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Kaufnebenkosten Immobilienkauf

Bei jedem Immobilienkauf entstehen Kaufnebenkosten und teilweise in nicht unerheblicher Höhe. So gehen Experten davon aus, dass Immobilienkäufer mit Nebenkosten von bis zu 13 Prozent des eigentlichen Kaufpreises rechnen müssen. Bei einer Immobilie mit einem Kaufpreis von 200.000 Euro würden die Kaufnebenkosten dann zusätzlich 26.000 Euro betragen. Allerdings reduzieren sich die Kaufnebenkosten mit dem seit 23.12.2020 gültigen Gesetz zur Provisionsteilung, denn in der Regel tragen Verkäufer seitdem mind. 50 Prozent der Maklerprovision. Nicht selten verlangen Kreditinstitute bei einer Immobilienfinanzierung, dass zumindest die Nebenkosten des Immobilienkaufs aus Eigenmitteln bezahlt werden müssen.

Als Kaufnebenkosten werden alle zusätzlichen Kosten bezeichnet, die zusätzlich zum eigentlichen Kaufpreis einer Immobilie hinzukommen: Notarkosten, Grunderwerbsteuer und Maklerprovision.

Kaufnebenkosten – Notar- und Gerichtsgebühren

So muss ein Käufer beim Notar und beim Grundbuchamt etwa 1,5 Prozent des Kaufpreises für Gebühren kalkulieren. Immobilienkäufe können in Deutschland nur mittels Notar getätigt werden, da für eine rechtswirksame Kaufvertragsabwicklung eine notarielle Beurkundung erforderlich ist.

Notarkosten entstehen hier für die Erstellung des Kaufvertrages, gegebenenfalls die Einrichtung eines Notaranderkontos und die Eintragungen in die Grundbücher (z.B. Auflassungsvormerkung, Grundschuldbestellung oder den Eigentümerwechsel).

Kaufnebenkosten – Makler

Wird die Immobilie über einen Makler erworben, ist zusätzlich eine Maklergebühr zu entrichten. Die Höhe der Maklerprovision ist gesetzlich nicht festgeschrieben. Je nach regionalen Gepflogenheiten lagen diese bis Ende 2020 zwischen 3 und 7 Prozent des Kaufpreises. Seit 23.12.2020 greift jedoch das „Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser“ und Verkäufer und Käufer teilen sich die Courtage im Regelfall jeweils hälftig. Da in Bremen, Hamburg, Berlin, Brandenburg und Hessen zuvor eine reine Außenprovision üblich war, auch dann, wenn der Verkäufer den Makler beauftragte, stellt die Neuregelung der Courtage hier eine Entlastung der Käufer bei den Kaufnebenkosten dar. Die Maklerkosten sind gewöhnlich direkt nach Unterzeichnung des Kaufvertrages fällig.

Konkret kann die Provisionsteilung für Käufer bedeuten, dass sie mehrere zehntausend Euro sparen. Abhängig ist der eingesparte Betrag von der Höhe des Kaufpreises und der Maklerprovision.
Bei einem Haus für 450.000 Euro und einer üblichen Maklercourtage von 7,14 Prozent (inkl. Mehrwertsteuer) zahlen die Käufer nun die Hälfte, also etwa 3,57 Prozent der Provision und damit 16.065 Euro für den Makler. Zuvor waren es in Bundesländern, in denen die Käufer üblicherweise die Provision vollständig übernahmen, 32.130 Euro.

Kaufnebenkosten - Grunderwerbsteuer

Grundsätzlich fällt bei jedem Immobilienkauf die Grunderwerbsteuer an. Berechnungsgrundlage ist der Kaufpreis und beträgt aktuell zwischen 3,5-6,5% je nach Bundesland. Im Kaufvertrag wird eindeutig festgelegt, ob der Käufer oder der Verkäufer die Grunderwerbsteuer zu entrichten hat, da per Gesetz zunächst der bisherige Eigentümer und der Erwerber Steuerschuldner sind (§13 Nr. 2 GrEStG). In den meisten Fällen wird dem Käufer die Zahlung der Grunderwerbsteuer zugewiesen. Nach notarieller Beurkundung des Kaufvertrages erhält der Käufer den Grunderwerbsteuerbescheid vom Finanzamt und hat in der Regel einen Monat Zeit den fälligen Betrag zu zahlen.

Fazit: Bei jedem Immobilienerwerb entstehen Kaufnebenkosten. Eine entsprechende Einbeziehung der Nebenkosten in die Finanzierungsplanung ist daher unbedingt zu empfehlen.

Die nachfolgende Grafik zeigt einen kurzen Überblick zur Berechnung der Kaufnebenkosten beim Immobilienkauf:

Kaufnebenkosten

Kaufnebenkosten berechnen

Sie möchten wissen, mit welchen Kaufnebenkosten Sie für Ihr Vorhaben rechnen müssen, dann nutzen Sie hier unseren Kaufnebenkostenrechner:

kaufnebenkostenrechner
  1. Vorhaben
  2. Eckdaten
  3. Persönliches Angebot
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PLZ der Immobilie?*
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Notarkosten und Grundbucheintrag (1,5%)
Grunderwerbsteuer
Maklerprovision

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