Hauspreise: Aktuelle Hauspreisentwicklung in Deutschland 2026
Wer ein Haus verkaufen oder kaufen möchte, sollte sich zunächst über die aktuellen Hauspreise und deren Entwicklung in der jeweiligen Region informieren. Verkäufer erhalten dadurch eine erste Einschätzung des möglichen Verkaufspreises, während Käufer besser beurteilen können, ob der Hauskauf mit Eigenkapital, Einkommen und Finanzierung realistisch ist.
- Nach den Rückgängen 2023 und 2024 steigen die Hauspreise aktuell wieder moderat. Statistiken zeigen jedoch eine deutlich ruhigere Entwicklung als in früheren Boomjahren.
- Der durchschnittliche Hauspreis liegt 2026 bei etwa 2.900 bis 3.100 € pro Quadratmeter im Bestand. Neubauten sind teurer und auch regional weichen die Hauspreise pro qm erheblich ab.
- Besonders markant entwickeln sich die Hauspreise in Großstädten: Hamburg verzeichnet starke Zuwächse, während Frankfurt teilweise stagniert oder leicht sinkt. Ein regionaler Vergleich ist daher unverzichtbar.
- Wie ist die aktuelle Entwicklung der Hauspreise in Deutschland?
- Was sind die durchschnittlichen Hauspreise pro qm in 2026?
- Wie unterscheiden sich die Hauspreise nach Bundesland?
- Welche Hauspreise gelten in den größten Städten Deutschlands?
- Wie kann ich den Hauspreis berechnen?
- Welche Prognose gibt es für Hauspreise in den kommenden Jahren?
- Wovon hängen die Hauspreise ab?
- Fazit: Auf steigende Hauspreise spekulieren oder jetzt verkaufen?
1. Wie ist die aktuelle Entwicklung der Hauspreise in Deutschland?
Die Entwicklung der Hauspreise in Deutschland zeigt seit 2023 eine deutliche Trendwende, die sich bis 2026 fortsetzt. Nach dem starken Rückgang in den Jahren 2023 und 2024 hat sich der Markt inzwischen stabilisiert. 2025 folgte die erste Erholung – ein Trend, der sich 2026 bestätigt, wenn auch auf moderatem Niveau. Aktuell steigen die Hauspreise weiter leicht an. Im ersten Quartal 2026 lagen sie etwa 1,4 % über dem Vorjahr und 0,3 % über dem Vorquartal. Damit setzt sich die positive Entwicklung aus 2025 fort, bleibt jedoch deutlich unter der Dynamik früherer Boomjahre.
Die Entwicklung der Hauspreise verläuft jedoch nicht einheitlich. Zuletzt verteuerten sich Neubauten um 2,1 %, während Bestandsimmobilien um 1,2 % zulegten. Gewinner dieses Aufwärtstrends sind Einfamilienhäuser im Bestand, denn hier stiegen die durchschnittlichen Hauspreise pro qm um 2,9 % gegenüber dem Vorjahr. Zudem herrschen auch in 2026 starke regionale Unterschiede zwischen Hauspreisen in deutschen Großstädten und ländlichen bzw. entwicklungsschwachen Gebieten.
Statistik für Hauspreise: DESTATIS Preisindex für Ein- und Zweifamilienhäuser
Der Häuserpreisindex des Statistischen Bundesamts (DESTATIS) für Ein- und Zweifamilienhäuser macht den deutschlandweiten Anstieg der Hauspreise 2026 sowie die regionalen Unterschiede deutlich:
Wie genau sind Statistiken zum Hauspreis in Deutschland?
Statistiken zu Hauspreisen in Deutschland liefern eine wichtige Grundlage, sind jedoch nur bedingt realistisch. Sie basieren meist auf Durchschnittswerten oder Angebotspreisen und können regionale Unterschiede sowie individuelle Objektmerkmale nur ingeschränkt abbilden. Für eine fundierte Bewertung sollten daher immer die aktuelle Marktlage 2026 und objektspezifische Faktoren wie Lage, Zustand und Nachfrage berücksichtigt werden.
2. Was sind die durchschnittlichen Hauspreise pro qm in 2026?
Die Hauspreise spiegeln die Stabilisierung des Immobilienmarktes in Deutschland 2026 wider, unterscheiden sich jedoch je nach Objektart und Datengrundlage deutlich. Ein einzelner durchschnittlicher Hauspreis pro qm greift daher zu kurz. Für eine realistische Einordnung lohnt sich die Differenzierung nach Einfamilienhäusern sowie Zwei- und Mehrfamilienhäusern und nach Bestand und Neubau. Aktuell liegen Bestandshäuser bei etwa 2.867 bis 3.055 Euro pro qm, Neubauhäuser bei 3.920 bis 4.369 Euro. Damit sind neue Einfamilienhäuser im Schnitt deutlich teurer als Bestandsobjekte, wobei Lage und Zustand weiterhin entscheidend bleiben.
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Durchschnittlicher Hauspreis 2026 |
Entwicklung gegenüber 2025 |
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Einfamilienhaus im Bestand |
ca. 2.867 €/m² |
+2,9 % |
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Einfamilienhaus als Neubau |
ca. 3.920 €/m² |
+2,9 % |
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Zwei- oder Mehrfamilienhaus im Bestand |
ca. 3.055 €/m² |
+1,4 % |
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Zwei- oder Mehrfamilienhaus als Neubau |
ca. 4.369 €/m² |
+1,6 % |
3. Wie unterscheiden sich die Hauspreise nach Bundesland?
Die Hauspreise nach Bundesland unterscheiden sich auch 2026 erheblich. Ausschlaggebend sind vor allem Wirtschaftskraft, Bevölkerungsentwicklung, Baulandangebot, Infrastruktur und die Nähe zu Metropolen. Im Hauspreise-Vergleich reicht die Orientierungsspanne von rund 2.150 bis 2.850 Euro pro qm in Sachsen-Anhalt bis etwa 5.400 bis 6.150 Euro pro qm in Hamburg. Generell liegen Neubauten preistechnisch meist über dem Bestand.
Hauspreise nach Bundesland im Überblick
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Bundesland |
Durchschnittlicher Hauspreis 2026 |
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Baden-Württemberg |
ca. 3.900 - 4.500 €/m² |
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Bayern |
ca. 4.300 - 5.000 €/m² |
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Berlin |
ca. 4.600 - 5.800 €/m² |
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Brandenburg |
ca. 2.450 - 3.050 €/m² |
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Bremen |
ca. 3.250 - 3.850 €/m² |
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Hamburg |
ca. 5.400 - 6.150 €/m² |
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Hessen |
ca. 3.300 - 4.000 €/m² |
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Mecklenburg-Vorpommern |
ca. 2.500 - 3.500 €/m² |
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Niedersachsen |
ca. 2.750 - 3.300 €/m² |
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Nordrhein-Westfalen |
ca. 3.400 - 3.800 €/m² |
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Rheinland-Pfalz |
ca. 2.700 - 3.250 €/m² |
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Saarland |
ca. 2.600 - 3.100 €/m² |
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Sachsen |
ca. 2.650 - 3.050 €/m² |
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Sachsen-Anhalt |
ca. 2.150 - 2.850 €/m² |
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Schleswig-Holstein |
ca. 3.200 - 3.700 €/m² |
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Thüringen |
ca. 2.150 - 3.100 €/m² |
Der durchschnittliche Hauspreis eines Bundeslandes liefert nur einen groben Überblick über den Preis, der für ein einzelnes Haus erzielt werden kann. Innerhalb eines Bundeslandes können die Immobilienpreise für ein Haus zwischen Großstadt, Speckgürtel und ländlichem Raum erheblich voneinander abweichen. Auch Baujahr, Energieeffizienz, Grundstücksgröße, Zustand und Ausstattung beeinflussen die tatsächlichen Hauspreise pro qm stark.
4. Welche Hauspreise gelten in den größten Städten Deutschlands?
Auch die Hauspreise in Deutschlands größten Städten unterscheiden sich 2026 deutlich. Unter den sieben Metropolen ist München mit 8.710 bis 10.682 Euro pro qm am teuersten, Berlin mit 4.849 bis 6.423 Euro pro qm am günstigsten. Verantwortlich sind vor allem Baulandknappheit, lokale Kaufkraft, Bevölkerungsentwicklung, Neubauangebot und die Attraktivität einzelner Wohnlagen. Auch innerhalb jeder Stadt sind die Unterschiede groß.
Hauspreise im Vergleich: So stark wirken regionale Unterschiede
- Der Hauspreise-Vergleich zeigt München als deutlichen Ausreißer nach oben: Selbst Bestandshäuser kosten dort durchschnittlich mehr als Neubauten in vielen anderen Städten Deutschlands. Mit Abstand folgen Stuttgart, Hamburg und Frankfurt am Main. Berlin weist unter den sieben Metropolen die niedrigsten Hauspreise pro qm auf, obwohl einzelne begehrte Stadtteile erheblich teurer sein können.
- Auch die Preisentwicklung verläuft uneinheitlich. Während die Hauspreise aktuell besonders in Hamburg steigen und sich in Berlin vor allem Neubauten überdurchschnittlich verteuern, liegen in Frankfurt am Main sowohl Bestands- als auch Neubauangebote geringfügig unter dem Vorjahresniveau. Ein hoher durchschnittlicher Hauspreis bedeutet also nicht automatisch auch die stärkste Preissteigerung.
- Für die konkreten Immobilienpreise eines Hauses sind neben der Stadt vor allem Stadtteil, Grundstück, Baujahr, Gebäudezustand, Energieeffizienz und Mikrolage entscheidend. Die regionalen Unterschiede der Hauspreise in Deutschland setzen sich deshalb innerhalb der Metropolen auf kleinräumiger Ebene fort.
Hauspreise pro qm in deutschen Metropolen und Großstädten 2026
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Stadt |
Durchschnittlicher Hauspreis 2026 |
Veränderung zu Q1 2025 |
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Berlin |
ca. 4.849 - 6.423 €/m² |
+2,60 % |
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Düsseldorf |
ca. 5.570 - 6.801 €/m² |
±0,00 % |
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Frankfurt am Main |
ca. 5.802 - 7.014 €/m² |
−0,85 % |
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Hamburg |
ca. 5.937 - 6.776 €/m² |
+3,45 % |
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Köln |
ca. 5.388 - 6.463 €/m² |
+1,10 % |
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München |
ca. 8.710 - 10.682 €/m² |
+1,45 % |
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Stuttgart |
ca. 5.981 - 7.567 €/m² |
+0,95 % |
Angebotspreise sind die in Immobilienportalen verlangten Preise und bilden keinen abgeschlossenen Kauf ab. Tatsächliche Verkaufspreise entstehen erst durch Verhandlung und notarielle Beurkundung. Sie können je nach Nachfrage, Zustand und Wettbewerb unter oder über dem Angebotspreis liegen. Für eine realistische Einschätzung sollten Eigentümer lokale Verkaufsdaten und eine professionelle Immobilienbewertung einbeziehen.
Weitere Hauspreise einzelner Städte finden Sie auf folgenden Seiten:
5. Wie kann ich den Hauspreis berechnen?
Um den Hauspreis zu berechnen, können Eigentümer den regionalen Quadratmeterpreis als Ausgangspunkt verwenden. Dafür sollte der Vergleichswert möglichst aus kürzlich verkauften, ähnlichen Häusern in derselben Lage stammen. Inserierte Angebotspreise sind weniger aussagekräftig, weil sie nicht den tatsächlich vereinbarten Verkaufspreisen entsprechen. Bei der Berechnung des Hauspreises können Sie wie folgt vorgehen:
- Ermitteln Sie die korrekte Wohnfläche des Hauses.
- Recherchieren Sie die regionalen Hauspreise pro qm für vergleichbare Objekte.
- Berücksichtigen Sie Lage, Grundstück, Baujahr, Zustand,
- Energieeffizienz und Ausstattung, um Zu- bzw. Abschläge festzusetzen.
- Ziehen Sie notwendige Sanierungs- und Modernisierungskosten ab.
Der Quadratmeterpreis eines Hauses enthält üblicherweise bereits einen durchschnittlichen Grundstücksanteil. Der Bodenwert sollte daher bei dieser vereinfachten Berechnung nicht zusätzlich addiert werden.
Vereinfachte Formel zur Hauspreisberechnung
- Schritt 1: Vorläufiger Hauspreis = Wohnfläche × bereinigter Vergleichspreis pro qm
- Schritt 2: Geschätzter Marktwert = vorläufiger Hauspreis ± Zu- und Abschläge − absehbare Instandsetzungskosten
Für selbstgenutzte Einfamilienhäuser ist meist das Vergleichswertverfahren geeignet. Fehlen ausreichend vergleichbare Verkäufe, kann das Sachwertverfahren eingesetzt werden. Dabei werden Bodenwert und Gebäudesachwert ermittelt und anschließend an die Marktlage angepasst. Das Ertragswertverfahren eignet sich vor allem für vermietete Immobilien, bei denen die erzielbaren Mieteinnahmen den Wert bestimmen.
Beispiel: Hauspreis berechnen für ein Einfamilienhaus
Ein durchschnittliches Haus in Hamburg kostet im zweiten Quartal 2026 rund 5.409 Euro pro Quadratmeter. Für ein Einfamilienhaus mit 140 Quadratmetern Wohnfläche ergibt sich folgende Orientierung:
- Schritt 1: 140 m² × 5.409 €/m² = rund 757.300 Euro
Liegt das Haus in einer überdurchschnittlichen Mikrolage, könnte beispielhaft ein Zuschlag von fünf Prozent angesetzt werden. Besteht gleichzeitig ein abzuziehender, geschätzter Modernisierungsbedarf von 60.000 Euro, ergibt sich:
- Schritt 2: 757.300 Euro × 1,05 − 60.000 Euro = rund 735.200 Euro
Der beispielhaft berechnete Preis des Einfamilienhauses beträgt damit etwa 735.000 Euro. Ein bundesweiter oder städtischer durchschnittlicher Hauspreis liefert jedoch nur eine erste Orientierung. Für einen realistischen Angebotspreis müssen die konkreten Merkmale des Hauses und aktuelle lokale Verkaufsfälle im Rahmen einer Hausbewertung berücksichtigt werden.
6. Welche Prognose gibt es für Hauspreise in den kommenden Jahren?
Die Prognose für Hauspreise in Deutschland deutet für Ende 2026 und 2027 auf weitere moderate Zuwächse hin. Marktbeobachter erwarten für die Hauspreise im Durchschnitt rund drei Prozent Wachstum pro Jahr bis 2028. Damit könnte das Preisniveau von 2022 bereits 2027 wieder erreicht werden. Sinkende Neubautätigkeit, hohe Baukosten und knapper Wohnraum stützen die Hauspreise pro qm, während Finanzierungskosten und schwaches Wirtschaftswachstum stärkere Sprünge begrenzen.
Langfristig könnte die Entwicklung der Hauspreise zudem noch stärker von regionalen Faktoren abhängen. Während der bundesweite Durchschnitt ein moderates Wachstum zeigt, entwickeln sich einzelne Regionen sehr unterschiedlich. In wirtschaftsstarken Städten und ihrem Umland treiben hohe Nachfrage, Zuzug und begrenztes Angebot auch zukünftig die Preise deutlich stärker nach oben. In ländlichen oder strukturschwächeren Regionen hingegen wirken Abwanderung und geringere Kaufkraft dämpfend, sodass Hauspreise stagnieren oder sogar sinken können. Mit mehr Vorsicht ist in Zukunft vor allem der durchschnittliche Hauspreis für Deutschland zu betrachten. Dieser bildet nur einen Mittelwert ab und verdeckt dadurch die teils erheblichen regionalen Unterschiede.
7. Wovon hängen die Hauspreise ab?
Die Hauspreise hängen von zahlreichen Faktoren ab. Diese zu kombinieren und auszuwerten, führt zur realistischen Festsetzung eines Hauspreises. Hier finden Sie die wichtigsten Faktoren im Überblick:
- Grundstückspreise
- Größe des Hauses
- Größe des Grundstücks
- Lage der Immobilie
- Zustand der Immobilie
- Energieverbrauch
- aktuelles Zinsniveau
- Nachfrage am Markt
Während sich viele Faktoren wie zum Beispiel Grundstücksgröße und Zinsniveau auch von einem Laien berücksichtigen lassen, so ist der Knackpunkt für einen Hauspreis die aktuelle Kaufbereitschaft am Markt. Diese lässt sich nur von einem aktiven Sachverständigen einschätzen, der weiß, welche vergleichbaren Häuser zu welchen Preisen veräußert wurden.
8. Fazit: Auf steigende Hauspreise spekulieren oder jetzt verkaufen?
Die Hauspreise in Deutschland steigen 2026 wieder moderat, doch die Entwicklung verliert an Tempo und fällt regional sehr unterschiedlich aus. Eigentümer sollten einen geplanten Immobilienverkauf deshalb nicht allein in der Hoffnung auf deutlich höhere Preise verschieben. Mögliche Wertzuwächse können durch laufende Instandhaltung, anstehende Sanierungen, Finanzierungskosten oder eine nachlassende Nachfrage in der jeweiligen Region relativiert werden.
Ein Hausverkauf bietet sich insbesondere an, wenn die Immobilie nicht mehr zur persönlichen Lebensplanung passt, Kapital benötigt wird oder größere Investitionen bevorstehen. Wer weder Verkaufsdruck noch hohe Folgekosten hat und eine Immobilie in gefragter Lage besitzt, kann dagegen von langfristig steigenden Hauspreisen profitieren. Entscheidend ist somit nicht der perfekte Marktzeitpunkt im Allgemeinen, sondern der individuelle, realistisch erzielbare Verkaufspreis. Eine aktuelle Immobilienbewertung schafft dafür die notwendige Grundlage – und hilft Ihnen, aus einer Markterwartung eine fundierte Verkaufsentscheidung zu machen.
Voraussichtlich werden die Preise für Häuser 2026 nicht flächendeckend günstiger. Im ersten Quartal 2026 lagen die Wohnimmobilienpreise bundesweit 1,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Ein- und Zweifamilienhäuser wurden in dünn besiedelten ländlichen Kreisen jedoch 0,8 Prozent günstiger. Regional bleiben Preisrückgänge und Verhandlungsspielräume somit möglich, aber selten.
Ein Hauskauf kann sich 2026 lohnen, wenn Sie langfristig planen, ausreichend Eigenkapital besitzen und die Finanzierung dauerhaft tragen können. Die Preise steigen derzeit nur moderat. Prüfen Sie dennoch Nebenkosten, energetischen Zustand und Sanierungsbedarf, statt Ihre Entscheidung allein von der Marktentwicklung abhängig zu machen.
Einen normalen Hauspreis gibt es nicht. Bei finanzierten Käufen lagen Bestandshäuser im Mai 2026 bundesweit bei rund 3.055 Euro pro Quadratmeter, Neubauhäuser bei 4.369 Euro. Lage, Grundstück, Zustand und Energieeffizienz können den konkreten Immobilienwert jedoch erheblich verändern.
Im Vergleich der Bundesländer bietet Sachsen-Anhalt 2026 die günstigsten Hauspreise. Im zweiten Quartal lag der durchschnittliche Angebotspreis bei rund 2.142 Euro pro Quadratmeter. In einzelnen ländlichen Gemeinden werden Häuser noch günstiger angeboten.
Langfristig dürften die Immobilienpreise vor allem in wirtschaftsstarken Regionen steigen. Begrenztes Bauland, eine niedrige Neubautätigkeit, hohe Baukosten und anhaltende Wohnraumnachfrage stützen die Preise. Eine flächendeckende Steigerung ist jedoch nicht sicher. In schrumpfenden, strukturschwachen Regionen können Immobilienwerte stagnieren oder sinken.
Nein, eher umgekehrt. Niedrigere Zinsen können Finanzierungen erschwinglicher machen, die Nachfrage erhöhen und Hauspreise dadurch stützen. Bauzinsen folgen dem EZB-Leitzins allerdings nicht unmittelbar. Zudem hat die EZB am 11. Juni 2026 keine Senkung, sondern eine Anhebung ihrer Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte beschlossen.

Ein Hauskauf kann sich 2026 weiterhin lohnen, jedoch unter veränderten Bedingungen. Grund dafür sind vor allem die stabilisierten bis moderat steigenden Hauspreise sowie die hohen Finanzierungskosten. Dadurch erhöht sich die monatliche Belastung für Käufer spürbar. Zusätzlich wirken strengere Anforderungen an Energieeffizienz und mögliche Sanierungspflichten kostentreibend. Ob sich der Kauf lohnt, hängt daher stark von der individuellen Situation ab. Wichtig sind ausreichend Eigenkapital, um Finanzierungskosten zu reduzieren und die Finanzierung langfristig tragbar zu gestalten, sowie ein energetisch solides Objekt, um mögliche Folgekosten zu senken. Besonders sinnvoll ist der Hauskauf 2026 meist für Eigennutzer mit langfristiger Perspektive.