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EnEV Energieeinsparverordnung

Was ist die EnEV Energieeinsparverordnung?

EnEV

In der Energieeinsparverordnung, kurz EnEV, ist gesetzlich geregelt, welche Anforderungen an ein Gebäude gestellt werden, so dass es energetisch effizient nutzbar ist. Die EnEV gilt für Wohngebäude, Betriebsgebäude und Büros. Sie legt fest, welche Standards beim Bau eines Hauses erreicht werden müssen und was Besitzer von alten Gebäuden modernisieren müssen. Ebenso regelt die EnEV den Verbraucherschutz hinsichtlich der Transparenz des Energieverbrauches einer zur Vermietung oder zum Verkauf stehenden Immobilie.

Hierzu wurde der verpflichtende Energieausweis eingeführt. Die Bundesregierung verfolgt das Ziel, bis zum Jahr 2050 einen “klimaneutralen” Gebäudebestand zu erreichen. Das heißt der durch ineffizient genutzte Energie entstehende CO2-Ausstoß soll verringert werden. Aktuell entfallen 20% des CO2-Ausstoßes in Deutschland auf den Bereich “Gebäude”. Hier sieht die Bundesregierung großes Einsparpotential.

Welche Folgen hat die EnEV für den Immobilienverkauf?

Planen Sie, Ihr Haus zu verkaufen, so spielt auch hier die EnEV eine Rolle.

1. Die EnEV schreibt vor, dass Sie einen mit der Energieeinsparverordnung konformen Energieausweis vorweisen müssen. Ausnahmen sind Häuser, die unter Denkmalschutz stehen und Gebäude mit weniger als 50 qm Nutzfläche.

2. Auch bei Einfamilien- und Doppelhäusern stehen unter Umständen verpflichtende Modernisierungsmaßnahmen an. Haben Sie diese nicht umgesetzt und möchten ein Haus verkaufen, das nicht den erforderlichen Standards entspricht, so sollte der Käufer über die anstehenden Investitionen informiert sein. Verschweigen Sie einem Käufer anstehende verpflichtende Modernisierungen “arglistig”, so kann schlimmstenfalls der Kaufvertrag rückabgewickelt werden. Mehr hierüber erfahren Sie unter “Versteckter Mangel“ in unserem Immobilienverkauf A-Z. Zwar sind die Anforderungen für Einfamilienhäuser sehr gering und die EnEV greift hier kaum in Bestandsbauten ein, doch trotzdem lohnt es sich, beim Altbau zu prüfen, ob alle Anforderungen erfüllt sind. Bei Beauftragung eines von immoverkauf24 empfohlenen Immobilienmaklers übernimmt dieser die Analyse Ihres Hauses und vermittelt professionell und zuverlässig für Käufer und Verkäufer.

Die Geschichte der EnEV und Ihre Grundlagen

Vor Einführung der EnEV in 2002 gab es die Wärmeschutzverordnung und die Heizungsanlagenverordnung. Die Energieeinsparverordnung fasste beide Vorgängerverordnungen zusammen. Neu an der EnEV war die Berücksichtigung der Anlagentechnik in der Energiebilanz sowie die Einbeziehung der Wärmeverluste bei Erzeugung, Speicherung, Übergabe und Verteilung. War vorher nur wichtig, wie viel Energie einem Raum zur Verfügung gestellt wurde, wird seit EnEV mit der Energie kalkuliert, die an der Gebäudegrenze übergeben wird. Das heißt, dass auch Verluste auf Leitungswegen und an Verteilungspunkten mit in den Verbrauch einberechnet werden.

Seit Inkrafttreten der EnEV gab es zahlreiche Novellen. In 2007, 2009 und 2014 wurde die Verordnung jeweils in neuer Fassung gültig.

EnEV 2007, 2009 und 2014 - Die Änderungen

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Die Anpassungen der Energieeinsparverordnung von 2007 betrafen im Kern die Anforderungen an und das Verfahren zur energetischen Bewertung von Nichtwohngebäuden, die Berücksichtigung des Wärmeschutzes im Sommer sowie die energetische Untersuchung von Klimaanlagen. Ebenso wurden alternative Systeme zur Energieversorgung seitdem berücksichtigt.

In der EnEV 2009 waren die Veränderungen umfangreicher. Zielsetzung war das Senken des Heizungs-, Energie- und Warmwasserbedarfes um 30%.

Die EnEV 2009 in der Zusammenfassung

  • Senkung der Höchstgrenze des erlaubten Bedarfes an Primärenergie im Jahr um ca 30% (Neu- und Altbauten bei Modernisierung)
  • Um 15% erhöhte energetische Anforderungen an die Wärmedämmung von Neubauten
  • Wärmedämmpflicht bei Dachböden (Ausnahme für selbstgenutztes Wohneigentum in dem die Eigentümer seit mindestens 1.2.2002 wohnen)
  • Erhöhung der energetischen Anforderungen an Altbaumodernisierungen bei wesentlichen baulichen Änderungen an Fassade, Dach und Fenstern um 30%.
  • Verpflichtender Austausch alter Nachtspeicherheizungen in Mehrfamilienhäusern ab 6 Wohneinheiten oder bei Nichtwohngebäuden mit über 500 Quadratmetern Nutzfläche
  • Aufrüstpflicht für Klimaanlagen die die Feuchtigkeit der Raumluft verändern, diese müssen mit einer automatischen Be- und Entfeuchtungsregelung versehen werden.
  • Strengere Überprüfung der Einhaltung der Energieeinsparverordnung
  • Einführung einheitlicher Bußgeldvorschriften bei Verstößen gegen die EnEV

EnEV 2014 – Die Veränderungen durch die neueste Fassung

Durch die EnEV 2014 traten viele weitere wichtige Änderungen in Kraft. Besonders interessant für Eigentümer sind hier die verpflichtenden Energieausweise beim Hausverkauf.

Wichtige Neuerungen durch die Energieeinsparverordnungsnovelle von 2014 sind:

  • Verbot von über 30 Jahre alten Heizkesseln, außer bei selbstgenutztem Wohneigentum
  • Pflicht für die Bundesländer zum stichprobenartigen Überprüfen der Einhaltung von EnEV-Anforderungen an Neubauten, Energieausweisen und Klimaanlageninspektionen
  • Pflicht zur Vorlage des Energieausweises bei Hausverkauf & Vermietung, Nennung der Pflichtangaben zur Energieeffizienz in Immobilienanzeigen (wenn gültiger Energieausweis vorliegt).
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