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Kaufnebenkosten Immobilienkauf

Bei jedem Immobilienkauf entstehen Kaufnebenkosten und teilweise in nicht unerheblicher Höhe. So gehen Experten davon aus, dass Immobilienkäufer mit Nebenkosten teilweise von bis zu 13 Prozent des eigentlichen Kaufpreises rechnen müssen. Bei einer Immobilie mit einem Kaufpreis von 200.000 Euro würden die Kaufnebenkosten dann beispielsweise zusätzlich 26.000 Euro betragen. Nicht selten verlangen Kreditinstitute bei einer Immobilienfinanzierung, dass zumindest die Nebenkosten des Immobilienkaufs aus Eigenmitteln bezahlt werden müssen.

Als Kaufnebenkosten werden alle zusätzlichen Kosten bezeichnet, die zusätzlich zum eigentlichen Kaufpreis einer Immobilie hinzukommen: Notarkosten, Grunderwerbsteuer und Maklerprovision.

Kaufnebenkosten – Notar- und Gerichtsgebühren

So muss ein Käufer beim Notar und beim Grundbuchamt etwa 1,5 Prozent des Kaufpreises für Gebühren kalkulieren. Immobilienkäufe können in Deutschland nur mittels Notar getätigt werden, da für eine rechtswirksame Kaufvertragsabwicklung eine notarielle Beurkundung erforderlich ist.

Notarkosten entstehen hier für die Erstellung des Kaufvertrages, gegebenenfalls die Einrichtung eines Notaranderkontos und die Eintragungen in die Grundbücher (z.B. Auflassungsvormerkung, Grundschuldbestellung oder den Eigentümerwechsel).

Kaufnebenkosten – Makler

Wird die Immobilie über einen Makler erworben, ist zusätzlich eine Maklergebühr zu entrichten. Die Höhe der Maklerprovision ist gesetzlich nicht festgeschrieben. Je nach regionalen Gepflogenheiten liegt diese zwischen 3 und 7 Prozent des Kaufpreises. Die Maklerkosten sind gewöhnlich direkt nach Unterzeichnung des Kaufvertrages fällig.

Ab 23.12.2020 greift das „Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser“ und Verkäufer und Käufer teilen sich die Courtage im Regelfall jeweils hälftig. Da in Bremen, Hamburg, Berlin, Brandenburg und Hessen bisher noch eine reine Außenprovision üblich ist, auch dann wenn der Verkäufer den Makler beauftragt, stellt die Neuregelung der Courtage hier eine Entlastung der Käufer bei den Kaufnebenkosten dar. Ob Verkäufer tatsächlich den nun auf sie entfallenden Provisionsanteil auf den Verkaufspreis aufschlagen werden, bleibt abzuwarten.

immoverkauf24 Info: Neuregelung der Maklerprovision - was Makler, Käufer und Verkäufer jetzt schon bedenken müssen

Ab 23.12.2020 greift das „Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser“, dann werden sich Verkäufer und Käufer die Maklerprovision im Regelfall teilen. Die wichtigsten Informationen zur Neuregelung der Maklercourtage finden Sie unter "Maklerprovision- neues Gesetz: Wer zahlt bei Verkauf/Kauf?". Aber schon jetzt sollten Makler und Verkäufer Vereinbarungen im Vertrag aufnehmen, was nach dem Inkrafttreten des Gesetzes für ihr Vertragsverhältnis gilt. Das ist für den Fall wichtig, dass der Makler erst nach diesem Datum einen Käufer findet. Ein Entwurf für eine entsprechende Vertragsklausel finden Sie unter Muster-Maklervertrag für Immobilienverkauf und Vermietung

Kaufnebenkosten - Grunderwerbsteuer

Grundsätzlich fällt bei jedem Immobilienkauf die Grunderwerbsteuer an. Berechnungsgrundlage ist der Kaufpreis und beträgt aktuell zwischen 3,5-6,5% je nach Bundesland. Im Kaufvertrag wird eindeutig festgelegt, ob der Käufer oder der Verkäufer die Grunderwerbsteuer zu entrichten hat, da per Gesetz zunächst der bisherige Eigentümer und der Erwerber Steuerschuldner sind (§13 Nr. 2 GrEStG). In den meisten Fällen wird dem Käufer die Zahlung der Grunderwerbsteuer zugewiesen. Nach notarieller Beurkundung des Kaufvertrages erhält der Käufer den Grunderwerbsteuerbescheid vom Finanzamt und hat in der Regel einen Monat Zeit den fälligen Betrag zu zahlen.

Fazit: Bei jedem Immobilienerwerb entstehen Kaufnebenkosten. Eine entsprechende Einbeziehung der Nebenkosten in die Finanzierungsplanung ist daher unbedingt zu empfehlen.

Die nachfolgende Grafik zeigt einen kurzen Überblick zur Berechnung der Kaufnebenkosten beim Immobilienkauf:

Kaufnebenkosten

Kaufnebenkosten berechnen

Sie möchten wissen, mit welchen Kaufnebenkosten Sie für Ihr Vorhaben rechnen müssen, dann nutzen Sie hier unseren Kaufnebenkostenrechner:

kaufnebenkostenrechner
  1. Vorhaben
  2. Eckdaten
  3. Persönliches Angebot
Kaufpreis der Immobilie*
PLZ der Immobilie?*
Ort der Immobilie?*
Verhandelte Maklerprovision* %
Ergebnis der Berechnung
Notarkosten und Grundbucheintrag (1,5%)
Grunderwerbsteuer
Maklerprovision

Nebenkosten
Gesamtkosten
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