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Treppenlift

Wenn das Treppensteigen im Alter, durch einen Unfall oder eine Erkrankung schwierig oder unmöglich wird, ist ein Treppenlift häufig eine wesentliche Voraussetzung, um zuhause wohnen bleiben zu können. Mit Hilfe eines Sitzlifts, Stehlifts oder Plattformlifts lassen sich fast alle Höhenunterschiede und Treppen im und am Haus oder in der Wohnung überwinden. Aber welche Art Treppenlift ist der richtige? Welche Kosten fallen für einen Treppenlift an und was sollte man beim Kauf beachten? immoverkauf24 gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um das Thema Treppenlift.

immoverkauf24 Tipp:

Immobilienbesitzer, die nur wenig Rente beziehen, können mit Hilfe einer Leibrente zuhause wohnen bleiben, ihre Rente aufstocken  - und bei Bedarf einen Treppenlift finanzieren.

1. Welche Treppenlift-Varianten gibt es?

Vor der Anschaffung eines Treppenliftes stellt sich die Frage, welche Variante eigentlich die richtige ist, denn es gibt einige Varianten. Grundsätzlich werden diese Arten von Treppenliften unterschieden:

Treppenlift
  • Sitzlift
  • Homelift / Senkrechtlift
  • Plattformlift
  • Hublift / Hebelift
  • Außenlift
  • Kurvenlift
  • Stehlift

Sitzlift: Auf dem Stuhl Treppen überwinden

Der Sitzlift eignet sich für Personen, die noch eigenständig laufen können, denen aber das selbstständige Treppensteigen schwer fällt oder nicht möglich ist. Wer den Sitzlift benutzt, nimmt auf einem gepolsterten Stuhl Platz, der an Schienen die Treppenwand entlangfährt, und kann per Knopfdruck ganz bequem eine oder mehrere Etagen überwinden. Der Sitzlift ist für die Nutzer die richtige Wahl, die eigenständig Platz nehmen und aufstehen können. Für Rollstuhlfahrer ist ein Sitzlift nur sehr bedingt geeignet. Denn Rollstuhlfahrer, die einen Sitzlift nutzen möchten, müssten vom Rollstuhl auf den Sitzlift übersetzen können. Zudem hätte am Ein- und Ausstieg immer ein Rollstuhl griffbereit zu sein. Für körperlich schwache Menschen, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, ist der Sitzlift deshalb nicht geeignet. Sind nur geringe Höhenunterschiede zu überwinden, können auch Rollstuhlrampen eine Lösung sein. Ansonsten sind Plattformlifte für Rollstuhlnutzer geeignete Hilfsmittel um ein barrierefreies Wohnen zuhause zu ermöglichen.

Trotz des fest installierten Sitzes benötigt ein Sitzlift nicht allzu viel Platz. Bei den gängigen Modellen lässt sich die Sitzfläche nach oben klappen, so dass ausreichend Platz zum Begehen der Treppe bleibt.

Homelift oder Senkrechtlift: Der Fahrstuhl für das eigene Zuhause

Besonders bequem zu nutzen sind sogenannte Homelifte oder auch Senkrechtlifte. Sie sind eine gute Mobilitätshilfe für Menschen, die auf den Rollstuhl oder Rollator angewiesen sind. Ein Senkrechtlift ist vergleichbar mit einem kleinen Fahrstuhl für zuhause. Je nach Ausführung eignet sich ein Senkrechtlift sowohl für den Innenbereich als auch für den Außenbereich. Wie ein Personenlift befördert ein Senkrechtlift die Nutzer per Knopfdruck bequem von einer Etage in die nächste. Es ist mehr Platz als für den Treppenlift notwendig, jedoch gibt es auch platzsparende Modelle, die sich für die Nachrüstung eignen. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Je nach Größe kann ein Homelift bequem mit dem Rollstuhl oder Rollator genutzt werden.
  • Es können bei Bedarf auch Lasten transportiert werden.
  • Zudem können mehrere Personen gleichzeitig in einem Senkrechtlift befördert werden.
  • Dank leistungsstarker Antriebstechnik kann ein Homelift Höhen von bis zu 15 Metern überwinden.

Nachteile des Homelifts sind, dass er relativ viel Platz benötigt, häufig größere Umbauarbeiten wie etwa Wanddurchbrüche notwendig sind und deshalb insgesamt relativ teuer ist.

Plattformlift Rollstuhl

Plattformlift: Sicher für Rollstuhl und Rollator

Ganz ähnlich wie ein Sitzlift funktioniert der Plattformlift: Über Schienen fährt er die Treppenwand entlang. Anstelle eines Sitzes verfügt der Plattformlift aber über eine flache Metallplatte zum Transport von Personen oder Gegenständen. So können Menschen, die auf den Rollstuhl oder Rollator angewiesen sind, einfach die Plattform befahren. Der Vorteil: Sie können ihre Hilfsmittel wie Rollator oder Rollstuhl gleich in die nächste Etage mitnehmen. Je nach Modell gibt es auch Plattformlifte, die im Stehen genutzt werden können. Solche Modelle sind mit entsprechenden Halterungen und Sicherungen ausgestattet, so dass der Nutzer während der Fahrt nicht herabstürzen kann. Auch ein Plattformlift kann meist platzsparend hochgeklappt werden, so dass auf der Treppe genügend Platz für Fußgänger ist.

Hublift / Hebelift: Große Hilfe bei kleinen Höhenunterschieden

Wenn die zu überwindenden Höhenunterschiede nicht allzu hoch sind, ist der Hublift, auch Hebelift genannt, für Rollstuhlfahrer oder Rollator-Nutzer eine kostengünstige Alternative zum Plattformlift. Wie auch der Plattformlift, verfügt der Hublift über eine ebene, befahrbare Metallplatte. Allerdings verläuft er nicht entlang der Treppe, sondern überwindet den Höhenunterschied senkrecht hochfahrend. Anders als bei einem Aufzug benötigt ein Hublift keinen Schacht. Gängige Modelle überwinden Höhen von 0,8 bis maximal 2 Metern. Besonders leistungsstarke Modelle schaffen auch 3 Meter. Ein Hublift eignet sich gut, wenn der zur Verfügung stehende Platz für eine Rampe nicht ausreicht. Je nach Ausführung ist ein Hublift für Innenräume und den Außenbereich geeignet.

immoverkauf24 Info:

Treppensteiger: Eine Hilfe für Helfer

Eine große Unterstützung für pflegende Angehörige oder Mitarbeiter von ambulanten Pflegediensten bietet ein Treppensteiger, der auch Treppenraupe oder Treppensteighilfe genannt wird. Je nach Modell handelt es sich um ein Gerät mit oder ohne Sitzmöglichkeit. Es wird am Rollstuhl angesetzt und mit Hilfe eines Elektromotors bewegt. Ein solches Hilfsmittel ist nicht fest eingebaut, sondern kann flexibel dort eingesetzt werden, wo es benötigt wird. Allerdings ist auf jeden Fall die Hilfe einer Person erforderlich. Allein kann ein Rollstuhlfahrer mit dem Treppensteiger keine Stufen überwinden. Der Treppensteiger erklimmt mitsamt Rollstuhl eine Stufe nach der anderen und legt an jeder Stufenkante einen kleinen Stopp ein. Die Begleitperson hält den Treppensteiger und lenkt das Hilfsgerät.

Außenlift: Der Fahrstuhl für draußen

Ist ausreichend Platz vorhanden und reichen die finanziellen Mittel aus, kann ein Außenlift das Leben für mobilitätseingeschränkte Menschen, Rollstuhlfahrer, Nutzer von Rollatoren, aber auch von Familien mit Kinderwagen erheblich erleichtern. Je nach Platzangebot und Ausstiegsmöglichkeiten im Obergeschoss kann ein Außenlift auch nachträglich an einer Immobilie angebracht werden – allerdings verbunden mit umfangreichen Baumaßnahmen und Kosten. Das Prinzip ist das eines Fahrstuhls. Der Nutzer geht oder fährt etwa mit dem Rollstuhl in eine Art Kabine und wird per Knopfdruck auf- oder abwärts befördert. Der Außenlift ist auch dann eine gute Hilfe, wenn Lasten befördert werden müssen.

immoverkauf24 Tipp:

Für die Finanzierung bzw. Bezuschussung eines Treppenliftes ist die Pflegekasse zuständig – jedenfalls dann, wenn die Pflege zu Hause stattfindet und ein Pflegegrad vorliegt. Veränderungen an der Wohnumgebung, so auch der Badumbau oder fest installierte Rollstuhlrampen, sind sogenannte wohnumfeldverbessernde Maßnahmen und werden mit bis zu 4.000 Euro pro Person und Maßnahme bezuschusst. Eine Maßnahme kann allerdings auch mehrere Umbauten zu einem Zeitpunkt umfassen. Leigt kein Pflegegrad vor, müssen andere Zuschüsse geprüft werden (siehe "7. Welche Zuschüsse gibt es für Treppenlifte?").

kurvige Treppe mit Sitzlift

Kurvenlift: Der Spezialist, für Ecken und Kurven

Nicht jedes Treppenhaus verläuft gerade. Wenn die Treppe um die Ecke oder kurvig verläuft oder eine Wendeltreppen ist, eignet sich ein Kurvenlift für Menschen, die Unterstützung beim Treppensteigen benötigen, aber noch ohne fremde Hilfsmittel laufen können. Der Kurvenlift verläuft als Sitzlift, Stehlift oder Plattformlift über ein Schienensystem. Dabei werden die einzelnen Elemente so kombiniert, so dass der Kurvenlift dem Verlauf des Treppenhauses genau folgt. Die Schienen eines Kurvenlifts sind deshalb stets eine Sonderanfertigung.

Wird ein Kurvenlift als Lösung für ein verwinkeltes und enges Treppenhaus gewählt, dann eignet sich meist ein Sitzlift oder Stehlift. Denn je enger das Treppenhaus ist, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Platzangebot für einen Plattformlift ausreicht. Muss zum Beispiel ein Rollstuhlfahrer ein besonders enges oder verwinkeltes Treppenhaus überwinden, empfiehlt sich die Nachrüstung zum Beispiel eines Homeliftes oder Außenliftes.

Stehlift: Sonderlösung für spezielle Anforderungen

Ein Stehleft kann für Personen geeignet sein, die zwar noch laufen können, denen das Hinsetzen und Aufstehen jedoch schwer fällt, weil sie etwa unter Gelenkversteifungen leiden. Anders als ein Plattformlift benötigt ein Stehlift gerade einmal so viel Platz wie ein Sitzlift. Statt einer Sitzgelegenheit dient ein kleines Podest zum Stehen zur Beförderung. Eine Halterung sichert den Nutzer während des Transportes auf dem Stehlift.

immoverkauf24 Tipp:

Wenn kein Treppenlift für das barrierefreie Wohnen zuhause in Frage kommt, weil das Treppenhaus zu eng ist oder die private Pflege Zuhause nicht möglich ist, kann eine neue Wohnform im Alter notwendig werden: Ob betreutes Wohnen, eine Senioren-WG, eine Pflegeheim oder eine Seniorenresidenz geeignet ist, hängt vom Gesundheitszustand, von den Wünschen und von den finanziellen Möglichkeiten des Bewohners ab. Ein Überblick, was beim Wohnen im Alter wichtig ist.

2. Wie funktioniert ein Treppenlift?

Die Funktionsweise eines Treppenliftes ist abhängig vom jeweiligen Modell. Sitzlift, Plattformlift, Kurvenlift und Stehlift funktionieren jedoch nach dem gleichen Prinzip. Ein Sitz oder eine Plattform gleitet an einer Schiene entlang des Treppenverlaufs. In der Regel ist die Fahrbahn an der Seitenwand, den Stufen oder am Geländer fest installiert. Angetrieben werden diese Lift-Typen von einem Elektromotor, der entweder an die Stromversorgung der Immobilie angeschlossen wird oder mit einem Akku betrieben wird, der regelmäßig aufgeladen werden muss.

Der Hublift oder Hebelift arbeitet nach einem etwas anderen System: So wird die Plattform des Hubliftes mit einer speziellen Mechanik gerade angehoben oder abgesenkt. Der Homelift und der Außenlift funktionieren ähnlich wie ein Fahrstuhl. Der Lift verläuft in einem Schacht und wird mit einem fahrstuhlähnlichen Antrieb bewegt. Auch diese Liftarten werden über die Stromversorgung angetrieben. Bewegt werden diese Modelle in der Regel durch einen Hydraulikantrieb.

3. Wie wird der Treppenlift befestigt?

Bei Sitzliften und Plattformliften werden die entsprechenden Schienensysteme in der Regel an der Wand verschraubt. Zudem werden die Schienen an einigen Punkten an den Treppenstufen befestigt. Wenn eine Verschraubung in Wand oder an wertvollen Holz- oder Marmorstufen nicht erwünscht ist, gibt es alternative Methoden: Z.B. eine Befestigung per Klemmschienen oder Stützen im Treppenauge (dabei handelt es sich um die lichte Öffnung in der Mitte einer Treppe, der von Treppenläufen und Absätzen gebildet und umschlossen wird).

4. Was sind Voraussetzungen für den Treppenlift-Einbau?

  • Voraussetzungen der Nutzer:

Wer einen Treppenlift im häuslichen Umfeld nutzt, sollte das Gerät in jedem Fall selbstständig beherrschen können. Dazu gehört nicht nur die Bedienung der Start- und Stopptasten. Die Nutzer, Angehörige oder Mitbewohner sollten auch den Überblick haben, wann zum Beispiel ein Akku aufgeladen oder ein Treppenlifter gewartet werden muss. Zudem ist ein gewisses Maß an Schwindelfreiheit erforderlich. Schließlich bewegt ein Treppenlift seinen Nutzer unter Umständen einige Meter in die Höhe. Wer auf dem Treppenlift unterwegs ist, sollte auch die vorhandenen Sicherungssysteme eigenständig bedienen können. Dazu gehören zum Beispiel die Haltevorrichtungen eines Stehliftes oder die Absperrvorrichtungen eines Hubliftes. Zudem sollten Nutzer eigenständig ein- und aussteigen können oder sich selbst auf den Sitz setzen und auch wieder aufstehen können.

  • Bauliche Voraussetzungen:

Nicht jedes Treppenlift-Modell eignet sich für jede Immobilie. Doch es gibt eine gute Nachricht: In ca. 90 Prozent aller Immobilien lassen sich nachträglich Treppenlift-Lösungen integrieren.

Dennoch sollten vor dem Einbau einige bauliche Gegebenheiten geprüft werden. Dies müssen jedoch in der Regel nicht die Nutzer selbst tun, sondern die Mitarbeiter eines Treppenlift-Anbieters prüfen innerhalb eines kostenlosen Beratungstermins, ob ein Einbau möglich ist. Folgende Gegebenheiten einer Immobilie werden begutachtet:

  • die Treppenform:

Der Verlauf einer Treppe ist in der Regel nicht entscheidend, ob ein Treppenlift eingebaut werden kann. Schließlich gibt es selbst für Wendeltreppen mit dem Kurvenlift eine technische Lösung. Dennoch entscheidet die Form der Treppe über die Treppenlift-Variante, die als Lösung in Frage kommt.

Treppenlift
  • die Treppenbreite:

Die Treppe sollte mindestens 1 Meter oder breiter sein, damit ein Treppenlift angebracht werden kann. Denn die Treppe sollte auch mit fest installiertem Lift noch auf herkömmliche Art und Weise genutzt werden können. Denn nur so ist gewährleistet, dass Fluchtwege von ausreichender Breite frei sind.

  • die Wandstärke:

Vor dem Einbau eines Gerätes ist die Beschaffenheit der Wände zu prüfen. Schließlich muss eine Wand einiges an Gewicht aushalten, wenn das Schienensystem des Treppenlifts an der Wand befestigt wird.

  • Start- und Zielpunkt des Lifts:

Ist am Ein- und Ausstieg ausreichend Platz vorhanden? Diese Frage stellt sich für jede Treppenlift-Variante. Wenn sich zum Beispiel Türen in den Bereichen befinden, muss genug Abstand bestehen. Zudem müssen Ein- und Ausstieg einen gewissen Schutzraum aufweisen und deshalb ausreichend Abstand zu den Treppenstufen aufweisen. So sollte zum Beispiel ein Sitzlift so angebracht werden können, dass Nutzer aufstehen können, ohne Gefahr zu laufen, auf der letzten Stufe zu stolpern. Für Rollstuhlfahrer und Nutzer von Rollatoren muss im Ein- und Ausstiegsbereich ausreichend Platz zum Rangieren bleiben.

  • die Anzahl der Etagen

Soll nur eine Treppe überwunden werden? Oder verbindet der Treppenlift gleich mehrere Etagen miteinander? Diese Frage ist entscheidend für die Wahl der Treppenlift-Variante. So eignet sich ein Sitzlift gut, um eine Etage zu überwinden, ein Homelift ist die bessere Lösung, wenn mehrere Etagen miteinander verbunden werden.

  • Innen oder außen:

Ist der Treppenlift geschützt im Innenbereich im Einsatz oder ist das Hilfsmittel Wind und Wetter ausgesetzt? Für den Außenbereich eignen sich ausschließlich spezielle dafür vorgesehene Modelle, weil empfindliche Bauteile vor Feuchtigkeit geschützt verbaut sein müssen.

  • Rechtliche Voraussetzungen:

  • Baurecht:

Wer einen Treppenlift nutzt, darf die geltenden baurechtlichen Anforderungen an Immobilien nicht außer Acht lassen. Dazu gehören:

  • Anforderungen an Fluchtwege
  • Anforderungen an Brandschutz
  • Anforderungen an die Verkehrssicherheit von Treppen (Laufbreite, Handlauf)
  • Mietrecht:

Soll der Treppenlift in einer gemieteten Immobilie genutzt werden, ist auf jeden Fall das Einverständnis des Vermieters einzuholen. Zwar regelt das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB), dass Mieter grundsätzlich Anspruch auf einen barrierefreien Zugang zu ihrer Wohnung haben. Dazu gehört auch die Tatsache, dass ein Vermieter einen Treppenlift dulden muss. Jedoch kann der Vermieter seine Zustimmung verweigern, wenn sein Interesse an der unveränderten Erhaltung der Mietsache oder des Gebäudes schwerer wiegt. Auch zu berücksichtigen sind die Interessen anderer Mieter. Bei Gerichtsurteilen in vergleichbaren Fällen, mussten die Richter deshalb jeweils im Einzelfall die Interessen des Vermieters und des Treppenlift-Nutzers abwägen. Grundsätzlich gilt: Je stärker die Behinderung eines Bewohners, desto gewichtiger ist sein Interesse an einem barrierefreien Umbau zu bewerten. Die Kosten für Anschaffung und Einbau sowie die Kosten für den Rückbau hat in jedem Fall der Mieter, nicht der Vermieter zu tragen. Den Rückbau übernehmen jedoch meist die Anbieter-Firmen ohne Aufpreis. Die Treppenlift-Kosten übernimmt zudem in vielen Fällen die Pflegekasse – siehe „ 7. Welche Zuschüsse gibt es für Treppenlifte?“.  Zudem kann der Mieter verpflichtet werden, im Falle eines Auszuges sämtliche Kosten für Rückbaumaßnahmen zu übernehmen.

  • Eigentumswohnung:

Wer in einer Eigentumswohnung lebt und nachträglich einen Treppenlift einbauen lassen möchte, benötigt das Einverständnis der Eigentümergemeinschaft.

5. Wie funktioniert der Treppenlift-Einbau?

Ist die Entscheidung für einen Treppenlift gefallen, sollten sich Interessenten an verschiedene Anbieter wenden. So läuft der Treppenlift-Einbau üblicherweise von Anfang bis Ende ab:

  • Kontaktaufnahme mit verschiedenen Anbietern
  • Ortstermin zur Beratung und Vermessung zur Vorbereitung eines entsprechenden Angebotes – dieser Termin sollte kostenlos sein.
  • Vergleich der Angebote der verschiedenen Anbieter
  • Auftragsvergabe
  • Fertigung des Liftes
  • Einbau durch die Fachfirma, in der Regel innerhalb eines halben Tages (bei einfachen Lift-Varianten)
  • Inbetriebnahme und regelmäßige Wartung durch die Fachfirma

immoverkauf24 Tipp:

Wer keinen Anspruch auf einen finanziellen Zuschuss von der Pflegekasse zum Treppenlift hat, weil kein Pflegegrad vorliegt, kann den Treppenlift mit Hilfe eines Kredits finanzieren. Hier ein Überblick über mögliche Darlehensarten.

6. Treppenlift: Wie sind die Preise & Kosten?

Der Preis und die Kosten eines Treppenlifts sind abhängig von der Treppenlift-Variante und den baulichen Voraussetzungen in der Immobilie. Der Arbeitsaufwand und Materialeinsatz richten sich neben den baulichen Voraussetzungen auch nach den persönlichen Ansprüchen des Nutzers.

Diese Aspekte sind wesentlich für die Kosten eines Treppenliftes:

  • Modell
  • Länge der Schienen
  • Sonderanfertigungen und individuelle Wünsche
  • Innen- oder Außenbereich
  • Gebäudetyp und bauliche Gegebenheiten
  • Bedienbarkeit und technische Merkmale
  • Service und Instandhaltung

Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick, mit welchen Kosten bei der Anschaffung eines Treppenliftes zu rechnen ist.

Treppenlift Variante Eigenschaft Treppe Treppenlift Kosten
Sitzlift, innen gerade 3.800 bis 9.800 Euro
Sitzlift, innen kurvig 8.000 bis 15.000 Euro
Sitzlift, außen gerade 4.500 bis 7.500 Euro
Plattformlift, innen gerade 9.000 bis 15.000 Euro
Plattformlift, innen kurvig 12.000 bis 25.000 Euro
Plattformlift, außen kurvig 15.000 bis 25.000 Euro
Hublift, innen und außen unter 1,80 Meter Höhe 5.700 bis 15.000 Euro
Hublift, innen und außen bis zu 3,00 Meter Höhe ab 17.500 Euro
Stehlift, innen gerade ab 4.000 Euro
Homelift 3 Etagen ca. 50.000 Euro

Bei den Preisangaben handelt es sich um unverbindliche Richtwerte.

Zu den Anschaffungskosten kommen weitere Kosten für den Unterhalt und die Wartung. Einige Anbieter vereinbaren mit ihren Kunden entsprechende Service-Verträge. Die durchschnittlichen Kosten dafür liegen bei 200 bis 300 Euro im Jahr. Hinzu kommen die Kosten für den Stromverbrauch des Gerätes.

7. Welche Zuschüsse gibt es für Treppenlifte?

Die Kosten für einen Treppenlift wirken auf den ersten Blick hoch. Wer jedoch auf einen Treppenlift angewiesen ist, kann verschiedene Zuschüsse und zinsgünstige Kredite für die Maßnahme in Anspruch nehmen. Nachfolgend ein Überblick:

  • Zuschuss durch Krankenkasse / Pflegeversicherung:

Die an die jeweilige Krankenkasse angeschlossene Pflegekasse zahlt unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschuss für die Anschaffung eines Treppenliftes, so dass für den Nutzer ggf. kaum Kosten anfallen. Voraussetzung ist, dass der oder die Nutzer einen Pflegegrad haben. Ab Pflegegrad 1 bis Pflegegrad 5 zahlt die Pflegekasse bis zu 4.000 Euro je Nutzer, bis zu 16.000 Euro für eine Senioren-WG bzw. Pflege-WG. Leben in einem Haushalt also mehrere Personen mit einem anerkannten Pflegegrad, so kann jeder einzelne einen Zuschuss in Höhe von bis zu 4.000 Euro beanspruchen, maximal vier Bewohner pro Haushalt. 

Achtung!

Vor der Auftragsvergabe zum Einbau eines Treppenliftes muss der Zuschuss zur Wohnraumanpassung von der Pflegeversicherung bewilligt werden. Den Antrag auf einen Zuschuss für eine Wohnraumanpassung, konkret einen Treppenlift, müssen Versicherte also unbedingt als erstes vollziehen. Die Pflegeversicherung zahlt in der Regel dann, wenn der Treppenlift dazu beiträgt, die Selbstständigkeit einer Person zu erhöhen, die häusliche Pflege zu ermöglichen oder zu erleichtern

Treppenlift Zuschüsse
  • Zuschuss durch Krankenkasse / Pflegeversicherung:

Die an die jeweilige Krankenkasse angeschlossene Pflegekasse zahlt unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschuss für die Anschaffung eines Treppenliftes, so dass für den Nutzer ggf. kaum Kosten anfallen. Voraussetzung ist, dass der oder die Nutzer einen Pflegegrad haben. Ab Pflegegrad 1 bis Pflegegrad 5 zahlt die Pflegekasse bis zu 4.000 Euro je Nutzer, bis zu 16.000 Euro für eine Senioren-WG bzw. Pflege-WG. Das gilt sowohl für Eigenheimbesitzer als auch für Mieter. Leben in einem Haushalt mehrere Personen mit einem anerkannten Pflegegrad, so kann jeder einzelne einen Zuschuss in Höhe von bis zu 4.000 Euro beanspruchen. 

  • Zuschuss von Haftpflichtversicherung / Berufsgenossenschaft:

Wer aufgrund von Fremdverschulden auf einen Treppenlift angewiesen ist, hat weitere Möglichkeiten bei der Bezahlung: Ist ein Nutzer zum Beispiel durch einen fremdverschuldeten Unfall beeinträchtigt und benötigt Hilfsmittel wie einen Treppenlift, übernimmt die Haftpflichtversicherung des Verursachers sämtliche Kosten für den Einbau und Unterhalt des Treppenliftes. Handelt es sich um einen Berufsunfall oder ist jemand durch die Folgen einer Berufserkrankung auf den Treppenlift angewiesen, springt die Berufsgenossenschaft bei der Zahlung ein.

  • Zuschuss von Rentenversicherung / Arbeitsagentur:

Trägt der Treppenlift dazu bei, dass der Nutzer weiterhin einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis nachgehen kann, zahlen unter Umständen die Rentenversicherung oder die Agentur für Arbeit dazu.

  • Zuschuss von der KfW:

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) stellt mit dem Programm „Altersgerecht Umbauen – Investitionszuschuss (455)“ unter Umständen einen Zuschuss für den Einbau eines Treppenliftes zur Verfügung. Der Zuschuss richtet sich an Mieter, Eigentümer und Ersterwerber von Immobilien gleichermaßen. Bei Einzelmaßnahmen zur Barrierereduzierung beträgt der Zuschuss 10 Prozent der förderfähigen Investitionskosten. Wer den KfW-Standard „Altersgerechtes Haus“ herstellen möchte, kann bis zu 12,5 % der förderfähigen Investitionskosten geltend machen. Gefördert werden Investitionskosten in Höhe von maximal 50.000 Euro. Das bedeutet, dass der Zuschuss bei Einzelmaßnahmen maximal 5.000 Euro beträgt.

immoverkauf24 Info:

Bei einem Zuschuss durch die Pflegekasse müssen Treppenlift-Nutzer einen Eigenanteil von mindestens 10 Prozent der Kosten des Treppenliftes selbst tragen. Jedoch darf der Eigenanteil nicht die Hälfte des monatlichen Bruttoeinkommens übersteigen. Für Menschen ohne Einkommen heißt das, dass sie keinen Eigenanteil zu tragen haben. Unter die Bezuschussung fallen Sitzlift, Stehtlift, Plattformlift oder Hublift. Ein Antrag auf „Zuschuss zur Verbesserung des häuslichen Wohnumfelds“ kann sowohl für neue als auch für gebrauchte Treppenlift-Modelle gestellt werden.

immoverkauf24 Tipp:

Sie sind Immobilienbesitzer sind und es absehbar ist, dass Sie nicht mehr lange in den eigenen vier Wänden verbleiben können oder wollen? Dann verschaffen Sie sich hier einen Überblick, welche Wohnform im Alter für Sie die richtige ist.

8. Lohnt es, einen Treppenlift gebraucht zu kaufen?

Wenn kein Anspruch auf Zuschüsse zu einem Treppenlift besteht, kann der Kauf eines gebrauchten Treppenliftes eine Alternative sein - jedenfalls eines gebrauchten Treppenlift-Sitzes. Denn es ist zu bedenken, dass es sich bei einem gebrauchten Treppenlift in der Regel lediglich um den Sitz oder die Plattform eins Treppenliftes handelt. Denn die Schienen, die meist das teuerste am Treppenlift sind, sind immer an die individuellen Gegebenheiten eines Treppenhauses angepasst und deshalb nur sehr selten wiederverwendbar. Möglich ist das nur dann, wenn es ein Treppenhaus etwa in einer Reihenhaussiedlung über exakt die gleichen Maße wie ein Nachbarhaus verfügt.

Wer die Angebote auf Kleinanzeigenportalen durchstöbert, findet z.T. sehr günstige Angebote. Dennoch ist beim Kauf eines gebrauchten Treppenliftes Vorsicht geboten. Schließlich ist die Montage eines Treppenliftes kein Kinderspiel, sondern gehört in die Hände eines Fachmannes. Auch Garantie und Wartung sind bei einem Treppenlift sehr wichtig, ansonsten besteht Unfall- und Verletzungsgefahr.

Eine gute Alternative zum Gebrauchtkauf von Privat ist deshalb der Kauf eines gebrauchten Treppenlifts von einem Fachhändler. Viele Fachunternehmen bieten geprüfte gebrauchte Treppenlifte an und gewähren zum Teil Garantieleistungen und Wartung für einen gebrauchten Treppenlift.

Diese Vorteile bietet der Kauf eines gebrauchten Treppenliftes vom Fachhändler:

  • Fachgerechter Einbau
  • Kontrollierte Qualität aller Bestandteile vom Antrieb bis zum Sitzpolster
  • Möglichkeit von Service- und Wartungsleistungen
  • Reparatur und Austausch bestimmter Komponenten
  • Möglichkeit zum Rückkauf an einen Fachhändler
  • Erhalt von Zuschussmöglichkeiten von der Pflegekasse

Die Nachteile beim Kauf eines gebrauchten Treppenlifts:

  • Die kostspieligen Schienen eines gebrauchten Treppenlifts sind in der Regel nicht gebraucht zu kaufen, weil es sich um individuelle Anpassungen handelt.
  • Der Treppenlift kann nicht an individuelle Wünsche angepasst werden.
  • Es müssen Abstriche bei der Garantie gemacht werden.

9. Treppenlift mieten oder kaufen?

Wer die Investitionskosten für einen neuen Treppenlift scheut, kann die Mobilitätshilfe auch mieten. Doch die Miete lohnt sich nur, wenn der Lift nur einen sehr begrenzten Zeitraum lang benötigt wird. Denn wenn die Mietzahlungen längere Zeit andauern, können die Mietkosten den Kaufpreis übersteigen, so dass sich die Investition in einen eigenen Treppenlift lohnt. Stiftung Warentest rät, einen Treppenlift nicht länger als bis zu vier Jahre anzumieten. Viele Anbieter bieten eine maximale Mietdauer von drei Jahren an.

Welche Kosten fallen für die Miete eines Treppenliftes an?

Im Durchschnitt kostet die Miete eines Treppenlifts – je nach Modell und Anbieter – rund 60 bis 150 Euro im Monat. Ähnlich wie beim Einbau richtet sich der Preis nach den örtlichen und baulichen Gegebenheiten sowie nach der Art des Lifters. Üblicherweise leisten Mieter aber nicht nur die monatliche Gebühr für die Nutzung. In der Regel müssen sie vor dem Einbau des Mietmodells bis zu 50 Prozent des Kaufpreises zahlen. Wer den Mietvertrag vorzeitig kündigt, muss unter Umständen dennoch die Miete für die gesamte Vertragslaufzeit zahlen.

Vorteile eines gemieteten Treppenlifts:

  • geringere Investitionskosten
  • Service und Wartung inklusive
  • Demontage des Treppenlifts von Beginn an geregelt

Nachteile eines gemieteten Treppenlifts:

  • Vergleichsweise hohe Kosten bei längerer Mietdauer
  • Mindestvertragslaufzeit ist einzuhalten
  • Etwaige Gewährleistungsansprüche des Vermieters bei Rückgabe

Achtung!

Wer einen Mietvertrag für einen Treppenlift abschließt, sollte unbedingt darauf achten, dass der Vertrag die kostenlose Demontage des Treppenliftes nach Vertragsende vorsieht. Auch ein kostenloser Kundendienst sowie ein Reparatur-Service sollten im Vertrag ausdrücklich vereinbart sein.

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