn verkauft werden? Wurden die Kosten realistisch angesetzt und welche Erfahrung bringen die Projektentwickler mit? 

3. Crowdfunding & Crowdinvesting – was ist der Unterschied?

Crowdfunding oder Crowdinvesting – ist damit jeweils das Gleiche gemeint? Es kommt drauf an! Üblicherweise werden beide Begriffe für denselben Sachverhalt nicht ganz korrekt verwendet, nämlich die Crowdfinanzierung. Bei strenger Auslegung lässt sich das Prinzip der Crowdfinanzierung in vier Unterformen aufteilen:

  • Spendenbasiertes Crowdfunding: Beim spendenbasierten Crowdfunding entfällt die Rückzahlung des Kapitals, stattdessen spendet eine Vielzahl von Menschen für ein bestimmtes Projekt.
  • Gegenleistungsbasiertes Crowdfunding: Bei dieser Variante erhalten Investoren eine nicht-monetäre Gegenleistung dafür, dass sie Kapital bereitstellen. Das kann beispielsweise der freie Eintritt im Gegenzug für die Finanzierung einer Kunstausstellung sein. 
  • Crowdlending: Bei dieser Unterform der Crowdfinanzierung leihen sich Privatpersonen untereinander Geld.
  • Crowdinvesting: Beim Crowdinvesting erhalten Anleger anstelle der nicht-monetären Gegenleistung eine Verzinsung oder Gewinnbeteiligung. Diese Variante wird auch als Equity-Based Crowdfunding bezeichnet.

immoverkauf24 Hinweis:

In unserem Beitrag „Crowdinvesting in Immobilien“ erfahren Sie alles Wichtige rund um diese Form des digitalen Immobilien Investments.

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