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von Jasmin Löhr | Redakteurin im Bereich Immobilien

Kaufnebenkosten bei Immobilien: Berechnung, Höhe & Spar-Tipps

Viele Käufer unterschätzen sie zu stark und stehen plötzlich vor fünfstelligen Zusatzkosten: Kaufnebenkosten bei Immobilien entscheiden maßgeblich über die Finanzierbarkeit Ihres zukünftigen Hauses oder Ihrer Wohnung. Denn wer die Nebenkosten beim Hauskauf nicht frühzeitig einplant, riskiert teure Finanzierungslücken. Eine korrekte Berechnung der Kaufnebenkosten sowie eine saubere Planung sind daher unverzichtbar für jeden Immobilienkauf.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die wichtigsten Kostenfaktoren der Kaufnebenkosten sind Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch sowie Maklerprovision. Sie variieren je nach Lage und Aufwand und sind meist nicht verhandelbar.
  • Die Höhe der Kaufnebenkosten liegt bei ca. 9 - 15 %, unterscheidet sich jedoch je nach Bundesland. Vor allem die Grunderwerbsteuer lässt die Kaufnebenkosten z.B. in Bayern oft niedriger ausfallen als in NRW.
  • Um die Kaufnebenkosten zu berechnen, genügt oft eine einfache Formel. Ein Kaufnebenkosten-Rechner ist sinnvoll, wenn Sie mehrere Szenarien vergleichen oder eine schnelle Einschätzung benötigen.

1. Was sind Kaufnebenkosten beim Immobilienkauf?

Kaufnebenkosten berechnen

Die Kaufnebenkosten einer Immobilie umfassen alle zusätzlichen Ausgaben neben dem eigentlichen Kaufpreis. Dazu zählen vor allem die Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten sowie eine gegebenenfalls anfallende Maklerprovision. Insgesamt sollten Sie bei den Kaufnebenkosten für Haus oder Wohnung mit etwa 9 bis 15 % rechnen. Die Nebenkosten beim Hauskauf sind meist aus dem Eigenkapital zu finanzieren und entscheidend für Ihre Gesamtplanung.

2. Wie kann ich die Kaufnebenkosten berechnen?

Die Kaufnebenkosten von Immobilien sind ein zentraler Bestandteil jeder Finanzierungsplanung. Wer seine Kaufnebenkosten berechnen möchte, sollte frühzeitig alle relevanten Kostenfaktoren kennen und wissen, in welcher Höhe sie zu erwarten sind. Je nach Bundesland und individueller Situation liegen die Kaufnebenkosten meist zwischen 9 und 15 % des Kaufpreises. Eine präzise Berechnung der Kaufnebenkosten für Ihren individuellen Fall schafft noch mehr Planungssicherheit und schützt Sie vor Finanzierungslücken.

Formel zur Berechnung: Kaufnebenkosten selbst berechnen

Die Kaufnebenkosten lassen sich grundsätzlich selbst berechnen. Dafür benötigen Sie bestimmte Werte, die Sie in unsere Formel einsetzen:

  • Kaufpreis der Immobilie
  • Grunderwerbsteuersatz des Bundeslands (3,5 - 6,5 %)
  • Notar- und Grundbuchkosten (ca. 1,5 - 2 %)
  • Maklerprovision (optional, ca. 3 - 7 % inkl. MwSt., je nach Region und Vereinbarung)

Formel zur Berechnung der Kaufnebenkosten:

  • Kaufnebenkosten = Kaufpreis × (Grunderwerbsteuer + Notar & Grundbuch + Maklerprovision)

immoverkauf24 Hinweis

Die exakten Werte zur Berechnung der Kaufnebenkosten können schwanken. Gründe sind vor allem unterschiedliche Steuersätze je Bundesland, individuell verhandelte Maklerprovisionen oder Sonderfälle wie provisionsfreie Käufe. Auch der tatsächliche Aufwand beim Notar kann leicht variieren.

Beispiel: Berechnung der Kaufnebenkosten für Haus & Wohnung

1. Kaufnebenkosten für ein Haus in Berlin 
 
Ein Haus mit einem Kaufpreis von 500.000 € wird gekauft. In Berlin fällt die Grunderwerbsteuer aktuell mit 6,0 % vergleichsweise hoch aus. Zudem ist eine hälftig geteilte Maklerprovision von 3,57 % (inkl. MwSt.) für Käufer marktüblich. Aus diesen Werten ergibt sich folgendes Beispiel:

  • Grunderwerbsteuer (6,0 %): 30.000 €
  • Notar & Grundbuch (1,5 %): 7.500 €
  • Maklerprovision (3,57 %): 17.850 €

Gesamte Kaufnebenkosten: 55.350 € (≈ 11,1 %)

2. Kaufnebenkosten für eine Wohnung in Baden-Württemberg

Eine Eigentumswohnung soll für den Kaufpreis von 300.000 € gekauft werden. In Baden-Württemberg liegt die Grunderwerbsteuer bei 5,0 %. In diesem Beispiel konnte der Käufer die Maklerprovision erfolgreich auf 2,5 % (inkl. MwSt.) verhandeln – ein realistischer Wert bei guter Verhandlungsposition.

  • Grunderwerbsteuer (5,0 %): 15.000 €
  • Notar & Grundbuch (ca. 1,5 %): 4.500 €
  • Maklerprovision (2,5 %): 7.500 €

Gesamte Kaufnebenkosten: 27.000 € (≈ 9,0 %)

Kann ich auch einen Kaufnebenkosten-Rechner nutzen?

Ein Kaufnebenkosten-Rechner liefert schnell eine gute erste Orientierung. Die Ergebnisse sind meist ausreichend genau für die Planung Ihrer Finanzierungen. Für individuelle Fälle oder Verhandlungen empfiehlt sich dennoch eine eigene Berechnung der Kaufnebenkosten, um alle Besonderheiten realistisch abzubilden.

3. Welche Nebenkosten fallen beim Hauskauf an?

Die Kaufnebenkosten einer Immobilie setzen sich aus mehreren Positionen zusammen und variieren je nach Bundesland, Kaufpreis und individueller Abwicklung. Zu den wichtigsten Faktoren zählen die Grunderwerbsteuer, Kosten für Notar und Grundbuch sowie die Maklerprovision. Daneben können jedoch noch weitere Ausgaben entstehen. Wichtig ist: Wer sich frühzeitig mit der Berechnung der Kaufnebenkosten beschäftigt, vermeidet finanzielle Überraschungen beim Immobilienkauf.

Die wichtigsten Kaufnebenkosten im Überblick

  • Grunderwerbsteuer

Die Grunderwerbsteuer ist der größte Einzelposten unter den Kaufnebenkosten für Haus oder Wohnung. Sie liegt 2026 je nach Bundesland zwischen 3,5 % und 6,5 % des Kaufpreises. Die Höhe hängt also ausschließlich vom Standort der Immobilie ab. Im Kaufvertrag wird eindeutig festgelegt, wer die Grunderwerbsteuer zu entrichten hat, denn per Gesetz sind zunächst beide Parteien Steuerschuldner und somit zur Zahlung verpflichtet (§13 Nr. 2 GrEStG). In den meisten Fällen wird jedoch dem Käufer die Zahlung der Grunderwerbsteuer zugewiesen.

Wenn Sie die Höhe der Grunderwerbsteuer und der dadurch resultierenden Kaufnebenkosten speziell für Bayern, NRW, Baden Württemberg und Co. erfahren möchten, schauen Sie gerne in die untenstehende Kaufnebenkosten-Tabelle.

  • Notar und Grundbuch

Kosten für Notar und Grundbuch sind gesetzlich vorgeschrieben und bewegen sich in der Regel zwischen 1,5 % und 2 % des Kaufpreises. Sie decken die notarielle Beurkundung des Kaufvertrags sowie Eintragungen in die Grundbücher (z.B. Auflassungsvormerkung oder Eigentumsübergang) ab. Die Gebühren sind im GNotKG festgelegt und hängen vor allem vom Kaufpreis und dem Aufwand ab.

  • Maklerprovision

Die Maklerprovision fällt an, wenn ein Immobilienmakler den Immobilienkauf vermittelt hat. Üblich sind insgesamt etwa 5 % bis 7 % des Kaufpreises, die seit 2020 bei Wohnimmobilien meist zwischen Käufer und Verkäufer geteilt werden. Die tatsächliche Höhe hängt von der Region, der Marktsituation und der individuellen Vereinbarung mit dem Makler ab.

Weitere mögliche Nebenkosten beim Immobilienkauf

  • Finanzierungskosten: Für die Eintragung der Grundschuld im Grundbuch fallen zusätzliche Gebühren an, meist zwischen 0,5 % und 1 % des Darlehensbetrags. Diese Kosten sind Teil der Bankabsicherung.
  • Gutachterkosten: Eine professionelle Immobilienbewertung kann sinnvoll sein, insbesondere bei Unsicherheiten zum Marktwert. Die Kosten liegen häufig zwischen 500 € und 1.500 €, abhängig von Aufwand und Objekt.
  • Modernisierungs- und Renovierungskosten: Direkt nach dem Kauf können Investitionen notwendig sein, etwa für energetische Sanierungen oder Instandsetzungen. Diese werden oft unterschätzt, zählen aber praktisch zu den Kaufnebenkosten von Immobilien.
  • Umzugs- und Einrichtungskosten: Neben dem Kauf entstehen Ausgaben für den Umzug, neue Möbel oder Anpassungen an die Immobilie. Diese Kosten sind individuell, sollten aber in der Gesamtplanung berücksichtigt werden.

Gibt es weitere Nebenkosten beim Hausbau?

Beim Hausbau fallen neben klassischen Kaufnebenkosten häufig Baunebenkosten von ca. 15 bis 20 % an. Dazu zählen unter anderem Erschließung, Baugenehmigung, Vermessung, Bereitstellungszinsen sowie mögliche Zusatzkosten wie Abrissarbeiten oder Mietkosten für eine Wohnung während der Bauzeit. Eine sorgfältige Planung ist daher entscheidend.

4. Wie hoch sind die Kaufnebenkosten bei Immobilien 2026?

Die Kaufnebenkosten einer Immobilie liegen 2026 in der Regel zwischen 9 % und 15 % des Kaufpreises. Die genaue Höhe hängt vom Bundesland, der Grunderwerbsteuer, möglichen Maklerkosten sowie Notar- und Grundbuchgebühren ab. Für Käufer ist entscheidend, diese Kosten frühzeitig einzuplanen, da sie meist nicht vollständig über die Finanzierung abgedeckt werden. Unsere nachfolgende Grafik zeigt einen kurzen Überblick zur Berechnung der Kaufnebenkosten beim Immobilienkauf:

Kaufnebenkosten Infografik

Wann sind die Kaufnebenkosten fällig?

Die Kaufnebenkosten werden nicht gesammelt, sondern zu unterschiedlichen Zeitpunkten fällig. Die Grunderwerbsteuer ist meist wenige Wochen nach dem Kaufvertrag zu zahlen. Notar- und Grundbuchkosten folgen kurz nach Beurkundung. Eine Maklerprovision wird üblicherweise direkt nach Vertragsabschluss oder bei erfolgreicher Vermittlung fällig.

5. Kaufnebenkosten Tabelle: Welche Nebenkosten gelten je Bundesland?

Die Nebenkosten bei Immobilienkauf unterscheiden sich je nach Bundesland teils deutlich. Während die Kaufnebenkosten in Bayern vergleichsweise niedrig sind, fallen sie in NRW oder Baden-Württemberg höher aus. Hauptgrund ist die unterschiedlich hohe Grunderwerbsteuer. Wer seine Kaufnebenkosten berechnen möchte, sollte daher immer die regionalen Prozent-Werte berücksichtigen. Unsere Kaufnebenkosten-Tabelle bietet einen idealen Überblick über die Höhe der Nebenkosten beim Hauskauf je nach Region.

Bundesland Kaufnebenkosten gesamt* davon Grunderwerbsteuer
Baden-Württemberg 10,57 % 5 %
Bayern 9,07 % 3,5 %
Berlin 11,57 % 6 %
Brandenburg 12,07 % 6,5 %
Bremen 10,57 % 5 %
Hamburg 11,07 % 5,5 %
Hessen 11,57 % 6 %
Mecklenburg-Vorpommern 11,57 % 6 %
Niedersachsen 10,57 % 5 %
Nordrhein-Westfalen 12,07 % 6,5 %
Rheinland-Pfalz 10,57 % 5 %
Saarland 12,07 % 6,5 %
Sachsen 11,07 % 5,5 %
Sachsen-Anhalt 10,57 % 5 %
Schleswig-Holstein 12,07 % 6,5 %
Thüringen 10,57 % 5 %

* In den Kaufnebenkosten gesamt sind bereits 3,57 % Maklerprovision sowie 2 % Notar- und Grundbuchkosten enthalten. Diese sind im gesamten Bundesgebiet in etwa gleich und variieren je nach Kaufvertragsinhalt. Weitere Kaufnebenkosten können anfallen und den Prozentsatz erhöhen.

6. Wie kann ich Nebenkosten beim Hauskauf sparen?

Die Kaufnebenkosten einer Immobilie lassen sich nur begrenzt reduzieren, da viele Posten gesetzlich geregelt sind. Dennoch können Sie bei den Nebenkosten beim Hauskauf gezielt sparen. Dabei sind Einsparungen von etwa 1 bis 3 % des Kaufpreises realistisch. Da die Kaufnebenkosten für Haus und Wohnung schnell einige tausend Euro betragen können, lohnt es sich, Optimierungspotenziale frühzeitig zu prüfen.

Die 3 besten Spar-Tipps bei Kaufnebenkosten von Immobilien

  1. Bewegliches Inventar separat ausweisen: Einbauküchen, Möbel oder andere bewegliche Gegenstände können im Kaufvertrag separat aufgeführt werden. Auf diesen Anteil fällt keine Grunderwerbsteuer an, wodurch sich die Kaufnebenkosten prozentual reduzieren. Wichtig: Stimmen Sie dies mit Ihrer Bank ab, da sich der Beleihungswert verändern kann.
  2. Maklerprovision verhandeln: Die Maklerprovision gehört zu den größten variablen Nebenkosten beim Hauskauf. In einigen Fällen ist sie verhandelbar oder entfällt bei provisionsfreien Angeboten. Gerade in weniger angespannten Märkten können Käufer hier mehrere tausend Euro sparen.
  3. Bundesland und Kaufstruktur berücksichtigen: Da die Grunderwerbsteuer je nach Bundesland variiert, kann bereits die Standortwahl Einfluss auf die Kaufnebenkosten für Haus und Wohnung haben. Auch besondere Konstellationen, etwa innerhalb der Familie, können steuerliche Vorteile bieten – hier empfiehlt sich eine individuelle Beratung.

7. Können Kaufnebenkosten von der Steuer abgesetzt werden?

Die Kaufnebenkosten einer Immobilie sind steuerlich unterschiedlich zu behandeln. Nutzen Sie die Immobilie selbst, können Sie die Kaufnebenkosten für Haus und Wohnung in der Regel nicht direkt absetzen. Anders sieht das bei Vermietung aus, denn dann zählen Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten sowie Maklerprovision zu den Anschaffungskosten und wirken sich über die Abschreibung (AfA) steuermindernd aus.

Zusätzlich können einzelne Posten wie Finanzierungskosten (z.B. Grundschuldeintrag) oder Schuldzinsen bei Vermietung sofort als Werbungskosten geltend gemacht werden. Eine genaue steuerliche Einordnung hängt jedoch immer von Nutzungszweck und Einzelfall ab.

8. Was ist bei der Finanzierung von Kaufnebenkosten zu beachten?

Die Finanzierung der Nebenkosten beim Immobilienkauf erfolgt in der Praxis meist über Eigenkapital. Banken bewerten Nebenkosten beim Hauskauf anders als den Immobilienwert, da sie keinen direkten Gegenwert darstellen. Deshalb sollten Käufer die Kaufnebenkosten frühzeitig berechnen und in ihre Gesamtfinanzierung integrieren. Je höher Ihr Eigenkapitalanteil, desto bessere Konditionen erhalten Sie für Haus oder Wohnung. Eine solide Planung schützt vor Finanzierungslücken und erhöht die Chancen auf eine Kreditzusage.

Folgende Optionen können bei der Finanzierung der Kaufnebenkosten helfen:

  • Muskelhypothek: Eigenleistungen bei Sanierung oder Modernisierung können teilweise als Eigenkapital anerkannt werden. Voraussetzung ist eine realistische Einschätzung und fachgerechte Umsetzung.
  • Privatdarlehen: Finanzielle Unterstützung aus dem privaten Umfeld kann Eigenkapital ersetzen. Wichtig sind klare vertragliche Regelungen, auch aus steuerlicher Sicht.
  • Schenkung oder vorgezogenes Erbe: Familieninterne Unterstützung ist eine häufig genutzte Lösung, sollte jedoch frühzeitig abgestimmt und dokumentiert werden. Vor allem Schenkungen und vorzeitige Erbschaften bieten sich hier an.
  • Ratenkredit: Ein zusätzlicher Kredit kann Kaufnebenkosten abdecken, erhöht jedoch die monatliche Belastung und kann die Immobilienfinanzierung erschweren.

9. Laufende Nebenkosten nach dem Hauskauf – womit muss ich rechnen?

Auch nach dem Kauf einer Immobilie fallen regelmäßig Kosten an, die oft unterschätzt werden. Neben den einmaligen Kaufnebenkosten sollten Sie die laufenden Nebenkosten nach dem Hauskauf fest einplanen. Diese unterscheiden sich je nach Haus oder Wohnung und beeinflussen Ihre monatliche Belastung dauerhaft. Zu den langfristigen Nebenkosten nach dem Hauskauf gehören vor allem:

  • Grundsteuer: Die Grundsteuer ist eine Pflichtabgabe für Eigentümer und beträgt je nach Lage und Hebesatz der Kommune meist einige hundert bis über 1.000 € jährlich. Die Höhe hängt vom Wert der Immobilie und dem Standort ab.
  • Energie- und Heizkosten: Kosten für Strom, Gas oder Fernwärme variieren stark je nach Verbrauch und Energieeffizienz. Als Richtwert können Sie etwa 1 % bis 2 % des Immobilienwerts pro Jahr einplanen.
  • Wasser- und Abwasserkosten: Diese Nebenkosten richten sich nach dem Verbrauch und liegen oft im mittleren dreistelligen bis niedrigen vierstelligen Bereich jährlich.
  • Versicherungen: Wichtige Policen wie Wohngebäudeversicherung oder Haftpflicht kosten zusammen häufig 200 € bis 800 € pro Jahr, abhängig von Lage, Größe und Ausstattung der Immobilie.
  • Instandhaltungsrücklage: Für Reparaturen und Modernisierungen sollten Sie etwa 1 % des Immobilienwerts pro Jahr zurücklegen. Bei älteren Objekten kann die Instandhaltungsrücklage höher ausfallen.
  • Hausgeld (bei Wohnung): Bei einer Wohnung fällt monatliches Hausgeld an, oft zwischen 2 € und 4 € pro Quadratmeter. Es deckt gemeinschaftliche Kosten wie Reinigung, Verwaltung und Rücklagen ab.
  • Sonstige Kosten: Dazu zählen Müllgebühren, Schornsteinfeger oder Wartungskosten. Diese sind meist überschaubar, sollten aber bei der Gesamtplanung berücksichtigt werden. 

10. Fazit: Kaufnebenkosten frühzeitig berechnen für einen sorgenfreien Immobilienkauf

Ein erfolgreicher Immobilienkauf beginnt mit einer realistischen Finanzplanung – und dazu gehört, die Kaufnebenkosten bei Haus und Wohnung frühzeitig zu berücksichtigen. Wer die Kaufnebenkosten für seine Immobilie präzise berechnen kann, vermeidet Finanzierungslücken und verbessert seine Verhandlungsposition. Nutzen Sie zur ersten Orientierung einen Kaufnebenkosten-Rechner, prüfen Sie anschließend alle individuellen Faktoren wie Bundesland, Maklerkosten und Finanzierung.

Entscheidend ist, die Nebenkosten beim Hauskauf möglichst aus Eigenkapital zu decken und Reserven für laufende Kosten einzuplanen. So schaffen Sie eine stabile Grundlage für Ihre Investition und sorgen für langfristige finanzielle Sicherheit.

Die wichtigsten Fragen & Antworten zu Kaufnebenkosten bei Immobilien
Was gehört alles zu den Kaufnebenkosten?

Zu den Kaufnebenkosten gehören vor allem die Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten sowie ggf. die Maklerprovision. Je nach Finanzierung und Einzelfall kommen weitere Posten hinzu, etwa Kosten für die Grundschuldeintragung, Gutachten oder den Umzug.

Mit welchen Kaufnebenkosten muss ich rechnen?

In Deutschland sollten Käufer meist mit Kaufnebenkosten von rund 9 bis 15 % des Kaufpreises rechnen. Die Spannweite ergibt sich vor allem aus der je nach Bundesland unterschiedlichen Grunderwerbsteuer sowie daraus, ob und in welcher Höhe eine Maklerprovision anfällt.

Wie viel Prozent betragen die Kaufnebenkosten?

Typisch sind insgesamt etwa 9 bis 15 % Nebenkosten beim Hauskauf. Davon entfallen meist 3,5 bis 6,5 % auf die Grunderwerbsteuer, etwa 1,5 bis 2 % auf Notar und Grundbuch sowie ca. 3,75 % auf einen Makler. Die genaue Höhe der jeweiligen Kaufnebenkosten hängt von der Lage der Immobilie sowie der individuellen Vertragsgestaltung ab.

Wie hoch sind die Kaufnebenkosten bei einem Kaufpreis von 300.000 €?

Bei 300.000 € Kaufpreis liegen die Kaufnebenkosten oft ungefähr zwischen 27.000 € und 45.000 €. Ohne Makler und bei niedriger Steuer eher am unteren Ende, mit höherer Grunderwerbsteuer und Unterstützung eines Immobilienmaklers deutlich darüber. Eine individuelle Berechnung der Kaufnebenkosten bleibt wichtig.

Sind 400 € Nebenkosten normal?

Das kommt darauf an, welche Nebenkosten gemeint sind. Als monatliche laufende Kosten nach dem Immobilienkauf können 400 € für ein kleines bis mittleres Haus oder eine Wohnung durchaus realistisch sein. Als einmalige Kaufnebenkosten wäre dieser Betrag dagegen viel zu niedrig.

Welche Nebenkosten fallen nach dem Hauskauf an?

Nach dem Kauf einer Immobilie entstehen laufende Kosten wie Grundsteuer, Heizung/Strom/Wasser, Wohngebäudeversicherung, Müllgebühren, ggf. Hausgeld bei einer Wohnung und Rücklagen für Instandhaltung. Wie hoch diese Nebenkosten ausfallen, hängt stark von Größe, Zustand, Energieeffizienz und Standort der Immobilie ab.

Wie berechne ich die Kaufnebenkosten?

Am einfachsten berechnen Sie die Kaufnebenkosten mit dieser Faustformel: Kaufpreis × (Grunderwerbsteuer + Notar & Grundbuch + ggf. Maklerprovision). Beachten Sie, dass die einzelnen Werte innerhalb der Berechnung je nach Bundesland und individuellen Vertragsinhalten schwanken können.

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