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Energieausweis auf dem Prüfstand – neue Initiative fordert Reform

Trends 05.09.2013 Kathleen Dornberger
Energieausweis Kosten

Immer mehr Experten fordern eine Reform des aktuellen Energieausweises. Der Grund: Mit dem Verbrauchsausweis und dem Bedarfsausweis existieren derzeit zwei Energieausweise parallel im Markt. Zudem lässt der Bedarfsausweis unterschiedliche Berechnungsgrundlagen zu. Die Ergebnisse der jeweiligen Energieausweise sind damit ist keiner Weise vergleichbar und bieten kein verlässliches Bild über das energetische Niveau eines Gebäudes.

Um den Energiepass von Gebäuden zu optimieren, hat sich ein Bündnis aus zahlreichen Verbänden gebildet (z.B. Deutscher Mieterbund, NABU, der Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands). Geht es nach der Initiative, gibt es künftig nur noch den Bedarfsausweis, der dann auf einer einheitlichen Berechnungsgrundlage zu erstellen ist.

Der neue Energieausweis soll bei Hauseigentümern und Kaufinteressenten für mehr Transparenz sorgen. Er würde nicht nur über die energetische Situation eines Gebäudes informieren, sondern auch aufzeigen, ob bzw. welche Sanierungsmaßnahmen sinnvoll sein können.

Energieeffizienzklassen beim Energieausweis einführen

Laut Analyse des “Bündnisses Energieausweis” können Eigentümer und Mieter mit den bunten Darstellungen im Energiepass wenig anfangen. Das sogenannte “Bandtacho” ist einfach nicht verbraucherfreundlich. Aus diesem Grunde fordert die Initiative “Effizienzklassen” einzuführen, die im Unterschied zum bisherigen Bandtacho, eine genaue Einordnung des Gebäudes in eine bestimmte Effizienzklasse ermöglichen. Vorgesehen sind Klassen von A bis G, so wie es der Endverbraucher von Haushaltsgroßgeräten bereits kennt.

Künftig soll bei der Ermittlung des sogenannten Energiekennwerts nicht nur die aktuelle Beschaffenheit des Gebäudes berücksichtigt werden, sondern auch die Nachhaltigkeit und mögliche Umweltbelastungen (z.B. Schadstoffemissionen). Lukas Siebenkotten, Direktor des Deutschen Mieterbundes: “Wir möchten einen Ausweis, der jedem auf einen Blick zeigt, wie es um die Energieeffizienz seines Hauses bestellt ist und wo diese im Vergleich zu anderen einzuordnen ist.”

Vorteile des neuen Energieausweises

Der neue Energieausweis soll potentiellen Käufern die Möglichkeit eröffnen, die künftigen Nebenkosten, insbesondere die Heizkosten, realistisch abzuschätzen. Kapitalanlegern wird die Bewertung von Immobilien und damit die Risikoabschätzung für Investitionen erleichtert.

Hausbesitzer können mit dem vom “Bündnis Energieausweis” geforderten Bedarfsausweis genau dokumentieren, wie viel Energie das Gebäude verbraucht. Dadurch werden Energieeinsparpotentiale und Möglichkeiten zur Wertsteigerung für die eigene Immobilie aufgezeigt.

Kritische Stimmen zur geplanten Reform des Energieausweises

Das Reformvorhaben findet jedoch nicht bei allen Experten Zustimmung. So vertritt der GdW (Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen) die Meinung, dass der Ausweis letztlich keine wirklichen Vorteile für Verbraucher enthalte. Gut gemeint ist nicht gut gemacht, meint Axel Gedaschko, Präsident des GdW. “Energieeffizienzklassen für Gebäude erscheinen nur auf den ersten Blick einfach und verbraucherfreundlich. Bei näherem Hinschauen sind sie im Bereich Wohnen jedoch völlig ungeeignet, weil sie keine wirklichen Rückschlüsse auf die warmen Betriebskosten zulassen.”

Ob das “Bündnis Energieausweis” seine Interessen durchsetzen kann, bleibt abzuwarten. Stand heute spielt der Energieausweis beim Immobilienverkauf lediglich eine untergeordnete Rolle. Volker Cramer, Immobilienmakler in Köln: “die meisten Eigentümer haben noch kein Energieausweis ausstellen lassen. Und nicht jeder Kaufinteressent fragt bei einer Besichtigung nach dem Ausweis. Wer ein altes Haus kauft, weiß in der Regel auch ohne Energieausweis, dass er z.B. die Heizung erneuern muss oder das Dach dämmen sollte, um den Energieverbrauch zu reduzieren.”

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