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Notarkosten und Grundbuchkosten

Notarkosten

Beim Erwerb einer Immobilie fallen für den Käufer Notar- und Gerichtsgebühren an, da ein Immobilienkauf in Deutschland immer der notariellen Beurkundung bedarf. Notare und Grundbuchämter berechnen ihre Gebühren nach der Höhe des Kaufpreises und nach der Art der tatsächlich angefallenen Tätigkeiten. Seit der letzten Gebührenerhöhung zum 1.8.2013 belaufen sich die Kosten auf ca. 1,5% des Kaufpreises, davon etwa 1% Notarkosten und 0,5% Grundbuchkosten.

Gehen wir beispielsweise davon aus, dass der zu beurkundende Immobilienpreis 300.000 Euro beträgt, dann fallen hier ca. 4.500 Euro für Notarkosten und Grundbuchkosten an. Da die Geschäftsvorfälle sehr unterschiedlich sein können, weicht der Prozentsatz zuweilen vom Mittelwert ab und kann z.B. auch 1,2 % oder 1,8 % vom Kaufpreis betragen (siehe auch Gebührentabelle weiter unten).

Wofür fallen Notarkosten und Grundbuchkosten an?

Die Gebühren fallen nicht nur für die Beurkundung des Kaufvertrags an, sondern auch für andere Vorgänge, die vor Eintragung des Käufers in das Grundbuch erledigt werden müssen wie z.B.:

  • Löschung der Grundschulden des Verkäufers
  • Vorkaufsverzichtserklärung einholen
  • Eintragung von Wegerechten und Wohnrechten
  • Fälligkeitsstellung des Kaufpreises
  • Eintragung der Auflassungsvormerkung in das Grundbuch

Die Kosten für den Notar errechnen sich aus den notwendigen Dienstleistungen. Je mehr einzelne Vorgänge durch den Notar für den Eigentumsübergang abgewickelt werden müssen, desto höher fallen die Notargebühren aus. So fallen z.B. zusätzliche Notarkosten an, wenn für die Auszahlung des Kaufpreises an den Verkäufer ein Notaranderkonto genutzt wird.

Höhe Notarkosten und Grundbuchkosten

Um die Höhe der Notarkosten und Grundbuchkosten zu bestimmen, muss man die Tätigkeiten kennen, die durch den Immobilienkauf ausgelöst werden und die Gebührentabelle entsprechend anwenden. So berechnet ein Notar alleine für die Beurkundung des Kaufvertrags den 2-fachen Gebührensatz. Darüber hinaus kann er Kosten für die Betreuung und den Vollzug des Eigentumsübergangs sowie seine Auslagen in Rechnung stellen. Auch das Grundbuchamt berechnet seinerseits alle Vorgänge des Eigentumsübergangs. Alles in allem können auf diese Weise schnell 5 oder 5,5 Gebührensätze zusammenkommen.

Berechnung Notarkosten und Grundbuchkosten – Gebührentabelle

Im Folgenden sind beispielhaft die Notarkosten bzw. Grundbuchkosten in Summe aufgeführt, die bei ausgewählten Kaufpreisen und einer durchschnittlichen Gebühr von 5,5 Gebührensätzen entstehen:

Kaufpreis

Einfache Gebühr

5,5 fache Gebühr

Umsatzsteuer

Kosten gesamt

50.000 € 165,00 € 907,50 € 172,43 € 1.079,93 €
100.000 € 273,00 € 1.501,50 € 285,29 € 1.786,79 €
150.000 € 381,00 € 2.095,50 € 398,15 € 2.493,65 €
200.000 € 435,00 € 2.392,50 € 454,58 € 2.847,08 €
250.000 € 535,00 € 2.942,50 € 559,08 € 3.501,58 €
300.000 € 635,00 € 3.492,50 € 663,58 € 4.156,08 €
400.000 € 835,00 € 4.592,50 € 872,58 € 5.465,08 €
500.000 € 935,00 € 5.142,50 € 977,08 € 6.119,58 €
600.000 € 1.095,00 € 6.022,50 € 1.144,28 € 7.166,78 €
800.000 € 1.415,00 € 7.782,50 € 1.478,68 € 9.261,18 €
1.000.000 € 1.735,00 €

9.542,50 €

1.813,08 € 11.355,58 €
Quelle: immoverkauf24, Beispiele für Notar- und Gerichtskosten bei unterschiedlichen Kaufpreisen und Unterstellung eines 5,5 fachen Gebührensatzes

Beispiel: Bei einem Kaufpreis von 200.000 Euro und 5,5 Gebührensätzen betrügen die Notar- und Grundbuchkosten 2.588 Euro (entspricht 1,4% des Kaufpreises).

In der Praxis ist jeder Fall anders, z.B. soll in einem Fall eine Negativbescheinigung bei der Stadt eingeholt werden, in einem anderen nicht. Oder in einem Fall beträgt die einzutragende Grundschuld nur 30% des Kaufpreises, in einem anderen Fall 70%. In jedem Einzelfall sind die Kosten unterschiedlich, weshalb hier nur grobe Durchschnittswerte angegeben werden.

Generell gilt aber: die Notarkosten sinken degressiv mit der Zunahme des Kaufpreises, d.h. je höher der Kaufpreis, desto geringer ist der prozentuale Anteil der Notarkosten am Kaufpreis.

Kann man Notargebühren oder Gerichtsgebühren sparen?

Die Gebühren für den Notar und die Gerichtsgebühren sind in der Gebührenordnung für Notare festgeschrieben. Sie sind nicht verhandelbar.

Da die Höhe der Notargebühren durch der Höhe des Kaufpreises maßgeblich bestimmt wird, ist es immer ratsam beispielsweise bei einem Bauvorhaben zunächst das Grundstück zu erwerben. Der Kaufpreis eines unbebauten Grundstücks ist in der Regel viel geringer als der Kaufpreis eines Grundstücks mit Immobilie. Darüber hinaus sollten Immobilienkäufer immer darauf achten, dass die Eintragung der Grundschuld ins Grundbuch mit dem Termin der Beurkundung des Kaufvertrages kombiniert wird, um so Folgetermine beim Notar zu vermeiden, da hier erneut Kosten anfallen würden.

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