Kostenlos anrufen
Ausgezeichneter Service von immoverkauf24 durch ausgezeichnet.org
TÜV-geprüfter Service von immoverkauf24 durch TÜV-Saarland
Zertifizierte Sicherheit von immoverkauf24 durch comodo.com

Bauspardarlehen

Wer einen Bausparvertrag abschließt, tut das in der Regel, um nach einer Ansparphase von mehreren Jahren einen Bauspardarlehen zu erhalten. Dieser wird auch als Bausparkredit bezeichnet und darf nicht beliebig verwendet werden, sondern dient ausschließlich wohnwirtschaftlichen Zwecken. Das sehen die Regelungen des Bausparkassengesetzes vor. Ein Bauspardarlehen unterscheidet sich in vielerlei Gesichtspunkten von einem klassischen Immobiliendarlehen. Wir haben für Sie 6 wichtige Fragen zu dieser Form der Baufinanzierung zusammengestellt.

1. Wann bekomme ich einen Bauspardarlehen?

Bauspardarlehen

Während bei einer Bank keinerlei Vorlauf nötig ist und einfach eine Darlehensanfrage gestellt werden kann, muss man sich einen Bausparkredit über regelmäßiges Einzahlen in einen Bausparvertrag verdienen. Die Höhe des Bausparkredits kann nicht beliebig gewählt werden, sondern steht bei Abschluss des Bausparvertrages an sich fest – es gibt aber Vertragsvarianten, die eine nachträgliche Änderung vorsehen. Das kann entweder über eine Erhöhung der Bausparsumme erfolgen oder über eine Tarifoption, die das Abrufen des Darlehens bei einem niedrigeren Mindestsparguthaben vorsieht.

Wurde beispielsweise ein Mindestguthaben von 50 Prozent der Bausparsumme vereinbart und sieht der Tarif als Option ein Absenken auf 25 Prozent vor, könnte die Darlehenssumme bereits dann abgerufen werden. Dies wird als Mehrzuteilung bezeichnet. Das geht aber mit einer höheren Tilgungsrate einher. Voraussetzung ist aber immer, dass zuvor die erforderliche Bewertungszahl erreicht wurde, nach der die Bausparkasse ermittelt, wann ein Bausparvertrag zuteilungsreif ist. So wird der Zeitpunkt bezeichnet, ab dem der Bausparer sein Darlehen abrufen kann.

Gut zu wissen

Bausparer sind nicht verpflichtet, das Bauspardarlehen anzunehmen. Sie können auch darauf verzichten. Je nach Tarif erhält der Bausparer dann eine Bonuszahlung.

2. Was kostet ein Bausparkredit?

Bei Bausparverträgen verursacht zunächst die Vertragsunterzeichnung Abschlussgebühren von rund einem Prozent der Bausparsumme. Wird das Bauspardarlehen abgerufen, kommt eine Darlehensgebühr hinzu, die mittlerweile überwiegend in Form eines Agios berechnet wird. Dieses Aufgeld erhöht die Darlehenssumme, die es zu tilgen gilt. Beträgt das Agio beispielsweise zwei Prozent der Darlehenssumme, wären bei 50.000 Euro Kreditbetrag insgesamt 51.000 Euro zu tilgen.

Diese beiden Kostenaspekte sollten berücksichtigt werden, denn allein der Sollzins für das Darlehen sagt darüber noch nichts aus, wie teuer eine Finanzierung über einen Bausparkredit letztlich ist. Die Verzinsung des Darlehens hängt übrigens davon ab, welche Verzinsung beim Ansparen gewählt wird. Der Bausparer muss also entscheiden, ob er lieber lukrativ ansparen will oder später möglichst niedrige Darlehenszinsen wünscht.

Tipp von immoverkauf24:

Ein Vergleich mit einem konventionellen Darlehen sollte immer erfolgen. Nutzen Sie unsere Finanzierungsrechner, um aktuelle Konditionen für Hypothekendarlehen zu ermitteln.

3. Wie tilge ich ein Bauspardarlehen?

Ein Bausparkredit wird in monatlichen Raten getilgt. Diese sind allerdings im Vergleich zu Annuitätendarlehen von Banken sehr hoch, da die Darlehenslaufzeit meist auf sieben bis zwölf Jahre begrenzt ist. Die Höhe der Raten ist abhängig vom Tarif und wird in Promille der Bausparsumme angegeben. Vereinfacht gesagt, müssen Darlehen nach einer kurzen Ansparzeit höher getilgt werden als Darlehen mit langer Ansparphase.

Gut zu wissen

Bauspardarlehen lassen sich flexibel tilgen, Sondertilgungen sind jederzeit möglich. Eine Vorfälligkeitsentschädigung fällt nicht an.

4. Nimmt die Bausparkasse eine Bonitätsprüfung vor?

Ja, vor Auszahlung des Bauspardarlehens prüft der Anbieter die Kreditwürdigkeit des Bausparers durch eine Bonitätsprüfung ebenso wie bei einem Hypothekendarlehen.

5. Welche Sicherheiten fordert die Bausparkasse für den Bausparkredit?

Das kommt auf die Höhe des Darlehens an. Bis zu 30.000 Euro darf die Bausparkasse ohne Eintrag im Grundbuch herausgeben, größere Summen werden über eine Grundschuld abgesichert. Diese kann auch im so genannten zweiten Rang eingetragen werden. Anders als Banken verlangen Bausparkassen für diese Nachrangfinanzierung keinen Zinsaufschlag.

6. Was kann ich tun, wenn das Bauspardarlehen eher benötigt wird als geplant?

Wer seine Wunschimmobilie schneller finanzieren will als es der Bausparvertrag zulässt, kann die Zeit bis zur Zuteilung des Bausparkredits überbrücken. Ist der Vertrag bereits ausreichend bespart und die Mindestsumme erreicht, kommt eine Zwischenfinanzierung infrage, um den Zeitraum von einigen Monaten bis zur Zuteilung zu überbrücken. Trifft dies noch nicht zu, weil der Vertrag noch nicht ausreichend bespart wurde, ist ein Vorausdarlehen eine Option. Diese auch als Vorfinanzierung bezeichnete Variante sollte sorgfältig geprüft werden. Vielfach ist eine vorzeitige Kündigung des Bausparvertrags eine bessere Option.

Bewertung
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

Bewertung dieser Seite: 5 von 5 Punkten (1 Bewertungen)

Finden Sie diese Seite hilfreich? Geben auch Sie mit einem Klick auf die Sterne Ihre Bewertung ab.
(1 Stern: Wenig hilfreich, 5 Sterne: Sehr hilfreich)