Kostenlos anrufen
Ausgezeichneter Service von immoverkauf24 durch ausgezeichnet.org
TÜV-geprüfter Service von immoverkauf24 durch TÜV-Saarland
Zertifizierte Sicherheit von immoverkauf24 durch comodo.com

Die 5 wichtigsten Informationen über die Mietpreisbremse

Was Sie als Vermieter wissen müssen!

Die Mietpreisbremse wirft bei Vermietern viele Fragen auf. Die neue Regelung zur Dämpfung des Mietanstiegs trat am 1. Juni 2015 in Kraft und kann von den Bundesländern für “angespannte Wohnungsmärkte” ausgesprochen werden. immoverkauf24 hat für Vermieter die wichtigsten Informationen zusammengestellt.

1. Was ist die Mietpreisbremse?

Die so genannte Mietpreisbremse ist eine gesetzliche Regelung, die in Städten und Gemeinden mit knappem Wohnraumangebot dafür sorgen soll, dass die Mieten nicht weiterhin stark ansteigen. Korrekt heißt sie “Gesetz zur Dämpfung des Mietanstiegs auf angespannten Wohnungsmärkten”. Die Bundesländer können Gebiete aussprechen, in denen die Mietpreisbremse gilt. In diesen Gebieten darf dann bei Neuvermietung einer Bestandswohnung die Miete nicht mit mehr als 10% über der ortsüblichen Vergleichsmiete veranschlagt werden. Die ortsübliche Vergleichsmiete wird in Form des Mietspiegels einer Stadt / Gemeinde festgelegt. Mehr dazu unter Punkt 4.

immoverkauf24 Tipp

Vermieter müssen bei der Festsetzung der Miete genau darauf achten, welche Ausnahmen von der Mietpreisbremse gelten. Bei Neubauten (Erstvermietung nach 1.10.2014), umfassenden Modernisierungen (Kosten, die höher waren als 1/3 der Kosten für einen vergleichbaren Neubau) und bestehenden Mietpreisen, die bereits vor Inkrafttreten der Bremse mehr als 10% über der ortsüblichen Vergleichsmiete lagen, gilt die Mietpreisbremse nicht. Bei Indexmieten und Staffelmieten gelten zum Teil unabhängige Regelungen.

Sie wünschen sich Beratung bezüglich der korrekten Festlegung der Miete? Beauftragen Sie einen von immoverkauf24 geprüften Immobilienmakler für Vermietung!

2. Wo gilt die Mietpreisbremse, welche Städte sind betroffen?

fotolia_49767204_s.jpg

Die Mietpreisbremse kann von den Bundesländern dort eingesetzt werden, wo nach ihrem Ermessen der Mietraum zu knapp ist und per Gesetz stärker in die Festsetzung der Mieten eingegriffen werden muss. Berlin, Hamburg und NRW waren die ersten Länder, die von der neuen Möglichkeit Gebrauch gemacht haben.

Da die Bundesländer immer mehr Gebiete mit der Mietpreisbremse belegen und der Prozess noch in der Entwicklung ist, kommen stetig neue Orte hinzu. Bitte informieren Sie sich konkret und aktuell über Ihre Stadt bzw. Gemeinde.

Es kann auch innerhalb einer Stadt partielle Ausnahmen von der Mietpreisbremse geben.

3. Mieterhöhung mit Mietpreisbremse – Wie funktioniert das?

Der Vermieter muss sich bei einer Mieterhöhung an die Kappungsgrenze halten. Flächendeckend war es bis zum 1. Mai 2013 so, dass die Miete innerhalb von 3 Jahren um maximal 20% der vor der Mieterhöhung bestehenden Miete angehoben werden durfte. Mit Inkrafttreten der Mietrechtsreform wurde den Bundesländern ermöglicht, in Gebieten mit knappem Wohnraum die Kappungsgrenze auf 15% zu senken. Auch diese Gesetzesanpassung bezüglich der Mieterhöhungen wird als Mietpreisbremse bezeichnet.

4. Mietpreisbremse: Diese Rolle spielt der Mietspiegel

Da die Umsetzung der Mietpreisbremse als Grundlage die jeweils “ortsübliche Vergleichsmiete” benötigt, spielt der aktuelle Mietspiegel der Stadt oder Gemeinde eine wichtige Rolle. Die Mietspiegel sind die anerkanntesten Datenquellen zur Festsetzung der Miete. Sie werden von den Städten und Gemeinden veröffentlicht und lassen sich durch eine einfache Recherche im Internet finden.

Bitte beachten Sie dass beim Haus vermieten im Gegensatz zum Wohnung vermieten besondere Regeln gelten. Meist gibt es keinen Mietspiegel für Häuser, weswegen die ortsübliche Vergleichsmiete anhand von drei Vergleichsimmobilien bemessen werden muss.

5. Mietpreisbremse – Kritik

Immobilienpreise Kurve

An der Mietpreisbremse gab es bereits vor Inkrafttreten viel Kritik. Auch in der ersten Praxiserfahrung werden die Probleme mit der neuen Regelung deutlich. Vielerorts fehlt es an Mietspiegeln oder diese sind veraltet, weswegen es keine gute Berechnungsgrundlage für die Miete gibt. Die Vermieter können sich folglich nicht richtig verhalten, da es einfach an Daten fehlt. Des weiteren werden Vermieter vielerorts auf umfangreiche Modernisierungen oder Sanierungen verzichten, da sich diese nicht mehr rechnen. Die Miete kann die Kosten durch die Deckelung nicht tragen und es ist wirtschaftlicher, ein Haus nicht weiter zu pflegen.

Die Mietpreisbremse steht außerdem in der Kritik, den Wohnraum vorwiegend für wohlhabende Mieter zu vergünstigen. Sie macht die ohnehin schon beliebten Stadtteile nun zusätzlich preislich attraktiv, wodurch sich die Konkurrenz unter den Mietinteressenten verstärkt. Da Vermieter trotz Mietpreisbremse die einkommensstärksten Mieter finden wollen, erhalten diese die erhöhte Chance auf preiswerteren und beliebten Wohnraum. Viele Auswirkungen der Mietpreisbremse werden erst in einigen Jahren deutlich werden.

Bewertung
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

Bewertung dieser Seite: 4 von 5 Punkten (5 Bewertungen)

Finden Sie diese Seite hilfreich? Geben auch Sie mit einem Klick auf die Sterne Ihre Bewertung ab.
(1 Stern: Wenig hilfreich, 5 Sterne: Sehr hilfreich)