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Tilgungszuschuss - Wie der KfW Tilgungszuschuss funktioniert

Tilgungszuschuss erhalten

Einen Immobilienkredit aufnehmen und von der Bank einen Tilgungszuschuss erhalten – das klingt zunächst zu schön, um wahr zu sein. Doch genau das bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Bauherren und Käufern an, die einen Kredit aus dem Programm 153 – Energieeffizient Bauen oder dem Programm 151-152 Energieeffizient Sanieren aufnehmen.

Wie es funktioniert? Nachdem die Immobilie fertiggestellt wurde beziehungsweise die Sanierung abgeschlossen ist, reicht der Darlehensnehmer das Formular „Bestätigung nach Durchführung“ bei der KfW ein. Werden die Voraussetzungen erfüllt, gewährt die KfW den Zuschuss in Form einer Gutschrift. Die Restschuld reduziert sich um die Höhe dieser Zahlung. Informationen finden Sie in unseren sieben Fragen und Antworten zum Thema.

1. Was ist der KfW-Tilgungszuschuss?

Die Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gelten unter anderem aufgrund niedriger Zinsen und als attraktive Option für die (teilweise) Finanzierung eines Immobilienvorhabens. Die Idee dahinter: Der Bau oder Kauf möglichst energieeffizienter Häuser soll gefördert und Sanierungsanreize für Besitzer von Bestandsimmobilien sollen geschaffen werden. Als zusätzlicher Anreiz dient dabei der Tilgungszuschuss, den die KfW im Rahmen dieses Programms anbietet. Er ermöglicht es den Darlehensnehmern, das Darlehen schneller zurückzuzahlen und fällt umso großzügiger aus, je höher der energetische Standard des Gebäudes ist beziehungsweise nach Sanierung wird. Je nach Bauweise der Immobilie und Sanierungsvorhaben liegt der Tilgungszuschuss bei 5 bis 27,5 Prozent der Darlehenssumme. Die Gesamtdarlehenssumme der KfW ist bei Neubau und Sanierung mit Erreichen eines KfW-Effizienzhaus-Standards auf 100.000 Euro begrenzt, bei Einzelmaßnahmen oder Maßnahmenpaketen in Rahmen einer Sanierung beträgt die Höchstsumme 50.000 Euro.

2. Wonach bemisst sich die Höhe des KfW-Tilgungszuschusses?

Wie hoch der Tilgungszuschuss ist, den die KfW im Rahmen des Programms 153 – Energieeffizient Bauen und des Programms 151-152 Energieeffizient Sanieren gewährt, hängt vom KfW-Effizienzhaus-Standard der Immobilie beziehungsweise der jeweiligen Sanierungsmaßnahme ab. Damit der Tilgungszuschuss in der Finanzierungskalkulation berücksichtigt werden kann, ist es daher wichtig, den energetischen Standard des Bauvorhabens oder der Bestandsimmobilie zu kennen beziehungsweise genau zu wissen, welche Sanierungsmaßnahmen konkret umgesetzt werden sollen.
Beim Programm 153 – Energieeffizient Bauen ist der Tilgungszuschuss wie folgt gestaffelt, die Darlehenssumme ist jeweils auf 100.000 Euro begrenzt:

  • KfW-Effizienzhaus 55: 5 Prozent (maximal 5.000 Euro)
  • KfW-Effizienzhaus 40: 10 Prozent (maximal 10.000 Euro)
  • KfW-Effizienzhaus 40 Plus: 15 Prozent (maximal 15.000 Euro)

Beim Programm 151-152 Energieeffizient Sanieren beträgt die maximale Darlehenssumme ebenfalls 100.000 Euro, wenn nach der Sanierung einer der folgenden KfW-Effizizienzhaus-Standards erreicht wird. Bei Einzelmaßnahmen oder Maßnahmenpaketen ist die Darlehenssumme auf 50.000 Euro begrenzt.

  • KfW-Effizienzhaus 55: 27,5 Prozent (maximal 27.500 Euro)
  • KfW-Effizienzhaus 70: 22,5 Prozent (maximal 22.500 Euro)
  • KfW-Effizienzhaus 85: 17,5 Prozent (maximal 17.500 Euro)
  • KfW-Effizienzhaus 100: 15 Prozent (maximal 15.000 Euro)
  • KfW-Effizienzhaus 115 oder Denkmal: 12,5 Prozent (maximal 12.500 Euro)
  • Heizungs-/Lüftungspaket: 12,5 Prozent (maximal 6.250 Euro)
  • Einzelmaßnahmen (beispielsweise Wärmedämmung): 7,5 Prozent (maximal 3.750 Euro)

3. Für welche Bauvorhaben kann der KfW-Tilgungszuschuss genutzt werden?

Die KfW setzt bei Neubauten für die Zahlung des Tilgungszuschusses voraus, dass die Immobilie mindestens den so genannten KfW-Effizienzhaus 55-Standard erfüllt. Dieser besagt, dass das Haus nur 55 Prozent des Energiebedarfs eines Standard-Neubaus nach aktueller Energieeinsparverordnung (EnEV) aufweist. Ist dies der Fall, spendiert die KfW mindestens 5 Prozent der Darlehenssumme als Tilgungszuschuss, beträgt der Energiebedarf nur 40 Prozent, steigt der Tilgungszuschuss auf 10 Prozent. Und sogar 15 Prozent gibt es von der KfW, wenn weitere Anlagen zur Stromerzeugung und Lüftung installiert werden.

Bei Sanierungsvorhaben hingegen ist die Staffelung breiter und liegt je nach Maßnahmenpaket zwischen 7,5 und 27,5 Prozent des Darlehensbetrags. Wer im Rahmen einer umfassenden Sanierung den KfW-Effizienzhaus 55-Standard erreicht, wird mit 27,5 Prozent der Darlehenssumme belohnt, die als Zuschuss gezahlt werden.

4. In welchen KfW-Programmen ist der Tilgungszuschuss enthalten?

Der Tilgungszuschuss ist im Programm 153 – Energieeffizient Bauen sowie im Programm 151-152 Energieeffizient Sanieren vorgesehen. Dabei gilt die simple Rechnung: Je höher die Energieeffizienz nach Fertigstellung, Immobilienkauf oder Sanierung, desto höher der Zuschuss.

Hinweis von immoverkauf24:

Für Sanierungsvorhaben kann es bei ausreichend Eigenkapital interessant sein, das Programm 430 – Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss zu nutzen. Je nach Umfang der Maßnahmen übernimmt die KfW 10 bis 30 Prozent der Kosten. Bei Einzelmaßnahmen und Maßnahmenpaketen sind dies 10 und 15 Prozent beziehungsweise maximal 5.000 und 7.500 Euro, beim Umbau auf KfW-Effizienzhaus-Standards liegt der Zuschuss bei 15 bis 30 Prozent (15.000 bis 30.000 Euro).

5. Wie wird der Tilgungszuschuss beantragt?

Der Tilgungszuschuss ist fester Bestandteil des Darlehensvertrags, ausgezahlt wird er nach Vorlage der so genannten „Bestätigung nach Durchführung“, die von Bauträger, Kreditnehmer und finanzierender Bank ausgefüllt wird. Bestätigt der Bauträger, dass der jeweilige energetische Standard erreicht wurde, zahlt die KfW den Tilgungszuschuss in Form einer Gutschrift, um die sich das KfW-Darlehen reduziert – eine Barauszahlung oder Überweisung ist nicht möglich.

6. Gibt es einen Anspruch auf den Tilgungszuschuss?

Auch wenn der Tilgungszuschuss Bestandteil des Kreditvertrags mit der KfW ist – einen festen Anspruch darauf gibt es nicht. Vielmehr kommt es darauf an, dass der Kreditnehmer den Nachweis über die Energieeffizienz erbringen muss. Dieser erfolgt über das KfW-Formular „Bestätigung nach Durchführung“, in dem der Bauträger dies bescheinigt. Je nachdem, wie hoch die Energieersparnis ausfällt, gewährt die KfW den dazugehörigen Tilgungszuschuss.

Hinweis von immoverkauf24:

Hier finden Sie das Formular "Bestätigung nach Durchführung"

7. Welche Rolle spielt die Energieeinsparverordnung EnEV beim Tilgungszuschuss?

EnEV

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) ist insofern für den Tilgungszuschuss relevant, als dass ein Haus nach EnEV-Standard als Referenzgebäude für die Ermittlung des KfW-Effizienzhaus-Standards gilt. Ein solcher Neubau entspricht dem KfW-Effizienzhaus 100 und er dient hinsichtlich des Energiebedarfs als Vergleichsmaßstab. Ist von einem KfW-Effizienzhaus 85 die Rede, bedeutet dies, dass der Energiebedarf dieses Gebäudes 85 Prozent des KfW-Effizienzhauses 100 beträgt. Dieser Zusammenhang führt dazu, dass die Anforderungen an die drei KfW-Effizienzhaus-Standards steigen, wenn die Vorgaben der EnEV verschärft werden. Daher ist der Tilgungszuschuss auch abhängig davon.

Eine Ausnahme gilt für den Zuschuss, den die KfW für Einzelmaßnahmen oder Maßnahmenpakete bei einer Sanierung zahlt.

Im Allgemeinen gilt:

Je energieeffizienter ein Gebäude saniert oder gebaut wird, desto höher ist der Tilgungszuschuss durch die KfW.

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